Ministerin Busch: Schweden hätte Grönland gegen Trump verteidigt

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Vizeministerpräsidentin Ebba Busch:"Selbstverständlich": Schweden hätte für Grönland gekämpft

Dominik Rzepka

von Dominik Rzepka

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US-Präsident Trump hat darauf verzichtet, Grönland gewaltsam einzunehmen. Schwedens Vizeministerpräsidentin Busch sagt, hätte er es doch gewollt, wäre ihr Land kampfbereit gewesen.

Ebba Busch

US-Präsident Trump hat darauf verzichtet, Grönland gewaltsam einzunehmen. Schwedens Vizeministerpräsidentin Busch sagt, hätte er es doch gewollt, wäre ihr Land kampfbereit gewesen.

26.01.2026 | 1:05 min

Schweden wäre auf eine mögliche militärische Auseinandersetzung mit den USA vorbereitet gewesen, wenn US-Präsident Donald Trump Grönland hätte gewaltsam übernehmen wollen.

Auf die Frage, ob Schweden in diesem Fall gekämpft hätte, sagt die stellvertretende schwedische Ministerpräsidentin, Ebba Busch, ZDFheute:

Selbstverständlich. Selbstverständlich.

Ebba Busch, stv. schwedische Ministerpräsidentin

Schließlich ginge es bei dieser Frage um die Grundlage des Nato-Abkommens, so Busch. "Wenn einer unserer Nachbarn Unterstützung braucht, werden wir ihnen beistehen." Schweden lasse sich nicht erpressen und würde es auch nicht akzeptieren, dass Territorium abgegeben werden müsste.

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Welche Lehren Schweden aus Trump zieht

Zwar habe Trump in der vergangenen Woche in Davos seine Position verändert und es sei gut, dass sich die Situation entspannt habe. Dennoch müsse man dem US-Präsidenten gegenüber härter werden.

Wir müssen uns entscheiden, wo unsere Grenzen sind und die müssen wir verteidigen.

Ebba Busch, stv. schwedische Ministerpräsidentin

Eine Lehre aus dem Auftritt Trumps müsse sein, die eigene Wirtschaft zu stärken. Schweden werde in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent vorhergesagt. Die Wirtschaft müsse auch in anderen Ländern Fahrt aufnehmen.

Außerdem müsse Europa das Zwei-Prozent-Ziel der Nato erreichen. "Wir müssen in unsere Verteidigung investieren." Schweden könnte bald schon fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben, so Busch. "Das müssen alle EU-Länder tun."

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Schwierige Frage eines Zehnjährigen

Busch sagt, die Anspannung in Davos während der Rede Trumps sei enorm gewesen. Den Raum habe sie aber nicht verlassen wollen, weil sie trotz aller Emotionen keine verbale Konfrontation gesucht habe.

In der vergangenen Woche habe sie ihrem zehnjährigen Sohn schwierige Fragen beantworten müssen. Er habe sie gefragt, ob Trump auch Schweden haben wolle, so Busch. Die Antwort sei zwar nein gewesen. Dennoch gehe sie nicht davon aus, dass die kommenden drei Jahre unter Trump ruhig würden, so Busch.

Ebba Busch

Der Atomausstieg war ein strategischer Fehler, hat Kanzler Merz Mitte Januar gesagt. Die stellvertretende schwedische Ministerpräsidentin Ebba Busch gibt ihm Recht.

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Busch lobt Merz für Atomkraft-Aussage

Positiver als Trump sieht Busch Bundeskanzler Friedrich Merz. Es sei richtig, dass Merz den deutschen Atomausstieg einen strategischen Fehler genannt habe.

Wir sind froh, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche jetzt auf Technologieoffenheit setzt.

Ebba Busch, stv. schwedische Ministerpräsidentin

Die frühere deutsche Regierung habe hingegen mit Frankreich diskutiert, Atomkraft zu stoppen oder Windenergie auszubremsen. "Aber wir brauchen beides", so Busch. Das habe auch Schweden gezeigt. Insofern könnten Schweden und Deutschland bei Energiefragen künftig enger zusammenarbeiten.

Über dieses Thema berichtete ZDFheute am 26.01.2026 um 19:00 Uhr in dem Beitrag "Busch: Schweden hätte Grönland verteidigt".

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