In Brandenburg:Mutmaßlicher Russland-Spion festgenommen
In Brandenburg ist ein mutmaßlicher Spion festgenommen worden. Er soll militärisch relevante Informationen an Russland weitergegeben haben.
Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen einen mutmaßlichen Spion, der Kontakte in die Rüstungsindustrie haben soll.
Quelle: Christoph Schmidt/dpaDie Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg einen mutmaßlichen russischen Spion festnehmen lassen. Der Ukrainer soll unter anderem militärisch relevante Informationen gesammelt und dafür auch Kontakte in die europäische Rüstungsindustrie genutzt haben, so der Vorwurf der Karlsruher Behörde.
Laut Anklage habe er etwa Erkenntnisse über die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Explosivstoffen zusammengetragen. Außerdem habe er Informationen über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der Nato-Ostflanke gesammelt.
Die Bundesregierung wirft Russland hybride Angriffe auf Deutschland vor. Es geht um Cyberangriffe, Spionage, Sabotage und Wahlkampf-Einmischung.
13.12.2025 | 2:49 minVorwurf: Geheimdienstliche Agententätigkeit
Seit Juli 2025 soll er der Bundesanwaltschaft zufolge über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Nachrichtendienst gestanden haben. Vorgeworfen wird ihm geheimdienstliche Agententätigkeit.
Beamte des Bundeskriminalamts nahmen den Mann am Donnerstag im Landkreis Oder-Spree fest. Er soll am Freitag einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Mehrere mutmaßliche Russland-Spione festgenommen
In diesem Jahr wurden in Deutschland schon mehrere mutmaßliche Spione festgenommen, die im Auftrag russischer Geheimdienste tätig gewesen sein sollen. Im Januar ließ die Bundesanwaltschaft in Berlin eine Frau festnehmen, die für einen Geheimdienstmitarbeiter in der russischen Botschaft Informationen beschafft und ihm beim Aufbau von Kontakten geholfen haben soll.
Russland führe einen Schattenkrieg, warnt der BND. Festgenommen wurde auch dessen früherer Chef August Hanning. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
08.10.2026 | 40:12 minIn der ersten Jahreshälfte folgten mehrere weitere Festnahmen mutmaßlicher Agenten, die für Russland vor allem Informationen mit Bezug auf den Ukraine-Krieg beschafft haben sollen. Eine Rumänin und ein Ukrainer sollen laut Bundesanwaltschaft etwa eine Person ausgespäht haben, die von Deutschland aus Drohnen und Bauteile in die Ukraine lieferte. Ein anderer Verdächtiger soll einen in Deutschland lebenden Ex-Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte ausspioniert haben.
Generalbundesanwalt: Vorbereitung von Sabotage
Generalbundesanwalt Jens Rommel hatte im Juni betont, dass durch russische Spione nicht nur Informationen gesammelt werden sollen. "Vielmehr dürften Aktionen in der Regel zur Vorbereitung weiterer geheimdienstlicher Maßnahmen dienen - namentlich Sabotage oder womöglich sogar Angriffe auf ausgespähte Zielpersonen", erklärte Rommel damals. Ziel scheine häufig zu sein, die deutsche Unterstützung für die Ukraine zu untergraben.
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