NRW-Landeschef zieht Kandidatur zurück:FDP-Parteivorsitz: Höne macht Weg für Kubicki frei
Für Wolfgang Kubicki rückt der Parteivorsitz der FDP näher. NRW-Landeschef Henning Höne hat sich aus dem Rennen zurückgezogen. Es gehe ihm darum, "die Kräfte zu bündeln".
NRW-Landeschef Henning Höne hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der FDP zurückgezogen. Bei der Neuaufstellung der Partei läuft damit alles auf Wolfgang Kubicki als künftigen Parteichef zu.
15.05.2026 | 0:44 minDer nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Höne werde nur noch als erster stellvertretender Bundesvorsitzender kandidieren, bestätigte ein Sprecher der FDP NRW. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Damit bleibt zunächst nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz.
"Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist", sagte Höne der "FAZ" in einem Doppelinterview mit Kubicki.
Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung.
Henning Höne, nordrhein-westfälischer FDP-Landeschef
FDP-Vize Kubicki will Parteichef werden und verspricht, die Partei wieder erfolgreich zu machen. Der amtierende Chef Dürr zieht daraufhin zurück und unterstützt ihn. Wulf Schmiese berichtet.
05.04.2026 | 1:52 minAus Team Lindner-Kubicki soll Team Kubicki-Höne werden
Beide Politiker betonten, dass sie den Schritt in den vergangenen Tagen gemeinsam geplant hätten. Kubicki sagte:
Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen.
Wolfgang Kubicki, FDP-Politiker
Dafür wollten sie wie schon 2013 ihre Kräfte bündeln. Damals habe das Team Christian Lindner und Wolfgang Kubicki geheißen, "jetzt heißt es Kubicki-Höne". Der Bundesparteitag biete die Chance, "dass wir uns geschlossen und schlagkräftig präsentieren".
FDP-Politiker Wolfgang Kubicki will für den Vorsitz seiner Partei kandidieren. Der bisherige FDP-Chef Dürr erklärte derweil, bei der Vorsitzendenwahl nun doch nicht antreten zu wollen.
05.04.2026 | 0:21 minKubicki zufolge muss die FDP ihren Blick "jetzt geschlossen auf den Erfolg richten". Die Unzufriedenheit mit der im Bund regierenden schwarz-roten Koalition sei "historisch". "Wir können es uns nicht leisten, uns lange mit uns selbst zu beschäftigen. Wir müssen auf dem Parteitag jetzt zeigen: Wir sind eine kampfbereite Truppe, die man unterstützen kann, wenn dieses Land tatsächlich wieder auf einen 'gelben' Zweig kommen soll."
Kubicki: Sind "keine One-Man-Show"
In der künftigen FDP-Führung solle Höne als Vorsitzender des größten Landesverbandes "und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen wir noch präsent sind", eine herausgehobene Rolle spielen, sagte Kubicki. Der 74-Jährige betonte: "Abgesehen davon sind wir sowieso keine One-Man-Show und werden es auch künftig nicht sein."
Diese Aufstellung ermögliche es ihm, einen noch stärkeren Fokus auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in knapp einem Jahr zu legen, sagte Höne. "Wolfgang kümmert sich schwerpunktmäßig um Berlin, mein Schwerpunkt ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen."
Nach dem schlechten Abschneiden bei den Landtagswahlen zog die FDP Konsequenzen. Die komplette Parteispitze um den Vorsitzenden Christian Dürr trat zurück.
24.03.2026 | 1:49 minGesamte FDP-Führung trat nach Wahldebakel zurück
Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.
Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.
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