Hohe Spritpreise: Regierung plant keine Entlastungen

Hohe Spritpreise:Regierung plant keine Entlastungen

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Fahrer von Verbrenner-Autos raufen sich die Haare: Die Spritpreise kennen aktuell kein Limit. Dennoch vermeldet die Bundesregierung: Entlastungen sind nicht geplant.

Tankbratt Ende

Der Rabatt wurde zwar zu großen Teilen weitergegeben, war aber wenig zielgenau und sehr teuer. Was Tankkunden nun erwarten können, analysiert ZDF-Wirtschaftsexperte Neuhann.

01.07.2026 | 2:03 min

Die Bundesregierung plant trotz der in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe Entlastungsmaßnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. 

Anstieg der Spritpreise am Wochenende

Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen.

Clemens Fuest im Gespräch mit ZDF-Mima-Moderatorin Mirjam Meinhardt

Eine Entlastung wie durch den Tankrabatt müsse künftig eher denen mit niedrigem Einkommen zugutekommen, so Clemens Fuest vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung.

30.06.2026 | 4:09 min

Seit Anfang Juli sind die Spritpreise stark gestiegen. Auch übers Wochenende ging es weiter nach oben, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Superbenzin der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,152 Euro pro Liter, Diesel 2,177 Euro pro Liter. 

Gestiegener Ölpreis als Treiber

Bei beiden Kraftstoffen sind die Preise damit nun acht Tage in Folge gestiegen. Vergleicht man mit dem Preis vor zwei Wochen - damals hatten sich die Preise nach dem Ende des Tankrabatts ein wenig beruhigt - ist E10 derzeit 13,6 Cent teurer, Diesel sogar 23,1 Cent. E10 ist zudem nur noch rund 4 Cent von seinem Mehrjahreshoch rund um Ostern und gut 5 Cent von seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2022 entfernt.

Nordrhein-Westfalen, Köln: Blick auf die Preisanzeige einer Tankstelle nach 12 Uhr.

Nur einmal am Tag dürfen die Spritpreise steigen – ob sich die Tankstellen wirklich daran halten, ist fraglich. Der Tankrabatt hingegen wird weitergegeben, zumindest größtenteils.

23.05.2026 | 1:45 min

Wichtigster Treiber dürfte der seit Anfang des Monats kräftig gestiegene Ölpreis sein. Sollte die Entwicklung anhalten, könnten auch die bisherigen Preisrekorde bei E10 überschritten werden, heißt es vom ADAC. Diesel ist derzeit dagegen noch weit von seinem Rekord entfernt. Am 7. April hatte der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,447 Euro gekostet.

Tankrabatt von Mai bis Juni

Von Anfang Mai bis Ende Juni galt ein Tankrabatt, mit dem die Bundesregierung den Anstieg der Spritpreise dämpfte. Ende Juni hatten sie dadurch - und durch eine vorübergehende Entspannung im Nahen Osten - wieder ein ähnliches Niveau wie vor Beginn des Iran-Krieges erreicht. Diesel kostete vorübergehend wieder weniger als 1,80 Euro pro Liter. 

FOTOMONTAGE:Themenfoto Tankrabatt der Bundesregierung. Explodierende Spritpreise wegen Iran Krieg dauern an. Benzinpreise an einer Tankstelle in Muenchen.

Ab dem 1.Mai gilt eine befristete Steuersenkung auf Benzin und Diesel von rund 17 Cent. Bundestag und Bundesrat haben außerdem die Entlastungsprämie beschlossen.

24.04.2026 | 2:36 min

Vertreter der Bundesregierung sowie der Koalitionsfraktionen haben aber bereits deutlich gemacht, dass es keine Neuauflage des Tankrabatts geben solle - auch unter Verweis auf die Kosten. Der Tankrabatt in Höhe von 16,7 Cent pro Liter kostete den Bund nach einer Schätzung des Finanzministeriums rund 1,6 Milliarden Euro. Vor allem in der SPD gibt es Forderungen, einen Spritpreisdeckel einzuführen.

Am Montagmorgen hat sich die Entwicklung der Spritpreise allerdings ein Stück weit beruhigt. Um 10 Uhr waren sowohl Diesel als auch E10 minimal billiger als zum selben Zeitpunkt am Sonntag.

Frank Bethmann an der Börse in Frankfurt

Im Nahen Osten kündigen die USA und Iran weitere gegenseitige Angriffe an. Wie die militärischen Spannungen die Spritpreise in Deutschland beeinflussen können, berichtet Frank Bethmann.

15.07.2026 | 1:05 min

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Quelle: dpa
Über das Thema hat das ZDF mehrfach berichtet, unter anderem in dem Beitrag "Tankrabatt-Ende: Wie geht's jetzt weiter?" am 01.07.2026 ab 0:35 Uhr.

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