Umstrittenes Pflanzenschutzmittel:Trump will Glyphosat-Produktion in den USA ankurbeln
Das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat ist laut US-Präsident Trump unverzichtbar für die USA. Zuvor hatte Monsanto im Glyphosat-Streit einen Milliarden-Vergleich geschlossen.
US-Präsident Donald Trump hält Glyphosat für unverzichtbar (Archivbild).
Quelle: dpaUS-Präsident Donald Trump will die Produktion des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat unterstützen. Trump stufte den Unkrautvernichter, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wird, am Mittwoch per Dekret als unverzichtbar für die Ernährungssicherheit der USA ein.
Erst am Dienstag hat Monsanto, Tochter von Bayer, in den USA einen milliardenschweren Vergleich zur Beilegung der Klagen zu Glyphosat geschlossen.
Bayer einigt sich in den USA auf einen Milliarden-Vergleich zu "Roundup" mit Glyphosat. Dieses gilt als "wahrscheinlich krebserregend". Valerie Haller mit einer Einschätzung.
17.02.2026 | 1:02 minTrump will Produktion von Glyphosat und Phosphor steigern
Das Weiße Haus erklärte, Herbizide auf der Basis von Glyphosat würden in der Landwirtschaft viel genutzt. Da es aber nur einen inländischen Hersteller gebe, seien die USA auf Importe angewiesen.
Trumps Dekret fordert den US-Landwirtschaftsminister nun auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Produktion von Glyphosat und Phosphor in den USA zu erleichtern. Phosphor wird als Rohstoff für die Herstellung von Glyphosat, aber auch für militärische Zwecke genutzt.
Der chemische Wirkstoff Glyphosat wird viel genutzt, ist aber umstritten. Verschiedene Organisationen kommen zu unterschiedlichen Fazits: Die EFSA sieht keine Gefährdung, die IARC hingegen schon.
23.01.2026 | 0:53 minGlyphosat: Mehrere zehntausend Klagen gegen Monsanto
Gegen Bayer-Tochter Monsanto sind in den USA mehrere zehntausend Klagen wegen mutmaßlicher Gesundheitsschäden anhängig. Im Rahmen des Sammelvergleichs wird Monsanto - nach Genehmigung durch ein US-Gericht - über bis zu 21 Jahre insgesamt maximal 7,25 Milliarden Dollar (6,13 Milliarden Euro) auszahlen, teilte der Konzern am Dienstag mit.
Dafür sollten "sowohl anhängige als auch mögliche künftige Klagen" wegen des möglichen Krebs-Risikos durch das Mittel beigelegt werden.
Das Unternehmen verspricht sich durch den nun mit den Klägern vereinbarten Vergleich eine Entlastung und mehr Planungssicherheit - ein "Schuldeingeständnis" sei damit nicht verbunden, betonte Bayer.
Die Landwirtschaft setzt meist Pestizide gegen Unkraut ein. Ein Unternehmen aus Niederrhein schafft Abhilfe: Durch KI wird das Unkraut erkannt und umweltfreundlich entfernt.
22.08.2024 | 1:09 minGlyphosat laut Forschung "wahrscheinlich krebserregend"
Glyphosat kann die Umwelt beeinträchtigen und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken. Verbraucher- und Umweltorganisationen protestieren deshalb seit Jahren gegen den Einsatz des Unkrautvernichters.
Weltweit ist Glyphosat der am meisten verwendete Inhaltsstoff in Pestiziden und steckt vor allem in Unkrautbekämpfungsmitteln wie dem Mittel Roundup des Herstellers Monsanto.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft den Roundup-Inhaltsstoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen ein. Bayer hält dem Studien und behördliche Genehmigungen entgegen, die beweisen sollen, dass das Unkrautvernichtungsmittel sicher sei. Auch die US-Umweltbehörde EPA stuft Glyphosat als unbedenklich ein.
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