DGB-Chefin fordert Vermögensteuer und höhere Erbschaftsteuer

Vor Koalitionsgipfel:DGB-Chefin fordert Vermögensteuer und höhere Erbschaftsteuer

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Vor dem Koalitionsgipfel erhöht der DGB den Druck auf Union und SPD. Chefin Yasmin Fahimi fordert höhere Steuern für Reiche und übt scharfe Kritik am Sparkurs der Regierung.

Geldscheine liegen auf einem Tisch.

Nach Berechnungen der Unternehmensberatung BGC besitzen rund 5.000 Superreiche mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland - rund 1.100 Menschen mehr im Vergleich zum Vorjahr.

27.05.2026 | 0:22 min

DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert vor dem Koalitionsgipfel in der kommenden Woche von Union und SPD eine stärkere Belastung großer Vermögen und Erbschaften. Es sei "geboten, den historischen Moment ernst zu nehmen und eine Vermögensabgabe einzufordern, die entweder einmalig oder über zehn Jahre gestreckt erhoben werden kann", sagte Fahimi der "Zeit". Ein solcher Schritt "würde niemanden arm machen".

Mit Blick auf die von der Regierung geplante Einkommensteuerreform forderte die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) höhere Spitzen- und Reichensteuersätze sowie die Wiedererhebung der Vermögensteuer. Es könne nicht sein, dass normale Erbschaften stärker belastet würden als "milliardenschwere Erben großer Unternehmen", sagte sie.

Partygäste halten am in Berlin Gläser mit Prosecco in den Händen.

Immer mehr Menschen sind auf Hilfe angewiesen, gleichzeitig wächst das Vermögen der Reichsten immer schneller. Soziale Ungleichheit schwäche die Demokratie, warnt die Organisation Oxfam.

19.01.2026 | 2:27 min

Fahimi: Reformen bisher nur Kürzungsprogramme

Fahimi warf der Bundesregierung vor, Reformen vor allem nach "Gesichtspunkten der Haushaltskonsolidierung" zu betreiben. Bei den bisher bekannten Vorhaben erkenne sie "kaum strukturelle Verbesserungen, sondern im Wesentlichen Kürzungsprogramme". Die Regierung tue so, "als könne man Wirtschaftspolitik durch Sozialkürzungen ersetzen", kritisierte die Gewerkschaftschefin. Das halte der DGB "im Grundsatz für falsch".

Der Koalitionsausschuss soll am 1. Juli zusammenkommen. Geplant sind laut Regierung konkrete Beschlüsse, mit denen die Koalition ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen wolle.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 26.06.2026 um 08:50 Uhr.

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