Russische Raketenproduktion: Ukraine trifft mit Flugkörpern

Analyse

Russische Raketenproduktion:Ukraine trifft mit "Flamingo"-Flugkörpern

von Christian Mölling und András Rácz

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Im Ukraine-Krieg halten die Angriffe auf Raffinerien an. Auch Brücken auf der Krim werden zum Ziel. Ein Truppenabzug aus Transnistrien soll Teil des Friedensprozesses werden.

Arbeiter inspizieren Flamingo-Marschflugkörper in einer Fabrik.

Arbeiter inspizieren Flamingo-Marschflugkörper in einer Fabrik.

Quelle: dpa

Im Laufe der letzten Woche gelang es der Ukraine, das Militärwerk "Titan-Barrikady" in Wolgograd zu treffen. Dabei handelt es sich um ein entscheidendes Werk, in dem mehrere russische Raketensysteme hergestellt werden, darunter die Systeme "Iskander", "Yars" sowie "Oreschnik".

Mindestens zwei schwere Marschflugkörper vom Typ "Flamingo" trafen die Montagehalle des Werks und zerstörten sie vollständig. Es ist noch unklar, inwieweit dieser Angriff die russische Raketenproduktion beeinträchtigen wird.



Russland scheint Angriffspotenzial aufzusparen

Im Laufe der Woche führte Russland weiterhin nur relativ kleine Luft- und Drohnenangriffe durch. Flugzeuge der strategischen Luftstreitkräfte flogen keinen einzigen Kampfeinsatz, und es wurden auch keine seegestützten Raketen abgefeuert.

Russland setzte nur wenige ballistische Raketen und relativ wenige Drohnen ein, lediglich 100 bis 200 pro Nacht, was deutlich unter dem Durchschnitt des Jahres 2026 liegt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Russland Kräfte für einen einzigen, wirklich großen, kombinierten Angriff bündelt, der relativ bald stattfinden wird.

ZDF-Reporter Sebastian Ehm in einem schwarzen Hemd im ZDFheute live Studio.

Die Probleme, die durch den Krieg entstehen, seien vor der Bevölkerung nicht mehr zu verbergen, so ZDF-Reporter Ehm bei ZDFheute live. Der russische Präsident müsse darauf entsprechend reagieren.

29.06.2026 | 12:30 min

Wieder russische Ölindustrie getroffen

Unterdessen griff die Ukraine weiterhin russische Ziele der Ölindustrie mit Langstrecken-Drohnen an. Am 27. und 28. Juni wurde die große Raffinerie in Slavyansk-na-Kubani in der russischen Region Krasnodar von ukrainischen Drohnen getroffen und geriet in Brand.

Dieser jüngste Angriff dürfte die Treibstoffknappheit in den südlichen Regionen Russlands noch verschärfen. Auch die Raffinerie "Slavneft-YANOS" in Jaroslawl wurde getroffen.

Russlands Präsident Vladimir Putinin einem tiefblauen Anzug mit dunkelroter Krawatte. Als Hintergrund sieht man ein Bild von einem verrauchten Himmel, vermutlich von einer Öl-Raffinerie.

Nach ukrainischen Attacken sind in Russland Benzin und Diesel knapp. Putin räumt Probleme ein. ZDFheute live analysiert, was das für Moskaus Kriegsführung und mögliche Verhandlungen bedeutet.

29.06.2026 | 26:03 min

Fortgesetzte Angriffe auf russische Logistik auf der Krim

Die Ukraine griff weiterhin die logistischen Verbindungen der russischen Streitkräfte auf der Krim und in der besetzten Südukraine an. Im Laufe der Woche wurden alle drei großen Straßenbrücken, die die Krim mit dem ukrainischen Festland verbinden, mehrfach getroffen.

Darüber hinaus gelang der Ukraine am 27. Juni ein Volltreffer, bei dem eine Eisenbahnbrücke in der Region Luhansk zerstört wurde. Das wird die Versorgung der russischen Streitkräfte sowohl in der besetzten Region Donezk als auch in der Region Luhansk erschweren.

Dieses von 2026 Vantor bereitgestellte Satellitenbild, das am 20. Juni 2026 aufgenommen und am 23. Juni 2026 veröffentlicht wurde, zeigt einen Brand in einem Öllager im Hafen von Kawkas.

Die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Ukraine greift seit Wochen die Energie-Infrastruktur der Krim an.

26.06.2026 | 0:29 min

Russland kann Kampfflugzeuge mit Drohnen zerstören

Am 27. Juni wurde bekannt gegeben, dass die Ukraine zwei MiG-29-Kampfflugzeuge im Kampf verloren hat. Beide wurden durch russische Drohnenangriffe zerstört: Eines wurde während des Betankens von einer jetgetriebenen Shaheed-238-Drohne getroffen, während ein anderes getroffen wurde, als es in einem gepanzerten Flugzeugunterstand geparkt war. Dem Piloten der erstgenannten MiG gelang es, sich rechtzeitig mit dem Schleudersitz zu retten, sodass er die Zerstörung seines Flugzeugs überlebte.

Die Angriffe verdeutlichen die ständige Gefahr, die von Russlands Langstrecken-Überwachungsdrohnen ausgeht, die oft mehr als hundert Kilometer tief hinter der Frontlinie Live-ISR-Daten liefern können, und dass die jetgetriebenen "Shaheed"-Drohnen einen Angriff viel schneller ausführen können als ihre langsamen Vorgänger mit Kolbenmotor.

ZDF-Reporter Carsten Thurau in Kiew.

Kiews Angriffe auf die von Russland besetzte Krim seien auch im Alltag der Russen spürbar, meint ZDF-Reporter Carsten Thurau. In der Ukraine fürchte man russische Gegenangriffe.

25.06.2026 | 4:02 min

Russland soll Truppen aus Transnistrien abziehen

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu schlug vor, dass der Abzug der russischen Besatzungstruppen aus der moldauischen Region Transnistrien Teil des künftigen Friedensabkommens sein solle, das den Krieg zwischen Russland und der Ukraine beenden würde.

Russland hat derzeit etwa 1.400 bis 1.500 Soldaten in der abtrünnigen Region Moldaus stationiert, und obwohl die Kampfkraft dieser Truppen verschwindend gering ist, ist ihre Präsenz politisch nach wie vor von Bedeutung.

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Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
Liveblog
Über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine berichtet das ZDF fortlaufend, zuletzt etwa am 29.06.2026 bei ZDFheute live.

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