AfD-Abgeordneter Moosdorf wegen Hitlergrußes angeklagt

Ermittlungen im Bundestag:Hitlergruß-Vorwurf: Anklage gegen AfD-Abgeordneten Moosdorf

|

Die Staatsanwaltschaft Berlin erhebt Anklage gegen AfD-Politiker Moosdorf. Er soll im Bundestag den Hitlergruß gezeigt haben. Moosdorf hat bereits Ärger innerhalb der Fraktion.

Matthias Moosdorf (AfD) steht am Rednerpult im Bundestag.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf ist wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen angeklagt worden.

15.12.2025 | 0:29 min

Er soll im Bundestag den Hitlergruß gezeigt und dabei die Hacken zusammengeschlagen haben - nun hat die Staatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen den AfD-Abgeordneten Matthias Moosdorf erhoben. Das Parlament hatte zuvor im Oktober die Immunität des 60-Jährigen aufgehoben, der die Vorwürfe bestreitet.

Die Ermittler werfen ihm das Verwenden verfassungswidriger Kennzeichen vor. Konkret soll er am 22. Juni 2023 während einer laufenden Bundestagssitzung einen Parteikollegen im Bereich der Garderobe am Zugang Ost zum Reichstagsgebäude mit der verbotenen Geste begrüßt haben.

Moosdorf nennt Vorwurf "abwegig"

Dem Angeschuldigten soll dabei bewusst gewesen sein, dass die Grußform der verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) für andere im Eingangsbereich wahrnehmbar gewesen ist. Angeklagt wird Moosdorf wegen des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen. Er teilte auf Anfrage mit: "Der Vorwurf ist skurril und nichts ist abwegiger als dieser Vorwurf."

Moosdorf hatte zuletzt auch innerhalb der Fraktion Ärger. Der ehemalige außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion wurde Mitte September dazu verpflichtet, nach einer nicht genehmigten Russlandreise ein fraktionsinternes Ordnungsgeld in Höhe von 2.000 Euro zu zahlen.

Quelle: dpa, epd
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "AfD-Politiker wegen Hitlergrußes angeklagt" am 15.12.2025 um 12:17 Uhr.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen

Jetzt aktivierenMehr erfahren

Mehr zur AfD

  1. Karin Prien bei der Pressekonferenz der CDU nach Gremniensitzung in Berlin

  2. Logo der Partei Alternative für Deutschland (AfD). (Symbolbild)

    Die Lücken der Parteien:Wie die AfD die Ostidentität besetzt

    von Melanie Haack und Daniela Sonntag
    mit Video20:20

  3. Angela Merkel

  4. Sarah Tacke im Gespräch mit Alexander Thiele