Nach dem CSD-Anschlag:Polizei findet Bekennervideo auf Handy von Abdul B.
Die Ermittler im Fall des CSD-Anschlags haben ein Bekennervideo auf dem Handy des mutmaßlichen Täters Abdul B. gefunden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte das.
Der Tatverdächtige Abdul B. war bereits früher straffällig geworden. Obwohl er als islamistischer Gefährder eingestuft war, kam er wieder frei. Eine Reform des Jugendstrafrechts wird diskutiert.
27.07.2026 | 2:35 minNach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin haben Ermittler auf dem Handy des mutmaßlichen Täters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild". Das Video zeige demnach unter anderem einen Treueschwur auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS).
Ob es sich bei der Person in dem Video sicher um Abdul B. handelt, blieb zunächst offen. Nach Informationen des "Spiegel" ist der Mann auf dem Video verhüllt, es soll sich aber mutmaßlich um Abdul B. handeln.
Nach dem CSD-Attentat wächst die Kritik am Vorgehen der Justiz. "Das Urteil des Jugendgerichts war zum damaligen Zeitpunkt juristisch sehr gut vertretbar", so der Rechtswissenschaftler Matthias Jahn.
28.07.2026 | 6:24 minAbdul B. galt als "Hochrisikoperson"
Der mutmaßliche Attentäter war laut einem Medienbericht von den Behörden vor dem Anschlag auf den Christopher-Street-Day vom Samstag zuletzt als "Hochrisikoperson" eingestuft. Nach am Montag im Portal tagesschau.de veröffentlichten Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" geht dies auf die Bewertung durch ein Analysetool des Bundeskriminalamts (BKA) zurück.
Bei dem Anschlag waren eine Frau aus Polen getötet worden und, wie es zunächst hieß, 29 weitere Menschen teils schwer verletzt worden. Bei einer Pressekonferenz sprach Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner heute von 31 Verletzten. Nach Angaben von Wegner sei die Frau mit ihrer Tochter in Berlin gewesen. Aus dem Außenministerium in Warschau hieß es am Montag, die erwachsene Tochter werde in einem Krankenhaus behandelt, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Sie wurde demnach über den Tod ihrer Mutter informiert.
Auch Staatsanwaltschaft in Warschau nimmt Ermittlungen auf
Wegen des Todes der polnischen Staatsbürgerin hat auch die Staatsanwaltschaft in Warschau Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt werde wegen eines Terroranschlags, teilte die Behörde auf X mit.
Nach dem Attentat auf den Berliner CSD vergangenen Samstag bleiben viele offene Fragen – auf die Trauer folgen Forderungen nach umfangreicher Aufarbeitung.
28.07.2026 | 2:30 minAbdul B. wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz erschossen. Er war mehrfach vorbestraft und hatte 2025 versucht, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat anzuschließen. Der CSD in Berlin war am Samstag abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 31 weitere Menschen wurden verletzt. Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
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