Steinmeier mahnt: Nein zu "völkischer Abschottung"

Bundespräsident warnt vor Ausgrenzung:Steinmeier mahnt: Nein zu "völkischer Abschottung"

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In Berlin hat Bundespräsident Steinmeier vor der Ausgrenzung von Menschen mit Migrationsgeschichte gewarnt. Für mehr Zusammenhalt müssten Probleme offen angesprochen werden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht bei der ersten Publikumsveranstaltung

Eindringlich hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gegen völkische Positionen gewandt. Das deutsche Volk seien "eben auch Deutsche, die hinzugekommen sind", sagte er in Berlin.

25.08.2026 | 0:24 min

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mit deutlichen Worten gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gewandt. "Das 'deutsche Volk' im Sinne unserer Verfassung, das sind eben auch Deutsche, die hinzugekommen sind", sagte er in Berlin. Wer "das Deutsch-Sein in Kategorien einteilen und abstufen" wolle, der "stellt sich außerhalb unserer demokratischen Ordnung".

Steinmeier appellierte an die Bevölkerung, solchen Spaltungsversuchen entgegenzutreten. Er wünsche sich ein Land, "das Zusammenhalt statt Ausgrenzung wählt, das jedem eine Absage erteilt, der Fantasien von völkischer Abschottung entwickelt".

Bundespräsident mahnt: Kein "Wir gegen die"

Steinmeier berichtete von Gesprächen mit Menschen mit Migrationsgeschichte, die Angst hätten. Er mahnte:

Wenn Menschen in unserem Land schlaflose Nächste haben, weil sie ausgegrenzt und angegriffen werden, dann müssen wir alle hellwach werden.

Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

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Mohamed Elfathi Ahmed hat einen sudanesischen Verein in Hamburg gegründet, der Raum für Kultur und Begegnung schaffen soll. Gleichzeitig möchte er auf den Krieg im Sudan aufmerksam machen.

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Deutschland solle sich nicht in einem "Wir gegen die" verlieren, so der Bundespräsident.

Steinmeier: "Zuwanderung kostet auch Kraft"

Zugleich warb Steinmeier für eine differenzierte Betrachtung. "Zuwanderung bringt Kraft. Und Zuwanderung kostet auch Kraft", sagte er. Alteingesessene Bürgerinnen und Bürger berichteten ihm von einer Überforderung durch die Migration und einem Gefühl der Fremdheit im eigenen Land.

"Wenn Menschen das Vertrauen verloren haben in gelingendes Zusammenleben, dann ist Politik gefragt", befand Steinmeier. Diese müsse "rasch und entschieden" offensichtliche Probleme bearbeiten und Lösungen anbieten.

Jan Fleischhauer und Reyhan Şahin stehen vor einer grauen Wand und beäugen sich kritisch.

Jan Fleischhauer meint: Wer hier lebt, muss sich anpassen. Reyhan Şahin sagt: Wer ausschließt, darf sich nicht über fehlende Integration wundern. Ein Streit über Zugehörigkeit.

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Er wünsche sich ein Deutschland, "das im Zusammenleben unterschiedlicher Menschen seinen Wert, sein Selbstbewusstsein, sogar seinen Stolz findet", fügte Steinmeier hinzu.

Veranstaltung zu Chancen und Herausforderungen von Zuwanderung

Steinmeier äußerte sich bei einer Veranstaltung zum Thema "Zuhause in Deutschland. Wie wir miteinander leben". Dabei ging es um Chancen und Herausforderungen von Zuwanderung und Integration. Es handelte sich um die erste Veranstaltung mit Publikum im temporären Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin-Mitte während der mehrjährigen Renovierung des Schlosses Bellevue.

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Quelle: epd, KNA
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Steinmeier warnt vor völkischer Ideologie" am 25.08.2026 um 14:47 Uhr.

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