Ostbeauftragte kritisiert Ungleichheiten:Kaiser: Zeit ist reif für Bundespräsidentin - aus dem Osten
Eine "kluge Frau aus Ostdeutschland" als nächste Bundespräsidentin? Diesen Vorschlag macht die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser - und kritisiert weiter bestehende Ungleichheiten.
Die Zeit sei wieder reif "für ein ostdeutsches Staatsoberhaupt", findet die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) - und für eine Frau als nächste Bundespräsidentin. (Archivbild)
Quelle: dpa | Hendrik SchmidtDie Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), hat anlässlich des Tages der Deutschen Einheit mehr ostdeutsche Spitzenpolitiker gefordert und sich für eine Bundespräsidentin aus Ostdeutschland ausgesprochen. "Wenn die Spitzen der Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober in Bremen zum Tag der Deutschen Einheit zusammenkommen, fällt wieder mal auf, dass von ihnen derzeit niemand aus Ostdeutschland kommt", sagte Kaiser der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Im kleinsten Bundesland Deutschlands finden dieses Jahr die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt. In Bremen werden rund 450.000 Menschen erwartet, die Bürgerfest und Ländermeile besuchen.
02.10.2026 | 2:31 minOstbeauftragte: Zeit ist reif für ostdeutsches Staatsoberhaupt
Da könne "schnell der Eindruck entstehen, die Ostdeutschen spielen in der Führung unseres Landes keine Rolle und sitzen nur am Katzentisch", betonte sie. "Ich finde, die Zeit ist reif wieder für ein ostdeutsches Staatsoberhaupt", sagte Kaiser weiter. "Warum sollte die nächste Bundespräsidentin nicht eine kluge Frau aus Ostdeutschland sein?", fügte sie hinzu.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), pocht auf mehr Ostdeutsche in Führungspositionen. Das gelte für alle Bereiche in Deutschland.
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Kaiser: Unterschiede überwinden, um Einheit zu vollenden
Die Ostbeauftragte kritisierte zudem die weiterhin bestehende Ungleichheit zwischen Ost und West. Zwar sei Ostdeutschland heute eine wirtschaftliche Innovationsregion, ein wichtiger Wissenschaftsstandort und die Brücke in das östliche Europa. "Viele Ostdeutsche haben sich inzwischen ein bescheidenes Vermögen erarbeitet", betonte sie.
Trotzdem gebe es weiterhin große Unterschiede bei Einkommen und Vermögen zwischen Ost und West. Auch in Führungspositionen seien Ostdeutsche immer noch nicht ausreichend vertreten. Diese Unterschiede müssen überwunden werden, um die Einheit tatsächlich zu vollenden, sagte Kaiser.
Elisabeth Kaiser (SPD), Ostbeauftragte der Bundesregierung, kritisierte in dieser Woche im ZDF-Interview Ungleichheiten bei Erbschaften in Ost und West.
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