Nachfolge für Junge Alternative:AfD beschließt Gründung neuer Jugendorganisation
Die AfD hat auf ihrem Parteitag die Gründung einer neuen Jugendorganisation beschlossen. Knapp 72 Prozent der Delegierten stimmten im sächsischen Riesa dafür.
Einigen in der Mutterpartei ist die "Junge Alternative" zu radikal. Was das für die Zukunft der AfD-Jugendorganisation bedeutet, zeigt Nicole Diekmann bei Inside PolitiX.
11.01.2025 | 11:01 minDie Nachwuchsorganisation der AfD, die Junge Alternative (JA), soll durch eine neue Organisation ersetzt werden. Mit notwendiger Zweidrittelmehrheit entschied der AfD-Parteitag in Riesa eine entsprechende Änderung der Satzung der AfD. Der JA-Bundesvorsitzende Hannes Gnauck warb für diesen Schritt.
Den Antrag dafür hatte die Parteispitze eingebracht mit dem Ziel, die Jugendorganisation der AfD enger an die Partei zu binden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet die JA als erwiesen rechtsextremistische Bestrebung, wogegen sich AfD und JA in einem noch laufenden Eilverfahren wehren.
Die AfD-Spitze bereitet eine Umstrukturierung des als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuften Vereins Junge Alternative vor. Das Ziel: mehr Kontrolle über die Parteijugend.
03.12.2024 | 2:37 minJA-Mitglieder mussten bislang keine Parteimitglieder sein
Die JA ist relativ unabhängig. Mitglieder des Vereins müssen - bis auf die Vorstände - nicht in der AfD sein. In der künftigen Patriotischen Jugend soll das nicht möglich sein: Jeder der dort mitmachen will, soll auch AfD-Mitglied sein, außer Jugendliche unter 16, die noch kein AfD-Mitglied sein können.
Die Erfolgschancen für die Umstrukturierung der "Jungen Alternative" stünden gut, so ZDF-Korrespondentin Zimmermann. Es gehe der AfD auch darum, die Jugendorganisation zu schützen.
03.12.2024 | 2:18 minDurch die Reform erhofft sich die AfD-Spitze nach eigener Aussage mehr Durchgriff etwa bei Fehlverhalten. Experten sehen als Motivation auch, dass die AfD-Jugend, wenn sie kein eigenständiger Verein mehr ist, besser vor einem möglichen Verbot geschützt wäre.
In der Parteispitze gab es bereits seit längerem Unzufriedenheit mit der JA. Sie kritisierte, dass die schwer kontrollierbaren Aktivitäten der JA die gesamte AfD in Misskredit bringen könnten.
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