heute journal - der Podcast:Spionage-Verdacht: Wie sicher ist der BND? Mit Luca Manns und Nico Lange
Der Bundesnachrichtendienst hat diese Woche für viele Schlagzeilen gesorgt. Zum einen durch die drastische Warnung vor Russland. Es führe „einen Schattenkrieg gegen uns“, so BND-Chef Martin Jäger. Zum anderen wurde der frühere BND-Chef August Hanning festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Helene Reiner und Christian Sievers fragen in dieser Folge, wie der BND arbeitet und warum er immer wieder mit Skandalen in die Schlagzeilen gerät. Sie sprechen darüber, ob der Geheimdienst mehr Befugnisse braucht und sie klären, was hinter dem Begriff „Schattenkrieg“ steckt.
Darüber sprechen sie mit Nico Lange vom Institut für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit und mit dem Geheimdienstexperten Luca Manns von der Forschungsstelle Nachrichtendienste der Uni Köln.
Offiziell gibt es in Deutschland keine Geheimdienste, sondern Nachrichtendienste. Dahinter steckt eine Lehre aus der NS-Zeit: Die Gestapo hat damals Menschen bespitzelt und gleichzeitig selbst verhaftet und gefoltert. Sie war damit Ankläger und Richter in einem. Die Alliierten und später die Bundesrepublik haben daraus die Konsequenz gezogen, Nachrichtendienste und Polizei zu trennen.
Der BND darf deshalb ausschließlich Informationen sammeln und auswerten. Daraus entstehen Analysen, die er der Bundesregierung zur Verfügung stellt. Er darf niemanden festnehmen, keine Wohnungen durchsuchen oder Strafverfahren einleiten.
Der BND nutzt zur Informationsbeschaffung unterschiedliche Quellen. Zum einen wertet er öffentliche Informationen aus, zum Beispiel aus sozialen Medien. Außerdem hat er im Ausland eigene Vertretungen und arbeitet mit Informanten zusammen. Zusätzlich fängt er Telefonate, E-Mails und Datenverkehr im Ausland ab. Dazu kommt der Austausch mit Partnerdiensten, unter anderem NSA und CIA aus den USA.
Der BND darf deshalb ausschließlich Informationen sammeln und auswerten. Daraus entstehen Analysen, die er der Bundesregierung zur Verfügung stellt. Er darf niemanden festnehmen, keine Wohnungen durchsuchen oder Strafverfahren einleiten.
Der BND nutzt zur Informationsbeschaffung unterschiedliche Quellen. Zum einen wertet er öffentliche Informationen aus, zum Beispiel aus sozialen Medien. Außerdem hat er im Ausland eigene Vertretungen und arbeitet mit Informanten zusammen. Zusätzlich fängt er Telefonate, E-Mails und Datenverkehr im Ausland ab. Dazu kommt der Austausch mit Partnerdiensten, unter anderem NSA und CIA aus den USA.
Für den Bundesnachrichtendienst arbeiten rund 6.500 Menschen, an den Standorten in Berlin und Pullach bei München. Der BND untersteht direkt dem Kanzleramt und wird vom parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags überwacht.
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