G20-Finanztreffen: USA verwehren einzelnen Journalisten Zulassung

US-Ministerium verweigert Akkreditierung:Einzelne Journalisten nicht zu G20-Treffen in USA zugelassen

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Das US-Finanzministerium hat einzelnen Journalisten die Akkreditierung zu einem G20-Finanztreffen verwehrt. Diplomatischer Protest aus der Bundesregierung half nur zum Teil.

US-Finanzminister Bessent vor einem Schild der G20.

Das US-Finanzministerium hat einige Journalisten von dem G20-Treffen in Asheville ausgeschlossen. Das berichtete die "New York Times". Das Ministerium begründete die Entscheidung nicht.

31.08.2026 | 0:39 min

Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalisten die Akkreditierung für das am heutigen Montag beginnende Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina verweigert.

Einzelne Reporter der "New York Times", des "Wall Street Journal" und von Bloomberg News hätten keine Zulassung erhalten, berichtete die "New York Times". Das Finanzministerium begründete die einzelnen Entscheidungen nicht. Finanzminister Scott Bessent sagte der Nachrichtenagentur AP am Sonntag, sie hätten jedoch nichts mit der Sichtweise der Journalisten zu tun.

Medien beklagen Nicht-Zulassung von Journalisten

Die "New York Times" berichtete, es seien Reporter ausgeschlossen worden, die seit Jahren über derartige Zusammenkünfte berichten. In einer Stellungnahme der Zeitung hieß es, die Verweigerung der Akkreditierung sei "nicht nur ein weiterer beunruhigender Versuch der Regierung, unabhängigen Journalismus zu untergraben", sondern dies sei auch der Versuch, "öffentlicher Kontrolle zu entgehen".

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Auch Bloomberg kritisierte die Entscheidung und erklärte, zahlreichen Journalisten der Nachrichtenagentur sei die Akkreditierung verweigert worden.

Wir werden weiterhin für uneingeschränkten Zugang der Presse eintreten, während wir fair und präzise über die Vorgänge berichten.

Stellungnahme von Bloomberg News

Auch Klingbeils Presse-Begleitung betroffen

Auch beim Presse-Tross des deutschen Finanzministers Lars Klingbeil (SPD) gab es Probleme bei der Akkreditierung einzelner Journalisten. Das Bundesfinanzministerium habe sich bei der US-Regierung intensiv für die Zulassung der Journalisten von "New York Times" und Bloomberg zu dem Treffen eingesetzt, hieß es aus Delegationskreisen. Die Akkreditierung des Berliner Korrespondenten der "New York Times" sei zunächst abgelehnt worden - er habe sie dann aber doch noch erhalten.

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Mit Blick auf die Nachrichtenagentur Bloomberg seien die Bemühungen aber erfolglos geblieben, obwohl die Bundesregierung auf hoher diplomatischer Ebene interveniert habe. Dieses Vorgehen gegenüber einer internationalen Nachrichtenagentur sei beispiellos und aus Sicht der Bundesregierung inakzeptabel, hieß es aus der Delegation.

G20-Finanztreffen bis Dienstag angesetzt

US-Finanzminister Bessent ist Gastgeber des Treffens, das bis Dienstag dauert. Neben den Finanzministern nehmen auch Zentralbankchefs und weitere hochrangige Vertreter der 20 führenden Volkswirtschaften teil.

Das US-Finanzministerium teilte mit, zu dem Treffen würden nahezu 300 Medienvertreterinnen und Medienvertreter aus rund einem Dutzend Ländern erwartet. Diese hätten Zugang zu den Entscheidungsträgern und damit gehe die Verantwortung einher, "sachliche Informationen im Einklang mit etablierten journalistischen Standards zu verbreiten".

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Quelle: AP, AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 31.08.2026 in dem Beitrag "USA verwehren einigen Journalisten G20-Zugang" um 11:48 Uhr.

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