Bericht über Militärdrohnen-Kauf:Kuba: Recht auf Selbstverteidigung bei US-Angriff
Die USA setzen Kuba zunehmend unter Druck. Die Regierung in Havanna macht klar, dass sie bei einem Angriff von dem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen werde.
Sollten die USA sein Land angreifen, berufe man sich auf das Recht auf Selbstverteidigung, erklärte Kubas Vizeaußenminister. (Symbolbild)
Quelle: AFPIm Falle eines militärischen Angriffs der Vereinigten Staaten will Kuba laut Regierung sein "legitimes Recht auf Selbstverteidigung" ausüben. "Die USA sind der Angreifer. Kuba ist das angegriffene Land, das sich auf das Recht auf Selbstverteidigung beruft", schrieb Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossio auf der Plattform X.
Erwägt Kuba, Drohnen gegen USA einzusetzen?
Diese Aussage folgte auf einen Bericht des US-Nachrichtenportals "Axios" zu angeblichen Vorbereitungen des sozialistisch regierten Inselstaates, im Ernstfall Drohnen gegen US-Ziele einzusetzen. Ohne sich direkt auf den Bericht zu beziehen, kritisierte der Vizeminister die Bemühungen, einen Angriff der USA gegen den Karibikstaat mit "immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen" zu rechtfertigen.
CIA-Chef Ratcliffe hat sich in Kuba überraschend mit hochrangigen Vertretern getroffen. Die USA seien zu besseren Beziehungen bereit, wenn Kuba grundlegende Veränderungen umsetze, hieß es.
15.05.2026 | 0:24 minAuch die kubanische Botschaft in Washington sowie das Außenministerium in Havanna bekräftigten auf X das Recht Kubas auf Selbstverteidigung. Mit Vorwänden und Lügen würde die "logische Vorbereitung" auf einen möglichen Angriff als etwas Außergewöhnliches dargestellt, erklärte die Botschaft.
Kubanische Botschaft in den USA
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Bericht: Kuba hat mehr als 300 Militärdrohnen erworben
"Axios" berichtet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen erworben und vor kurzem damit begonnen, Pläne zu erörtern, diese für Angriffe auf den US-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba, auf US-Militärschiffe und möglicherweise auf Key West im US-Bundesstaat Florida zu nutzen, das nur rund 170 Kilometer von Havanna entfernt liegt. Das US-Medium stützt sich dabei auf Geheimdienstinformationen, die ihm vorliegen.
Wegen einer US-Blockade erhält das verarmte Land seit Monaten keine Öllieferungen. Es gibt kaum noch Treibstoff und Strom. Nun droht auch die Tourismusindustrie zusammenzubrechen.
09.05.2026 | 1:52 minDiese Informationen, die als Vorwand für eine militärische Aktion der USA dienen könnten, zeigten, in welchem Maße die Regierung von US-Präsident Donald Trump Kuba als Bedrohung sehe, zitiert "Axios" einen hochrangigen US-Beamten. Neben den Entwicklungen bei Drohnen begründete er das demnach auch mit der Präsenz iranischer Militärberater in Havanna.
Das Nachrichtenportal berichtet allerdings auch, dass US-Beamte nicht davon ausgehen würden, dass Kuba aktiv plane, US-Interessen anzugreifen. US-Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Militärvertreter Kubas Pläne für den Einsatz von Drohnen erörterten, für den Fall, dass es zu Feindseligkeiten komme.
Die US-Sanktionen treffen Kuba hart: Stromausfälle, Benzinmangel, auch Lebensmitteln und Trinkwasser sind knapp. Und dennoch bleibt eine erstaunliche Widerstandskraft.
08.05.2026 | 4:34 minCIA-Chef Ratcliffe in Kuba - mit Trump-Botschaft
Inmitten zunehmender Spannungen zwischen beiden Ländern war der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, am Donnerstag nach Havanna gereist.
Bei seinem Besuch überbrachte er eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump an hochrangige kubanische Regierungsvertreter. Die USA seien nur dann zu einem "ernsthaften Engagement" in Wirtschafts- und Sicherheitsfragen bereit, "wenn Kuba grundlegende Änderungen vornimmt", sagte ein CIA-Vertreter, der nicht genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur Reuters.
Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.
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