Polizei spricht von möglicher Sabotage an Umspannwerk in Dormagen

Verdächtiger Gegenstand gefunden:Polizei: Mögliche Sabotage an Umspannwerk in Dormagen

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Ein verdächtiger Gegenstand an einem Umspannwerk in Dormagen deutet laut Polizei auf mögliche Sabotage hin. Am Dienstag gab es bereits Vorfälle an zwei anderen Umspannwerken.

Polizeieinsatz aufgrund eines verdächtigen Gegenstandes in der Nähe des Umspannwerkes in Dormagen

Ermittler untersuchen einen verdächtigen Gegenstand am Umspannwerk in Dormagen.

Quelle: Jan Ohmen / dpa

Nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstands an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf geht die Polizei von einem geplanten Sabotagedelikt aus. Ein Sprecher erklärt:

Jemand hat offenbar versucht, mutwillig einen Kurzschluss herbeizuführen.

Polizei Köln

Die Polizei durchsucht die umliegenden Felder bei einem Umspannwerk nahe Bergheim bei Köln auf Spuren.

Erst sabotierten Unbekannte ein Umspannwerk in Brandenburg. Dann gab es einen ähnlichen Vorfall in Bergheim bei Köln.

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Ziel sei es offensichtlich gewesen, "Schaden anzurichten", sagte ein Sprecher der Polizei Köln. Den Ermittlern liege ein Bekennerschreiben vor, in dem auch andere - schon öffentlich bekannte - Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erwähnt seien.

Polizei untersucht mögliche Abschussvorrichtung

Die Untersuchungen an dem verdächtigen Gegenstand, den ein Spaziergänger am Donnerstagabend an dem Umspannwerk in Dormagen entdeckt hatte, seien bisher nicht abgeschlossen. Möglicherweise handle es sich dabei um eine "verdächtige Abschussvorrichtung", sagte der Sprecher in der Nacht.

SGS-Sievers-Reul

Die versuchte Sabotage in einem Umspannwerk in Bergheim sorgt für Diskussionen über die Umsetzung des KRITIS-Dach-Gesetzes und die Rechte der Anlagen-Betreiber - Herbert Reul im Interview.

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Beamte überprüften weitere Umspannwerke in umliegenden Regionen, ob dort ebenfalls verdächtige Gegenstände platziert worden seien, sagte der Polizeisprecher weiter. Momentan seien mit Ausnahme des Umspannwerks in Bergheim westlich von Köln keinerlei Schäden festgestellt worden.

Dort waren am Dienstag nach früheren Behördenangaben Kabel über die Oberleitung befördert worden, wodurch es zu einem Kurzschluss gekommen war. Im Nachhinein wurden mehrere Abschussvorrichtungen entdeckt.

Ein Polizeiauto ist vor einer Hochspannungsleitung zu sehen. Heute waren am Umspannwerk in der Nähe unkonventionelle Sprengvorrichtungen gefunden worden.

Die Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts nach dem Angriff auf ein Umspannungswerk im Süden Brandenburgs. Es besteht der Anfangsverdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage.

02.09.2026 | 0:25 min

Ähnlicher Vorfall auch in Südbrandenburg

Einen ähnlichen Vorfall hatte es wenige Stunden zuvor in Südbrandenburg gegeben. Dort war am Dienstagmorgen nahe dem Kraftwerk Jänschwalde leitfähiges Material mithilfe selbstgebauter Flugkörper in Richtung der Höchstspannungsleitungen gelenkt worden. Mehr als ein Dutzend Vorrichtungen zu diesem Zweck wurden gefunden. Zu einem Stromausfall kam es laut Netzbetreiber nicht.

Die Ermittler hatten mitgeteilt, dass sie davon ausgehen, dass die Vorfälle in Bergheim und Jänschwalde auf verfassungsfeindliche Sabotage zurückzuführen sind.

Mehrere verkokelte Kabel liegen nach dem Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen auf dem Boden. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Nach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen im Juni gingen die Ermittler von einem Brandanschlag auf ein Umspannwerk aus.

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Bekennerschreiben ging auch an Zeitung

Die "taz" berichtete am Donnerstagabend, sie habe ein Bekennerschreiben zu dem Vorfall in Brandenburg erhalten, das laut Poststempel in Nordrhein-Westfalen abgeschickt worden sei. Nach Angaben der Zeitung bezeichnet sich der Absender als Einzeltäter, der die verwendeten Selbstbauraketen im Detail beschreibt und als Motiv auf "unermessliches Leid" verweist, das die Nutzung fossiler Brennstoffe verursache.

Die "taz" wies nach umfassender Recherche ausdrücklich darauf hin, dass nicht zweifelsfrei geklärt werden könne, ob der Verfasser des Schreibens auch der Täter sei.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 04.09.2026 ab 05:30 Uhr.

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