Ausreißersieg bei Tour de France:18. Etappe: Richard Carapaz attackiert und gewinnt
von Benno Krieger
Richard Carapaz gewinnt nach 2024 seine zweite Tour-de-France-Etappe und schafft es in die Top-10 der Gesamtwertung. Die Favoriten sparen die Kräfte für das Finale am Wochenende.
Tagessieger Richard Carapaz.
Quelle: ImagoAuf der 18. Etappe nach Orcieres-Merlette in den französischen Alpen ließen die Favoriten um Tadej Pogacar im Gelben Trikot die Ausreißer gewähren. Aus einer sechsköpfigen Spitzengruppe setzte der Olympiasieger von Tokio, Richard Carapaz, dreieinhalb Kilometer vor Schluss die entscheidende Attacke, um sich abzusetzen.
1. Richard Carapaz (Ecuador)
2. Mauro Schmid (Schweiz) +0:45 Minuten Rückstand
3. Matteo Jorgenson (USA) +0:45
4. Valentin Paret-Peintre (Frankreich) + 1:14
5. Tobias Halland Johannessen (Norwegen) + 1:57
6. Raul Garica Pierna (Spanien) + 2:12
7. Pablo Castrillo (Spanien) + 4:30
8. Lenny Martinez (Frankreich) + 4:35
9. Remco Evenepoel (Belgien) + 4:35
10. Tom Pidcock (Großbritannien) + 4:35
Der Ecuadorianer hat bereits auf vorherigen Etappen immer wieder Ausreißergruppen besetzt, jetzt hat es mit dem Etappensieg geklappt. 2024 hatte der 33-Jährige schon mal eine Etappe der Tour de France in den Alpen gewonnen. Durch den Erfolg klettert Carapaz in der Gesamtwertung auf Rang 10.
Zuvor hatte Jasper Philipsen die 17. Etappe im Sprint aus einer Gruppe heraus gewonnen.
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Der formstarke Mauro Schmid wurde, wie bereits auf der 17. Etappe am Mittwoch, Zweiter. Für den Schweizer ist es bereits der dritte Podestplatz bei dieser Tour de France. Platz drei geht an Matteo Jorgenson.
Valentin Paret-Peintre aus Frankreich wurde Vierter, verpasste aber die Führung im Bergtrikot knapp. Nach der 18. Etappe liegt er einen Punkt hinter Tadej Pogacar. Stellvertretend darf Paret-Peintre das gepunktete Bergtrikot auf der morgigen Etappe tragen, da Pogacar in Gelb fährt.
Florian Lipowitz hat sich bei der 16. Etappe der Tour de France bei einem schweren Sturz das Schlüsselbein gebrochen. Die Tour ist für den 25-Jährigen damit beendet.
22.07.2026 | 1:55 minFelix Engelhardt bester Deutscher
Die besten Fahrer im Gesamtklassement attackierten am Schlussanstieg nicht und kamen in einer zwölfköpfigen Gruppe mit 4:35 Minuten Rückstand auf Carapaz ins Ziel. Die Zeitabstände in der Gesamtwertung bleiben daher gleich.
Etwa 40 Sekunden später erreichte Felix Engelhardt als 22. das Ziel. Der Deutsche Meister war selbst lange Teil der Ausreißergruppe und wurde erst am Schlussanstieg von den Spitzenfahrern eingeholt. Der Deutsche Meister zählt neben Sprinter Max Kanter und dem tragisch gestürzten Florian Lipowitz zu den auffälligsten deutschen Fahrern bei dieser Tour de France.
Die 11. Etappe der diesjährigen Tour war die schnellste in der Geschichte der Rundfahrt.
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Im Hinblick auf das, was Freitag und Samstag wartet, überrascht es nicht, dass die Favoriten auf der 18. Etappe nicht attackiert haben. Es geht zweimal hinauf zur legendären Alpe d'Huez. In zwei Tagen warten mehr als 9.000 Höhenmeter auf die Fahrer.
Tadej Pogacar dürfte sein viereinhalb Minuten Vorsprung ausreichen, um dieses Jahr die Tour de France zum fünften Mal zu gewinnen und mit Radsport-Legende Eddy Merckx gleichzuziehen. Auch Remco Evenepoel liegt mit mehr als zwei Minuten Vorsprung recht komfortabel auf Rang zwei.
1. Tadej Pogacar (Slowenien)
2. Remco Evenepoel (Belgien) + 4:32 Minuten zurück
3. Isaac Del Toro (Mexiko) + 6:51
4. Paul Seixas (Frankreich) + 7:11
5. Juan Ayuso (Spanien) + 9:22
6. Mattias Skjelmose (Dänemark) + 10:14
7. Lenny Martinez (Frankreich) + 12:50
8. Tom Pidcock (Großbritannien) + 12:58
9. Jordan Jegat (Frankreich) + 14:04
10. Richard Carapaz (Ecuador) + 21:00
Del Toro und Seixas kämpfen ums Podium
Aber Pogacar-Teamkollege Isaac Del Toro auf Rang drei und Frankreichs Supertalent Paul Seixas auf Rang vier trennen nur 20 Sekunden, sodass die Fans in den Alpen einen spannenden Schlagabtausch zwischen den beiden erwarten können. Es wird schnell zur Sache gehen, denn die 19. Etappe am Freitag nach Alpe d'Huez ist mit 128 Kilometern, abgesehen von den Zeitfahren, die kürzeste dieser Rundfahrt.
Seixas wird vor den heimischen Fans sicher versuchen zu attackieren, zumal das Team von Pogacar und Del Toro mit Brandon McNulty auf der 18. Etappe einen wichtigen Berghelfer verloren hat. Der US-Amerikaner wurde bereits am Dienstag vor dem Zeitfahren von einem Auto angefahren und musste nun aufgeben.
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