Zehntausende protestieren gegen Energiepolitik

Gegen fossile Energien:Zehntausende protestieren gegen Energiepolitik

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Laut Veranstalter demonstrierten am Samstag Zehntausende gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Im Zentrum der Kritik: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche.

18.04.2026, Bayern, München: Demonstranten heben bei der Demonstration unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen“ ihre Hände vor dem Siegestor.

Tausende Menschen haben unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen" in mehreren deutschen Großstädten demonstriert. Sie forderten eine Abkehr von fossilen Energien.

18.04.2026 | 1:09 min

In mehreren Großstädten haben Menschen gegen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung protestiert. In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben rund 9.000 Demonstranten. Zu den Rednerinnen und Rednern in der Hauptstadt gehörte Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Teilnehmer einer Demo in München warfen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf Transparenten vor, den Erfolg der Energiewende zu gefährden und fossile Energien zu bevorteilen.

Ziel: Schnellerer Umstieg auf nachhaltigere Optionen

Unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen!" hatte ein Bündnis von Umweltorganisationen zu Protesten in Berlin, München, Hamburg und Köln aufgerufen. Im Aufruf hieß es: "Eskalierende Energiepreise, geopolitische Krisen und autoritäre Regime zeigen uns, wie riskant fossile Energien sind."

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16.04.2026 | 1:37 min

Nötig sei nun mehr Tempo beim Ausbau von Sonne- und Windkraft. Wirtschaftsministerin Reiche und Teile der Union wollten dies jedoch ausbremsen. In München bezeichnete der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz, Martin Geilhufe, Reiches Netzpaket als "Teil eines konzertierten Generalangriffes auf Natur, Umwelt und Klima". Die Bundesregierung dürfe den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie nicht abwürgen.

Die Veranstalter sprachen in Berlin von 24.000 und in München von 12.000 Teilnehmern. In allen vier Städten zusammen seien 80.000 Menschen auf die Straße gegangen, hieß es.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 18.04.2026 um 17:15 Uhr.

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