FIFA-Skandal: Top-Funktionäre aus Afrika stützen Gianni Infantino

Machtkampf im Fußball:FIFA-Boss Infantino erhält Rückhalt aus Afrika

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Seit dem gescheiterten Investorendeal steht FIFA-Boss Infantino gewaltig unter Druck. Selbst enge Weggefährten rücken ab. Aus Afrika bekommt Infantino aber Rückendeckung.

Der Präsident des marokkanischen Fußballverbands, Fouzi Lekjaa (links), und FIFA-Präsident Gianni Infantino (rechts)

Der Präsident des marokkanischen Fußballverbands, Fouzi Lekjaa (links), und FIFA-Präsident Gianni Infantino (rechts)

Quelle: Imago

Mehrere einflussreiche Fußballfunktionäre aus Afrika haben dem Präsidenten der FIFA, Gianni Infantino, öffentlich ihre Unterstützung zugesichert.

Im Vorfeld einer Sitzung des Exekutivkomitees der Afrikanischen Fußball-Konföderation (CAF) veröffentlichten der CAF-Vizepräsident Fouzi Lekjaa aus Marokko, die FIFA-Ratsmitglieder Hany Abo Rida (Ägypten), Hamidou Djibrilla (Niger) und Ahmed Yahya (Mauretanien) sowie der Präsident des Fußballverbandes der Demokratischen Republik Kongo Veron Mosengo-Omba alle ähnlich lautende Statements.

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Die Rufe nach einem Neuanfang beim Fußballweltverband werden lauter. Nach dem gescheiterten Vorhaben, Anteile der FIFA-Turniere an private Investoren zu verkaufen, scheint das Aus Infantinos denkbar.

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Sie begrüßen darin die Entscheidung des Schweizers, das Investorenprojekt aufzugeben und sicherten ihm ihre Unterstützung zu.

Generalsekretär kehrt Infantino den Rücken

Trotz der öffentlich erklärten Unterstützung aus Afrika herrscht weiter mächtig Gegenwind für den FIFA-Boss, der um seine Wiederwahl im kommenden Jahr bangen muss. Nachdem ihm einige Kontinentalverbände das Vertrauen entzogen hatten, hat sich nun auch Generalsekretär Mattias Grafström offenbar von ihm distanziert.

Gianni Infantino beim Viertelfinale der WM 2026 in Miami.

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02.08.2026 | 2:09 min

"Einzelpersonen, instabile Momente und unglückliche Vorfälle kommen und gehen", schrieb Grafström in einer unter anderem von "The Athletic" und Sky Sports zitierten Mail an Mitarbeiter des Weltverbandes:

Die Institution, ihre Mission und ihre Verantwortung gegenüber dem Weltfußball bestehen fort, und deshalb sollten wir stets unsere Professionalität, unseren Sinn für die richtigen Perspektiven und unsere Gelassenheit bewahren.

Mattias Grafström, Generalsekretär der FIFA

Infantino wurde in dem Schreiben zwar nicht namentlich erwähnt, jedoch wird direkt auf seine Idee der Gründung der Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) verwiesen - und die Kritik klingt deutlich durch.

Auch Wenger rückt von Infantino ab

Grafström schrieb unter anderem von einer "traurigen und verwerflichen Abfolge von Ereignissen - die glücklicherweise damit endete, dass das FFE-Projekt endgültig aufgegeben wurde". Der Schwede galt bislang als enger Vertrauter Infantinos, wechselte mit ihm 2016 von der UEFA zum Weltverband und stieg dort 2024 zum Generalsekretär auf.

Und mit Arsène Wenger ging noch ein hochrangiger FIFA-Funktionär auf Distanz zu Infantino. Den hochumstrittenen Investorendeal fallen zu lassen, sei "absolut notwendig" gewesen, sagte der Franzose, der von den Plänen nach eigener Aussage nichts gewusst habe:

"Ich war an diesem strategischen Plan nicht beteiligt und habe erst durch Medienberichte von dem Projekt erfahren." Wenger ist bei der FIFA als Direktor für die globale Fußball-Entwicklung tätig.

 Gianni Infantino, der FIFA Präsident.

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Umstrittener Investorendeal löste heftigen Widerstand aus

FIFA-Boss Infantino hatte zuletzt versucht, Anteile an der Fußball-WM und an anderen Turnieren an Investoren zu verkaufen. Nach heftigem Widerstand gab er das weitgehend im Alleingang gestartete Vorhaben auf.

Öffentlich werden bereits mögliche Nachfolger wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, CONCACAF-Boss Victor Montagliani oder Norwegens Verbandschefin Lise Klaveness diskutiert.

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Quelle: Reuters

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Quelle: SID, dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 03.08.2026 im gemeinsamen Morgenmagazin mit der ARD ab 05:30 Uhr.

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