US-Militär tötet Extremist bei Vergeltungsschlag in Syrien

Nach Attentat auf drei Amerikaner:US-Militär tötet Extremist bei Vergeltungsschlag in Syrien

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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Extremisten in Syrien getötet. Er soll mit dem Anschlag auf drei Amerikaner im Dezember in Verbindung gestanden haben.

Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) stehen in der Nähe eines US-Militärfahrzeugs der US-geführten Koalition gegen die Gruppe Islamischer Staat in Deir Hafer.

Seit dem Angriff auf drei Amerikaner verübten US-Streitkräfte mehrere Vergeltungsschläge in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

11.01.2026 | 0:17 min

Das US-Militär hat die Tötung des ranghohen Extremisten Bilal Hassan al-Dschasim in Syrien gemeldet.

Er habe mit Al-Kaida in Verbindung gestanden und einen direkten Draht zu einem Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat gehabt, das am 13. Dezember in der Nähe von Palmyra aus dem Hinterhalt zwei US-Soldaten und einen als Dolmetscher tätigen US-Zivilisten attackierte und tötete, teilte das zuständige Zentralkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X zu dem Vergeltungsschlag mit.

X-Post von Centcom:

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Die Militäroperation erfolgte demnach am Freitag im Nordwesten des Landes.

Symbolbild US-Militär

Die USA haben in Syrien mehrere IS-Ziele angegriffen. Der Einsatz sei eine "direkte Reaktion" auf einen Angriff, bei dem drei US-Bürger getötet worden seien, hieß es.

11.01.2026 | 0:17 min

Centcom droht Terroristen: "Wir werden euch finden"

Das Zentralkommando beschrieb al-Dschasim als einen "erfahrenen Terroristenanführer", der Anschläge geplant habe und direkt in den Angriff auf die zwei Soldaten und den Zivilisten im Dezember verwickelt gewesen sei. Admiral Brad Cooper, Centcom-Befehlshaber erklärte:

Der Tod eines Terroristen, der mit dem Tod von drei Amerikanern in Verbindung steht, zeigt unsere Entschlossenheit, Terroristen zu verfolgen, die unsere Kräfte angreifen.

Admiral Brad Cooper, Centcom-Befehlshaber

Es gebe keinen sicheren Ort für jene, die Angriffe auf amerikanische Bürger und Soldaten ausführen, planen oder dazu anstiften. "Wir werden euch finden."

Ein syrischer Militärpolizist bewacht das Viertel Sheikh Maqsoud, wo es am Samstag, dem 10. Januar 2026, in der nordsyrischen Stadt Aleppo zu Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und kurdischen Kämpfern gekommen ist.

Syriens Armee hat Aleppo nach eigenen Angaben vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Kurdische Milizen dementieren die Angaben. Bei den Gefechten wurden mindestens 22 Menschen getötet.

10.01.2026 | 0:24 min

Operation "Hawkeye Strike" gegen IS-Ziele

Seit dem Angriff auf drei Amerikaner haben US-Streitkräfte mehrere Vergeltungsschläge in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt, die nach Ansicht der USA für den Anschlag verantwortlich ist.

An einigen der Einsätze, die Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf die US-Soldaten und den Dolmetscher angeordnet hatte, waren nach US-Angaben auch Kräfte der Übergangsregierung in Damaskus, mit der Washington die Zusammenarbeit vertieft, sowie Jordanien beteiligt.

Das vom britischen Verteidigungsministerium herausgegebene Handout-Foto zeigt einen Typhoon-Piloten der Royal Air Force bei der Überprüfung des Flugzeugs vor dem Abflug.

In Syrien haben Großbritannien und Frankreich einen Luftangriff auf den Islamischen Staat geflogen. Ziel des Angriffs soll ein unterirdisches Waffenlager der Terrormiliz gewesen sein.

04.01.2026 | 0:21 min

Im Rahmen der Operation "Hawkeye Strike" hätten die USA und ihre Partner mehr als 100 IS-Ziele, etwa Infrastruktur und Waffenlager, ins Visier genommen, teilte Centcom mit. Die Terrormiliz versucht sich nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 neu zu formieren.

Syrien, Homs: Nach einer Explosion in einer Moschee ist der Innenraum verwüstet. Im der Mitte steht ein Stuhl, unten ist ein rotes Absperrband angebracht.

Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in der syrischen Stadt Homs sind mindestens acht Menschen getötet worden. Die Moschee befindet sich in einem von Alawiten bewohnten Viertel.

26.12.2025 | 0:20 min

US-geführter Kampf gegen den IS

Die USA führen in Syrien und im benachbarten Irak eine internationale Koalition zum Kampf gegen den IS an. Der Einsatz begann, nachdem der IS im Jahr 2014 große Gebiete in beiden Ländern überrannt hatte.

Der IS gilt als militärisch besiegt, in beiden Ländern sind aber weiterhin IS-Kämpfer aktiv, die auch Anschläge verüben.

Quelle: AP, dpa
Über das Thema berichtete unter anderem heute Xpress am 11.01.2026.

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