Auch Söhne und Familienfirma geschützt:Trumps alte Steuererklärungen dürfen nicht mehr geprüft werden
Alle früheren Steuererklärungen von US-Präsident Trump und seinem Umfeld sind von einer Prüfung "auf ewig" ausgenommen. Es ist das Ergebnis eines juristischen Vergleichs.
Die US-Steuerbehörde darf auf Betreiben der Regierung keine früheren Steuererklärungen von Präsident Donald Trump mehr prüfen. Das geht aus dem zweiten Teil eines juristischen Vergleich mit dem US-Justizministerium hervor, der jetzt publik wurde.
Trump hatte die Steuerbehörde IRS auf mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, nachdem sich ein Mitarbeiter während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmäßig Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an mehrere Medien weitergegeben haben soll.
Welche Wegmarken waren prägend für Donald Trump auf seinem Weg zur Macht? Vom Immobilienmogul und Reality-TV-Star wird er zum US-Präsidenten und damit zum mächtigsten Mann der Welt.
14.04.2026 | 43:49 minAuch Bekanntenkreis und Firma sind geschützt
Der "auf ewig" zugesicherte Prüfverzicht der Behörde umfasst alle Kläger, zu denen neben Trump auch die Familienfirma Trump Organization sowie die Söhne des Präsidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., gehören. Sie sind vor sämtlichen Forderungen in Bezug auf Steuererklärungen geschützt, die bis dato eingereicht wurden - ebenso wie alle mit ihnen verwandten oder anderweitig verbundenen Personen, Unternehmen und Stiftungen.
Unterzeichnet ist der weitreichende Vergleich vom amtierenden Justizminister Todd Blanche - ihn hatte Trump erst vor wenigen Wochen an die Spitze des Ministeriums gesetzt.
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10.03.2026 | 37:55 minTrump kämpfte jahrelang gegen Veröffentlichung
Den ersten Teil des Vergleichs, für den im Gegenzug die Klage fallengelassen wurde, hatte das Ministerium bereits am Montag veröffentlicht. Demnach sollen rund 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,5 Milliarden Euro) in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.
Mehreren US-Medien zufolge könnte der Fonds etwa Trump-Anhängern zugutekommen, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür angeklagt wurden. Der Republikaner sprach in diesem Zusammenhang immer wieder von politisch motivierter Strafverfolgung.
"New York Times"-Reporter Russ Buettner über den Mythos um Trumps Deals und die Wahrheit über dessen Vermögen.
27.01.2025 | 10:49 minTrump weigerte sich, Steuererklärungen zu veröffentlichen
Trumps Steuern sind in den USA ein Dauerthema: Anders als frühere Präsidenten hatte er sich heftig gegen eine Veröffentlichung seiner Steuerklärung gewehrt - und war bis vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen veröffentlichte ein Ausschuss des Repräsentantenhauses 2022 mehrere Tausend Seiten an Steuerdokumenten.
Die Unterlagen zeigten unter anderem, dass Trump in mehreren Jahren kaum oder gar keine Einkommensteuer auf Bundesebene zahlte, obwohl er sich stets mit seinem Reichtum brüstete.
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