Sozialer Wohnraum: Weniger Förderung, Bestand sinkt

Auch der Bestand sinkt:2025 wurde weniger Wohnraum gefördert

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Deutschlandweit wurde sozialer Wohnraum im vergangenen Jahr weniger gefördert als noch 2024. Auch der Gesamtbestand sinkt. Das geht aus einer Anfrage der Linken hervor.

Der Gesamtbestand an Sozialwohnungen zum Ende des Jahres 2025 lag bei etwa
1,03 Millionen Wohnungen.

Der Gesamtbestand an Sozialmietwohnungen zum Ende des Jahres 2025 lag bei etwa 1,03 Millionen Wohnungen

Quelle: Imago

Rückschlag für die Förderung von sozialem Wohnraum in Deutschland: Im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 56.300 Wohneinheiten gefördert und damit etwa zehn Prozent weniger als noch im Jahr 2024 (rund 61.900). Das geht aus einer Anfrage der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Linke) an die Bundesregierung hervor.

Am stärksten fiel der Rückgang in Bayern (minus 64 Prozent), Thüringen (minus 55) und Mecklenburg-Vorpommern (minus 54) aus.

Geförderte Sozialwohnungen nach Bundesländern

ZDFheute Infografik

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Bundesregierung betont positiven Trend in neun Bundesländern

Die Bundesregierung hob zwar hervor, dass in neun Bundesländern mehr gefördert wurde als im Vorjahr: "Der positive Trend steigender Förderzahlen der letzten Jahre hat sich damit in der Mehrheit der Bundesländer erfreulich verstetigt", heißt es in der Antwort, die ZDFheute vorliegt. Die negative Bilanz konnten diese Länder, zu denen etwa Rheinland-Pfalz (plus 38 Prozent), Niedersachsen (plus 20) und Hamburg (plus 15) gehören, jedoch nicht ausgleichen.

Ein Wohungsbau in dem Neubaugebiet Freiham in München.

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Die Bundesregierung unterteilt die Förderung des sozialen Wohnungsbaus in die Förderung von Mietwohnungen, von selbstgenutztem Wohneigentum und von Wohnheimplätzen. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ist in der Kategorie der Sozialwohnungen sogar ein Anstieg zu verzeichnen. Die Zahl sei innerhalb eines Jahres um vier Prozent auf rund 42.500 Sozialwohnungen gestiegen.

Gesamtbestand sinkt

Derweil ging auch der bundesweite Bestand an Sozialwohnungen in Deutschland im vergangenen Jahr erneut zurück. Bundesweit gab es 2025 über 13.000 Sozialwohnungen weniger als noch im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von minus 1,5 Prozent.

Die stärksten Rückgänge verzeichneten Thüringen (minus 7,1 Prozent), Berlin (minus 7) und Rheinland-Pfalz (minus 5). Zweistellig wuchsen die Bestände dagegen in Mecklenburg-Vorpommern (plus 12,8 Prozent) und in Sachsen-Anhalt (plus 12,3).

Linken-Abgeordnete fordert jährlich 20 Milliarden für sozialen Wohnungsbau

"Die leichte Aufstockung der Haushaltsmittel für den sozialen Wohnungsbau hält den Negativtrend nicht auf", sagt die Linken-Abgeordnete Lay zu den Zahlen. "Für sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbau braucht es jedes Jahr Mittel von mindestens 20 Milliarden Euro, welche die Bundesregierung gestreckt auf eine ganze Legislaturperiode ausgeben will." Das Problem auslaufender Sozialbindungen werde "weiterhin nicht angegangen".

Teil eines Wohnblocks und grafische Symbole für Teilhabe, Betreuung und Bildung

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Werden modernisierte oder neugebaute Wohnungen gefördert, sind sie an soziale Preise gebunden. Diese Bindungen sind jedoch zeitlich befristet. Das bedeutet, dass sie je nach Bundesland nach 15 bis 25 Jahren wieder frei vermietet werden können. Damit gehen oft Mietsteigerungen einher.

Gerade jetzt, wo der Wohnungsbau insgesamt stockt, besteht die Chance, mit der Förderung langfristig bezahlbarer Wohnungen mit Mietobergrenzen stark auf den Wohnungsmarkt zu wirken.

Caren Lay, Linken-Abgeordnete

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Quelle: ZDF, Reuters
Über die Wohnungsnot in Deutschland berichtete ZDFheute am 12.05.2026 um 11:30 Uhr in dem Beitrag "Warum im Mieterland Deutschland so viele Wohnungen fehlen".

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