Stromnetz-Sabotage: Sprengvorrichtungen in Sachsen entdeckt

Angriffe auf Stromnetz:Polizei entdeckt Sprengvorrichtungen in Sachsen

|

Nach mehreren Angriffen auf das Stromnetz haben Ermittler nun auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt. Die Polizei arbeite an der Entschärfung, so Innenminister Schuster.

Polizeikräfte stehen in einem Waldstück unter einer Stromtrasse nahe dem Ort Schleife im Landkreis Görlitz, Sachsen, am 04.09.2026.

In Sachsen wurden in der Nähe von zwei Umspannwerken Sprengvorrichtungen gefunden.

Quelle: Jürgen Lösel / dpa

Nach einer Reihe mutmaßlicher Angriffe auf die Stromversorgung hat die Polizei nun auch in Sachsen "unbekannte Sprengvorrichtungen" entdeckt. "Die Polizeikräfte haben in dem noch laufenden Einsatz an zwei Fundorten vier Objekte gesichert und gehen jetzt die Entschärfung an", erklärte Innenminister Armin Schuster (CDU).

Hinweise darauf hätten sich aus einem Bekennerschreiben ergeben. Unmittelbar nach dessen Eingang seien schon am Donnerstag intensive Suchmaßnahmen eingeleitet worden, sagte der Politiker von der CDU.

Die sächsischen Sicherheitsbehörden stehen mit allen weiteren betroffenen Ländern in enger Abstimmung.

Armin Schuster, Innenminister von Sachsen

In den vergangenen Tagen kam es zu Sabotageversuchen an mehreren Umspannwerken wie hier im nordrhein-westfälischen Dormagen.

Nach der Sabotage an mehreren Umspannwerken und einem Bekennerschreiben wird europaweit nach einem 48-jährigen Tatverdächtigen gefahndet.

04.09.2026 | 1:28 min

Polizei bestätigt "großen Einsatz" nahe Bautzen

Die Polizeidirektion Görlitz hatte einen "großen Einsatz" nördlich von Bautzen bestätigt, wollte aber keine Angaben dazu machen, wonach die Einsatzkräfte suchten und wo genau der Einsatz stattfand. Weitere Einzelheiten sollen demnach am Samstag bekanntgegeben werden.

Der MDR berichtete unterdessen von einer Suchaktion von Einsatzkräften in einem Waldstück bei Schleife im Landkreis Görlitz nahe der Grenze zu Brandenburg. Ob der Einsatz mit den Ermittlungen zu den jüngsten Sabotageakten an Stromleitungen zusammenhängt, ließ die Polizei demnach offen.

SGS-Sievers-Reul

Die versuchte Sabotage in einem Umspannwerk sorgt für Diskussionen über die Umsetzung des KRITIS-Dach-Gesetzes und die Rechte der Anlagen-Betreiber - Herbert Reul im Interview.

02.09.2026 | 5:38 min

Angriffe auf Umspannwerke in Brandenburg und NRW

Am Dienstag waren Sabotageakte auf Umspannwerke bei Jänschwalde in Brandenburg und Bergheim in Nordrhein-Westfalen verübt worden. Weitere verdächtige Vorrichtungen wurden später in Dormagen und Weisweiler entdeckt.

Grafik: Angriffe auf Stromnetz in Nordrhein-Westfalen und Südbrandenburg

Grafik: Angriffe auf Stromnetz in Nordrhein-Westfalen und Südbrandenburg

Quelle: ZDF

Die Ermittler fahnden nach einem 48-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, der wegen zweier als authentisch eingeschätzter Bekennerschreiben ins Visier geraten ist.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.


Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 04.09.2026 ab 19 Uhr.
Thema

Mehr zu Angriffen auf das Stromnetz

  1. Schwer gerüstete Spezialkräfte bei einer Hausdurchsuchung zu den Sabotageakten an Umspannwerken am 04.09.2026 in Gevelsberg, Nordrhein-Westfalen.
    Exklusiv

    Angriffe auf Umspannwerke:Strom-Sabotage: Unterschlupf des Tatverdächtigen durchsucht

    von Gabi Probst
    mit Video1:32

  2. Stromleitungen vor dem Kraftwerk Jänschwalde in Turnow-Preilack, aufgenommen am 01.09.2026

    Landesinnenminister Jan Redmann:Sabotage in Brandenburg: "Müssen schnell nachrüsten"

    mit Video5:04

  3. Einsatzkräfte einer Polizeihundertschaft durchsuchen am 03.09.2026 weiterhin den Bereich um die Höchstspannungsleitungen im Gebiet um das Umspannwerk Turnow-Preilack und das Kraftwerk Jänschwalde.

  4. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)
    Interview

    Brandenburg und Bergheim:Reul: Stromnetz-Sabotage an zwei Orten wohl "kein Zufall"

    mit Video5:38