Terroranschlag auf CSD Berlin: Wer war Abdul B.?

Terroranschlag auf CSD Berlin:Wer war der mutmaßliche Täter Abdul B.?

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Er hat mutmaßlich den Terroranschlag beim CSD Berlin verübt, nun ist Abdul B. tot. Er wurde in den vergangenen Jahren mehrfach verurteilt.

People mourn in front of the Brandenburg Gate after taking part in a mourning march near the scene where a vehicle was driven into a crowd beside the Christopher Street Day (CSD) parade route in Berlin.

Ein mutmaßlicher Islamist raste in Berlin in CSD-Besucher und griff Menschen mit einer Machete an. Eine Person starb, 29 wurden verletzt. Der Täter wurde erschossen.

26.07.2026 | 2:38 min

Nach der Attacke am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndete die Polizei nach Abdul B., nun ist er tot. Der mutmaßliche Attentäter war schon vor dem wohl islamistisch motivierten Anschlag polizeibekannt. Am Sonntagnachmittag äußerte sich erst der Bundesinnenminister, kurze Zeit später die Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

In Deutschland geboren, libanesische Wurzeln

Abdul B. ist 21 Jahre alt geworden, im Jahr 2005 in Deutschland geboren und in der Hauptstadt aufgewachsen. Der Tatverdächtige sei deutscher Staatsbürger mit libanesischem Hintergrund, erklärte Dobrindt. Der mutmaßliche Angreifer sei schon in der Vergangenheit "auffällig" geworden. Dobrindt sprach von einem "hohen Maß von Straftaten" und einer "islamistischen Radikalisierung".

B. war bereits mehrfach verurteilt

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin veröffentlichte am Sonntag eine Pressemitteilung mit weiteren Details zur Vergangenheit des Tatverdächtigen. Bereits im Februar 2022 war der mutmaßliche Angreifer in einem Verfahren wegen Körperverletzung sowie räuberischer Erpressung verurteilt worden. Eine jugendrichterliche Weisung wurde erteilt, die zwischenzeitlich erfüllt wurde.

Am 12. Mai 2026, also vor zwei Monaten, verurteilte das Amtsgericht Tiergarten Abdul B. zudem wegen der "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" sowie "Zuwiderhandlung gegen ein vollziehbares Verbot nach dem Vereinsgesetz" zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Der Haftbefehl wurde aufgehoben.

Dunja Hayali und Peter Neumann

Der CSD-Attentäter hätte keine Bewährung bekommen sollen, sagt Terrorismusexperte Peter Neumann. Um solche Taten zu verhindern, brauche es harte Strafen, aber auch Prävention.

26.07.2026 | 5:08 min

Sympathien für "Islamischen Staat"

Grund für das Urteil, so schreibt die Generalstaatsanwaltschaft: "In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 soll Abdul B. den Wunsch entwickelt haben, sich dem bewaffneten Kampf des IS anzuschließen." Dazu soll er versucht haben, über den Libanon nach Syrien zu gelangen. Im Libanon sei er allerdings festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. "Ein Militärgericht verurteilte ihn unter anderem wegen Anstiftung zu religiösen und konfessionellen Konflikten zu drei Monaten Haft", so die Mitteilung.

Dunja Hayali und Carsten Behrendt

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin wurde in einer Kleingartenkolonie erschossen. Laut Polizei stürmte er mit einer Stichwaffe auf Beamte zu, so ZDF-Reporter Carsten Behrendt.

26.07.2026 | 3:17 min

Im November 2025 kehrte B. dann nach Deutschland zurück und wurde am Flughafen aufgrund eines damaligen Haftbefehls festgenommen. Nach mehreren Monaten Untersuchungshaft soll er sich in der anschließenden Hauptverhandlung "überwiegend geständig eingelassen" und "vom IS distanziert" haben. Die Verurteilung zu einem Jahr und zehn Monaten war jedoch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte und eine höhere, nicht mehr bewährungsfähige Jugendstrafe sowie die Aufrechterhaltung des Haftbefehls beantragt hatte.

Anschlag in Berlin
:Nach CSD-Angriff: Rufe nach schärferem Strafrecht

Eine Tote, mehrere Verletzte: Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim CSD in Berlin werden Rufe nach rechtlichen Konsequenzen laut. Alle News im Liveblog.
Ein Polizeibeamter geht an den Wohnblöcken vorbei, in denen  in der Nacht eine Wohnung durchsucht wurde.
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Quelle: epd, dpa
Über dieses Thema berichtet das ZDF fortlaufend, unter anderem im ZDF spezial am 26.07.2026 ab 19:10 Uhr.
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