Renten steigen voraussichtlich um über vier Prozent

Einschätzung der Bundesregierung:Renten steigen voraussichtlich um über vier Prozent

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Die Bezüge der über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner steigen zum 1. Juli 2027 voraussichtlich nochmal um mehr als vier Prozent. Davon geht die Bundesregierung aus.

Ein älteres Paar geht mit Nordic Walking-Stöcken durch eine Grünanlage.

Im Herbst des Lebens etwas mehr Geld zur Verfügung haben - für viele Rentner ist das kein Luxus, sondern lebenswichtig.

Quelle: Frank Hörmann / SVEN SIMON

Die Bezüge der über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner steigen im Sommer voraussichtlich erneut um mehr als vier Prozent. Wie das ZDF aus Regierungskreisen erfuhr, geht das Bundesministeriums für Arbeit von einer Anhebung um 4,1 Prozent aus. Genaue Daten sollen im März vorliegen.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte zuerst über die am 1. Juli 2027 anstehende Erhöhung berichtet.

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Seit Sommer liegt der Entwurf der Rentenkommission vor - einige Punkte sind strittig. Einen Gesetzentwurf aus dem Arbeitsministerium gibt es bislang nicht. Ändert sich das mit dem neuen Minister?

18.10.2026 | 3:47 min

Bereits im Juli waren Renten gestiegen

Bereits im vergangenen Juli waren die Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Die erste Schätzung vom Herbst 2025 für diesen Anstieg hatte noch einen Wert von 3,7 Prozent ergeben. Auch bei der nun anstehenden Rentenanpassung wird die genaue Zahl erst noch ermittelt.

Bei einem Anstieg um 4,1 Prozent würde eine monatliche Rente von 1.000 Euro zum Beispiel um 41 Euro steigen.

SPD: Gute Nachricht für Rentner

Die stellvertretende Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt, lobte die Entscheidung: "Für mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner ist das eine richtig gute Nachricht", sagte sie in Berlin. Wenn der Einkauf teurer geworden sei, die Nebenkosten gestiegen und viele genau rechnen müssten, "macht eine Rentenerhöhung um voraussichtlich 4,1 Prozent im Alltag einen spürbaren Unterschied", betonte Schmidt.

Wer ein Leben lang gearbeitet, Kinder großgezogen, Angehörige gepflegt und unsere Gesellschaft mitgetragen hat, muss sich auf eine gute und verlässliche Rente verlassen können.

Stellv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt

Dafür stehe die SPD, so Schmidt. Wenn die Löhne stiegen, müssten auch die Rentnerinnen und Rentner daran teilhaben. Es gehe um "Respekt vor der Lebensleistung".

DGB

Die DGB-Rentenkommission hat heute ihre Vorschläge für eine umfassende Rentenreform vorgestellt. Sie unterscheiden sich deutlich von denen der Alterssicherungskommission der Bundesregierung.

28.10.2026 | 1:33 min

Bericht: Beitragssatz bleibt stabil

Maßgeblich für die Berechnung sind die jüngsten Annahmen zur Lohnentwicklung. So dürfte die geschätzte Rentenanpassung laut dem Bericht im kommenden Jahr niedriger ausfallen als noch im Sommer mit 4,4 Prozent angenommen.

Steigernd wirkt sich eine Fixierung der sogenannten Haltelinie beim Rentenniveau aus, die die Koalition Ende vergangenen Jahres mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat.

Mirko Drotschmann xplained

Viele Deutsche finden, dass Lasten ungerecht verteilt sind. Woran machen wir "Gerechtigkeit" bei Rente, Pflege oder den Krankenkassen eigentlich fest - und was könnte sich ändern?

15.10.2026 | 9:22 min

Bis 2031 gilt, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen. Der Beitragssatz bleibt laut dem Bericht 2027 stabil bei 18,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. 2028 soll der Beitragssatz auf 19,7 Prozent steigen. Der Anstieg soll sich 2040 auf 21,0 Prozent fortsetzen.

Quelle: dpa, ZDF
Über die Entwicklungen bei der Rente berichtet das ZDF fortlaufend. Zuletzt etwa am 18. Oktober in der Sendung Berlin direkt um 19:10 Uhr.

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