Linksextremistische Organisation:Linken-Spitzenkandidatin Eralp war Mitglied der Roten Hilfe
Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp war jahrelang Mitglied bei der Roten Hilfe. Der Verein gilt als linksextremistisch und wird seit 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet.
Die Linke könnte mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals eine Regierende Bürgermeisterin in Berlin stellen.
Quelle: ddpDie Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzende der Berliner Linken, Elif Eralp, war mehrere Jahre Mitglied des Vereins Rote Hilfe. Sie sei aber im vergangenen Jahr ausgetreten, teilte der Landesverband der Partei auf dpa-Anfrage mit.
Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Der Landesverfassungsschutz erwähnt die Rote Hilfe in seinem jüngsten Jahresbericht als größte linksextremistische Organisation in Berlin.
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29.09.2026 | 1:36 minRote Hilfe unterstützt linke Aktivisten
Die Rote Hilfe versteht sich laut ihrer Satzung als "linke Schutz- und Solidaritätsorganisation" für alle, die aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt würden, wie der Verfassungsschutz in seinem Bericht aus dem Jahr 2025 erwähnt. "Sie unterstützt von Strafermittlungen Betroffene materiell und politisch. Ausschlaggebend ist allein die politisch linke Motivation der Tat", heißt es weiter.
Der Verein mit Hauptsitz im niedersächsischen Göttingen wird seit 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet. Nicht alle Mitglieder des Vereins verfolgten selbst verfassungsfeindliche Zielsetzungen, heißt es im Bericht. Die Gegnerschaft der Organisation und ihrer Entscheidungsträger zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung sei jedoch ein Grund für die Beobachtung durch die Verfassungsschützer.
Die Linken haben Innenminister Alexander Dobrindt nach einer Aussage über Elif Eralp im Zusammenhang mit Antisemitismus-Vorwürfen in der Sendung "maybrit illner" angezeigt.
28.09.2026 | 0:27 minBerliner Linke: Eralp war "passives Mitglied"
Nach Angaben von Linke-Landesgeschäftsführer Bjoern Tielebein ist Eralp der Roten Hilfe während ihres Jurastudiums in Hamburg beigetreten. "Weil sie unterstützen wollte, dass Menschen einen juristischen Beistand haben, die sich für linke und soziale Themen engagieren, auch wenn sie selbst nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen", teilte er mit.
"Sie war über Jahre passives Mitglied und ist wegen teilweise anderer politischer Ansichten im letzten Jahr noch vor der Spitzenkandidatur ausgetreten." Ihre Mitgliedschaft sei auf ihrer Homepage und der des Abgeordnetenhauses immer transparent gewesen.
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26.09.2026 | 4:32 minEralp will Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden
Eralp war im Oktober 2025 zur Spitzenkandidatin der Berliner Linken gewählt worden. Mit ihr an der Spitze gewann die Linke die Abgeordnetenhauswahl am 20. September deutlich vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU.
Für Donnerstag sind Vorgespräche für mögliche Sondierungen der Linken mit Grünen und SPD geplant. Eralp hat nach dem Wahlsieg der Linken erklärt, Regierende Bürgermeisterin in Berlin werden zu wollen.
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