Warnstreiks im Nahverkehr: Diese Bundesländer sind betroffen

Einschränkungen bei Bus, U-Bahn und Tram:ÖPNV-Streiks: Diese Bundesländer sind betroffen

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Die Warnstreiks im Nahverkehr gehen weiter. Diesmal sind vor allem vier Bundesländer betroffen - mancherorts sogar über den Donnerstag hinaus. Ein Überblick.

Die Gewerkschaft Verdi bestreik den VGF-Betriebshof Gutleut

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag neue ÖPNV-Warnstreiks in Bayern, dem Saarland, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg angekündigt. Auch in Hessen und Bremen könnte gestreikt werden.

16.03.2026 | 0:27 min

In mehreren Bundesländern kommt es aufgrund von Warnstreiks heute erneut zu Einschränkungen im Nahverkehr. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch in Bayerns Landeshauptstadt München bleiben Busse und Bahnen in den Depots. Dort wird bereits seit gestern gestreikt.

In der Regel fallen durch die Warnstreiks Busse, U- und Trambahnen in den betroffenen Regionen aus. Die Deutsche Bahn mit ihren Regionalzügen und S-Bahnen ist nicht betroffen. Auch die Regionalzüge anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen werden nicht bestreikt.

Besonders vom Warnstreik betroffene Bundesländer

In NRW ist es bereits der zweite Nahverkehrs-Ausstand in dieser Woche. In Sachsen-Anhalt wiederum dauert der Arbeitskampf vielerorts bis einschließlich Sonntag.

Überblick Sachsen-Anhalt

In weiten Teilen Sachsen-Anhalts legt der Warnstreik den Nahverkehr von Donnerstag an für vier Tage weitgehend lahm. In Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau müssen Fahrgäste bis Sonntag mit massiven Ausfällen bei Bussen und Straßenbahnen rechnen, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten. Im Burgenlandkreis gibt es entgegen der ursprünglichen Pläne keinen Warnstreik im Nahverkehr.

Überblick Nordrhein-Westfalen

Verdi rief in allen Regionen Nordrhein-Westfalens Beschäftigte in zahlreichen Nahverkehrsbetrieben zum Warnstreik auf. Busse und Stadtbahnen stünden in den bestreikten Betrieben von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht weitgehend still, erklärte die Gewerkschaft. Nur die Stadtwerke Münster würden nicht bestreikt.

Überblick Hamburg

Mitarbeiter der Hochbahn in Hamburg sind aufgerufen, 24 Stunden die Arbeit niederzulegen und U-Bahnen und Busse in den Depots zu lassen. Der Warnstreik beginnt laut Verdi um 3:00 Uhr und endet Freitag früh um 3:00 Uhr. Nicht betroffen sind in Hamburg die Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die S-Bahnen und die Hafenfähren.

Überblick Bayern

Neben München und Dachau sind Streikmaßnahmen in Augsburg, Regensburg, Bamberg, Bayreuth, Fürth, Schwabach, Schweinfurt, Passau und Landshut geplant. Zudem auch in Nürnberg - dort aber am Donnerstag noch ohne größere Auswirkungen. In einigen Städten gehen die Ausstände auch am Freitag und teilweise sogar am Samstag weiter. Besonders hart trifft es Passagiere in Passau. Sie müssen sich auf gleich drei Streiktage einstellen.

Alle Flüge sind zum Beginn des Warnstreiks von Verdi am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg BER gestrichen.

Der Berliner Hauptstadtflughafen BER steht still. Die Gewerkschaft Verdi legt dort den gesamten Personenverkehr lahm. Betroffen sind 445 Flüge mit rund 57.000 Passagieren.

18.03.2026 | 0:21 min

Einigungen in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen

Es ist der dritte großflächig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen Bundesländern führt. In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde ein Kompromiss erzielt - die Gewerkschaftsmitglieder werden dort nun befragt, ob ihnen das Ergebnis ausreicht. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben beginnt heute die nächste Verhandlungsrunde.

In den meisten Bundesländern geht es bei den Verhandlungen um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern.

Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht, während der nicht gestreikt werden darf.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 16.03.2026 um 11:44 Uhr.

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