Ministerin seit Wochen in der Kritik:Trump beruft Heimatschutzministerin Noem ab
Sie stand seit einiger Zeit in der Kritik - jetzt hat US-Präsident Trump Heimatschutzministerin Kristi Noem abberufen. Nachfolgen soll Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma.
US-Heimatschutzministerin Kristi Noem wird von Präsident Trump abberufen. Sie soll laut Trump Sonderbotschafterin einer neuen Sicherheitsinitiative werden.
05.03.2026 | 0:25 minUS-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Mit Wirkung zum 31. März solle der Senator des Bundesstaates Oklahoma, Markwayne Mullin, das für Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden zuständige Ressort führen, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Noem ist damit die erste Ministerin aus der aktuellen US-Regierung, die ihren Hut nehmen muss. Sie soll nun den Posten der Sondergesandten für den "Schild Amerikas", einer neuen Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre, übernehmen. Mit westlicher Hemisphäre ist zumeist der Doppelkontinent Amerika gemeint.
Trump dankte Noem für ihren Einsatz - sie wiederum bedankte sich im Onlinedienst X für den neuen Posten. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth beim "Zerschlagen von Kartellen, die unser Land mit Drogen überschwemmt haben".
X-Posting von Noem
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Mullin war Senator und im Repräsentantenhaus
Mullin war Trump zufolge zehn Jahre lang Mitglied des US-Repräsentantenhauses und drei Jahre lang Senator. Der Präsident kündigte an:
Markwayne wird ein hervorragender Heimatschutzminister.
Donald Trump, US-Präsident
Er solle sich für die Sicherheit an den Grenzen einsetzen und gegen die Kriminalität durch Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung vorgehen.
Noem war Trumps Wunschkandidatin
Noem - einst Trumps Wunschkandidatin für den Posten - war zuvor Gouverneurin von South Dakota und hatte sich vor allem als überzeugte Unterstützerin des Republikaners einen Namen gemacht. Noch vor ihrer Ernennung zur Ministerin bezeichnete sie die Südgrenze der USA zu Mexiko als "Kriegsgebiet".
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Noem war in Bedrängnis geraten
Bei einer Senatsanhörung war die 54-Jährige zuletzt ins Kreuzverhör zu Todesfällen bei Einsätzen der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden gegen Migranten und zu den Taktiken ihres Ministeriums genommen worden. Die teils rabiaten Einsätze hatten zu landesweiten Protesten geführt.
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Ich denke, dass sie sehr gute Arbeit geleistet hat.
Donald Trump, US-Präsident
In der Folge entbrannte ein Haushaltsstreit über Kurs und Finanzierung der Einwanderungspolitik. Während Republikaner teils noch schärfere Maßnahmen fordern, kritisieren Demokraten die Ausweitung von Befugnissen und verlangen stärkere parlamentarische Kontrolle und Transparenz im Gegenzug für Geldmittel.
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