Bundeskriminalamt sieht 410 Menschen als islamistische Gefährder

Terrorismus und Extremismus:BKA stuft 410 Menschen als islamistische Gefährder ein

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Nach dem Anschlag auf den CSD kommt es zu einer politischen Debatte: Wie geht man mit islamistischen Gefährdern in Deutschland um? Das BKA zeigt auf, um wie viele Menschen es geht.

Nach dem Angriff auf CSD in Berlin

Der Tatverdächtige Abdul B. war bereits früher straffällig geworden. Obwohl er als islamistischer Gefährder eingestuft war, kam er wieder frei. Eine Reform des Jugendstrafrechts wird diskutiert.

27.07.2026 | 2:35 min

Das Bundeskriminalamt (BKA) betrachtet laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) derzeit 410 Menschen als islamistische Gefährder. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus/Extremismus zuzuordnen.

Bericht listet auch Gefährder aus Rechts- und Linksextremismus

Hinzu kämen 65 Gefährder im Bereich Rechtsextremismus und 17 Gefährder im Bereich Linksextremismus. Die Zahlen spiegeln den Stand 1. Juli 2026 wider. Als Gefährder gelten Menschen, denen größere Gewalttaten wie Anschläge zugetraut werden.

Die Gründe für eine Ein- oder Ausstufung von Gefährdern durch die Polizeien der Bundesländer seien vielfältig und unterlägen jeweils einer Einzelfallbetrachtung, erläuterte das BKA dem RND-Bericht zufolge. Die Anzahl der Gefährder unterliege folglich Schwankungen. Sie gebe als alleiniges Kriterium keinen Aufschluss über die Gefährdungslage.

Bild von zwei Füßen mit Fußfessel

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD werden Rufe nach Konsequenzen lauter – etwa, das Strafrecht zu verschärfen oder Präventionsangebote zu verbessern.

27.07.2026 | 2:43 min

Angriff beim CSD in Berlin

Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Rande des CSD in Berlin am Samstagabend Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau aus Polen wurde tödlich und weitere 29 Menschen teils lebensgefährlich verletzt.

Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen. Die Tat hat eine Diskussion um einen verschärften Umgang mit extremistischen Gefährdern entfacht.

 Am Tatort legt ein Mann eine Blume nieder.

Während in Berlin weiter Menschen zusammen gedenken, entfacht nach dem CSD-Anschlag eine Strafrechtsdebatte – dabei geht eine große Gefahr für Queers auch von rechts aus.

27.07.2026 | 2:35 min

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF spezial am 27.07.2026 ab 19:25 Uhr.

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