FDP: Henning Höne zieht Kandidatur für Bundesvorsitz zurück

NRW-Landeschef zieht Kandidatur zurück:FDP-Parteivorsitz: Höne macht Weg für Kubicki frei

|

Für Wolfgang Kubicki rückt der Parteivorsitz der FDP näher. NRW-Landeschef Henning Höne hat sich aus dem Rennen zurückgezogen. Es gehe ihm darum, "die Kräfte zu bündeln".

10.05.2026, Berlin: Henning Höne, Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz, spricht bei einer Kandidatenvorstellungsrunde im Vorfeld des FDP-Bundesparteitages im Hans-Dietrich-Genscher-Haus.

NRW-Landeschef Henning Höne hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der FDP zurückgezogen. Bei der Neuaufstellung der Partei läuft damit alles auf Wolfgang Kubicki als künftigen Parteichef zu.

15.05.2026 | 0:44 min

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den FDP-Bundesvorsitz zurück. Höne werde nur noch als erster stellvertretender Bundesvorsitzender kandidieren, bestätigte ein Sprecher der FDP NRW. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Damit bleibt zunächst nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den FDP-Bundesvorsitz.

"Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist", sagte Höne der "FAZ" in einem Doppelinterview mit Kubicki.

Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung.

Henning Höne, nordrhein-westfälischer FDP-Landeschef

SGS Schmiese

FDP-Vize Kubicki will Parteichef werden und verspricht, die Partei wieder erfolgreich zu machen. Der amtierende Chef Dürr zieht daraufhin zurück und unterstützt ihn. Wulf Schmiese berichtet.

05.04.2026 | 1:52 min

Aus Team Lindner-Kubicki soll Team Kubicki-Höne werden

Beide Politiker betonten, dass sie den Schritt in den vergangenen Tagen gemeinsam geplant hätten. Kubicki sagte:

Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen.

Wolfgang Kubicki, FDP-Politiker

Dafür wollten sie wie schon 2013 ihre Kräfte bündeln. Damals habe das Team Christian Lindner und Wolfgang Kubicki geheißen, "jetzt heißt es Kubicki-Höne". Der Bundesparteitag biete die Chance, "dass wir uns geschlossen und schlagkräftig präsentieren".

Wolfgang Kubicki von schräg unten fotografiert.

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki will für den Vorsitz seiner Partei kandidieren. Der bisherige FDP-Chef Dürr erklärte derweil, bei der Vorsitzendenwahl nun doch nicht antreten zu wollen.

05.04.2026 | 0:21 min

Kubicki zufolge muss die FDP ihren Blick "jetzt geschlossen auf den Erfolg richten". Die Unzufriedenheit mit der im Bund regierenden schwarz-roten Koalition sei "historisch". "Wir können es uns nicht leisten, uns lange mit uns selbst zu beschäftigen. Wir müssen auf dem Parteitag jetzt zeigen: Wir sind eine kampfbereite Truppe, die man unterstützen kann, wenn dieses Land tatsächlich wieder auf einen 'gelben' Zweig kommen soll."

Kubicki: Sind "keine One-Man-Show"

In der künftigen FDP-Führung solle Höne als Vorsitzender des größten Landesverbandes "und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen wir noch präsent sind", eine herausgehobene Rolle spielen, sagte Kubicki. Der 74-Jährige betonte: "Abgesehen davon sind wir sowieso keine One-Man-Show und werden es auch künftig nicht sein."

Diese Aufstellung ermögliche es ihm, einen noch stärkeren Fokus auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in knapp einem Jahr zu legen, sagte Höne. "Wolfgang kümmert sich schwerpunktmäßig um Berlin, mein Schwerpunkt ist die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen."

Christian Dürr

Nach dem schlechten Abschneiden bei den Landtagswahlen zog die FDP Konsequenzen. Die komplette Parteispitze um den Vorsitzenden Christian Dürr trat zurück.

24.03.2026 | 1:49 min

Gesamte FDP-Führung trat nach Wahldebakel zurück

Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde und flog aus dem Parlament. Sie sitzt auch nur noch in 6 der 16 Landesparlamente. In diesem Jahr musste sie bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent schwere Niederlagen einstecken.

Daraufhin trat die gesamte Führung der Bundespartei zurück. Der bisherige Vorsitzende Christian Dürr kündigte zunächst an, beim Parteitag Ende Mai erneut anzutreten. Er zog dann aber zurück, als Kubicki seine Kandidatur anmeldete.

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.

Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.

→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen


Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 15.05.2026 ab 19:09 Uhr und ZDFheute Xpress in dem Beitrag "FDP-Vorsitz: Höne zieht Kandidatur zurück" um 20:17 Uhr.
Thema

Mehr zur FDP

  1. Christian Lindner

    Ehemaliger FDP-Chef und Finanzminister:Christian Lindner wird Konzernchef der Autoland AG

    mit Video0:29

  2. Ex-Bundesverkehrsminister Volker Wissing zu Gast in der Sendung "Markus Lanz"

    FDP-Debatte bei "Lanz":Wissing: Kein Kontakt mit Lindner seit Ampel-Aus

    von Felix Rappsilber
    mit Video76:09

  3. Christian Dürr

    Nach Wahlniederlagen in den Ländern:FDP-Chef Dürr tritt zurück - vorerst

    von Britta Buchholz
    mit Video6:55

  4. Guido Westerwelle, Archivbild

    Zehn Jahre nach seinem Tod:Was Guido Westerwelle der FDP hinterlässt

    von Britta Buchholz
    mit Video6:55