Präsidentenmuseum eröffnet: Obama mahnt zu globaler Kooperation

Eröffnung von Präsidentenmuseum in Chicago:Obama mahnt USA zu globaler Kooperation

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Unterstützt von zahlreichen Prominenten hat der frühere US-Präsident Barack Obama in Chicago sein Präsidentenmuseum eröffnet. Dabei mahnte er die USA zu globaler Kooperation.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama spricht bei der Eröffnung des Barack Obama Presidential Center in Chicago, Illinois.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama spricht bei der Eröffnung des Barack Obama Presidential Center in Chicago, Illinois.

Quelle: AFP

Die USA sollten aus Sicht von Ex-Präsident Barack Obama mehr auf Zusammenarbeit mit anderen Staaten bauen statt auf politische Alleingänge.

Alle Nationen, auch die Vereinigten Staaten, würden "wohlhabender und sicherer", wenn man auf Kooperation setze, "anstatt zu dominieren, zu tyrannisieren und jeden Vorteil auszunutzen, nur weil wir es können", sagte er in einer Rede zur Einweihung seines Präsidentenmuseums in Chicago - ohne aber den wegen seines aggressiven Politikstils umstrittenen amtierenden Präsidenten Donald Trump direkt zu erwähnen.

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Trump fehlte bei der Eröffnung

Obama erinnerte ferner daran, dass niemand über dem Gesetz stehe. Sein neues "Obama Presidential Center" thematisiere daher die Bedeutung der Gewaltenteilung, einer unabhängigen Justiz und einer starken, freien Presse, sagte der Demokrat weiter.

Zu Gast in Chicago waren auch der republikanische Ex-Präsident George W. Bush sowie die beiden früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton und Joe Biden. Auch die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris war anwesend. Nicht dabei war dagegen Trump.

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"Jeder der heute hier anwesenden Präsidenten, so unterschiedlich wir auch sein mögen, hat sein Bestes gegeben, um für diese Werte einzustehen", sagte Obama.

Trotz all unserer Unterschiede können wir uns einander anschauen, uns verstehen und für gemeinsame Ziele eintreten.

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Merkel als Überraschungsgast unter stehendem Beifall

Überraschend nahm auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Feier teil. Die CDU-Politikerin betrat neben einigen anderen ausländischen Regierungschefs die Bühne. Unter anderem waren der frühere kanadische Premierminister Justin Trudeau und der italienische Ex-Premierminister Matteo Renzi dabei. Merkel bekam stehenden Beifall der geladenen Gäste.

Merkel und Obama verbindet eine längere Freundschaft. So wird seine Rede vor dem Brandenburger Tor mit Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel im Museum als Musterbeispiel für Obamas diplomatische Bemühungen gezeigt. Ganz makellos war das Verhältnis allerdings keineswegs: So hatten US-Geheimdienste Merkels Telefon abgehört. Die Kanzlerin reagierte damals verschnupft darauf: "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht", kritisierte sie.

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Unterstützt wurde Obama bei der Eröffnung auch von seiner Frau Michelle und ihren Töchtern Malia und Sasha, sowie zahlreichen Prominenten. Jennifer Hudson sang bei der Feier am Donnerstag die Nationalhymne und Christina Aguilera "What a Wonderful World". Auch ihre Musikerkollegen Bono, John Legend, Marc Anthony, Eddie Vedder, Bruce Springsteen und Stevie Wonder hatten sich angesagt.

Jennifer Hudson, John Legend, Common, Stevie Wonder und Bruce Springsteen treten bei der Einweihungszeremonie für das Obama Presidential Center auf.

Jennifer Hudson, John Legend, Common, Stevie Wonder und Bruce Springsteen treten bei der Einweihungszeremonie für das Obama Presidential Center auf.

Quelle: AP

Das erwartet die Besucher des "Obama Presidential Center"

Das interaktive Museum, das am 19. Juni seine Pforten öffnet, ist im eigentlichen Sinn keine Präsidentenbibliothek, wie sie viele seiner Vorgänger hinterlassen haben. Im "Obama Presidential Center" finden sich weder Bücherwände noch Archive voller Dokumente.

Stattdessen thematisieren Infowände und Videos Verdienste und Errungenschaften des 64-Jährigen - etwa die mühsame Neustrukturierung der Gesundheitsversorgung, "Obamacare" genannt, oder die Tötung des Al-Kaida-Terrorchefs Osama bin Laden. Besucher können durch ein nachgebautes Oval Office in Originalgröße gehen.

Menschen besuchen die Eröffnung des Barack Obama Presidential Center in Chicago, Illinois.

Zahlreiche Menschen besuchen die Eröffnung des Barack Obama Presidential Center in Chicago, Illinois.

Quelle: AFP

Auch wird an die bürgerrechtlichen Errungenschaften in der US-Geschichte erinnert, die Obama zufolge überhaupt erst seine Karriere möglich gemacht haben. Fehltritte und umstrittene Praktiken, wie etwa die gezielten Tötungen von Terroristen in Pakistan, werden hingegen nicht oder nur am Rande thematisiert.

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Quelle: dpa, AP
Über dieses Thema berichtete das heute journal update am 18.06.2026 um 23:55 Uhr.

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