Epstein-Akten: Donald Trump nun doch für Abstimmung

Skandal um Sexualstraftäter :Trump will nun doch Abstimmung zu Epstein-Akten

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US-Präsident Trump spricht sich nun doch für die Freigabe der Ermittlungsakten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus. Er betonte, er habe nichts zu verbergen.

 Friedliche Anti-Trump-Demonstranten skandieren mit Schildern und Transparenten vor dem Trump Tower, während Autos, Touristen und Einkäufer auf der Fifth Ave. vorbeifahren. Die Demonstranten von "Rise and Resist" halten amerikanische Flaggen und Schilder mit der Aufschrift "EPSTEIN! EPSTEIN! EPSTEIN! EPSTEIN!", während sie mit den Slogans "No Troops In Our Cities We Need Food and Healthcare Not Ballrooms" demonstrieren.

Trump entscheidet sich nun für die Freigabe der Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Vor allem Demokraten drängen seit Langem auf Veröffentlichung - Trump lehnte bisher ab.

17.11.2025 | 1:33 min

Der unter Druck geratene US-Präsident Donald Trump empfiehlt den Abgeordneten seiner republikanischen Partei, im Repräsentantenhaus nun doch für die Veröffentlichung der Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu stimmen. Es sei an der Zeit, die Akten freizugeben, "weil wir nichts zu verbergen haben", schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.

Es ist an der Zeit, sich von diesem demokratischen Schwindel zu lösen.

Donald Trump, US-Präsident

Bislang hatte sich Trump vehement gegen eine Offenlegung der Ermittlungsakten in dem Fall ausgesprochen. Demokraten in der Opposition, aber auch einige von Trumps Republikanern, drängen hingegen seit Monaten darauf.

US-Präsident Donald Trump in einem Büro.

Trump vollzieht in der Epstein-Affäre eine Kehrtwende. Gleichzeitig wächst der Einfluss des ultra-rechten Aktivisten Nick Fuentes auf die MAGA-Bewegung und den Präsidenten.

17.11.2025 | 16:15 min

Freigabe von Epstein-Akten: Repräsentantenhaus plant Antrag

Im Wahlkampf versprach Trump, die Epstein-Akten vollständig offenzulegen. Weil dieses Versprechen seit seinem Amtsantritt im Januar jedoch nicht eingelöst wurde, steht der Präsident unter wachsendem Druck. Zuletzt veröffentlichten Demokraten E-Mail-Auszüge aus dem Nachlass Epsteins, in denen der Name Trump vorkommt - was erneut die Frage aufwarf, wie viel Trump über die Straftaten Epsteins gewusst haben könnte.

Am Wochenende deutete sich laut US-Medien an, dass der Rückhalt im Repräsentantenhaus für die Öffnung der Akten wächst. Das Repräsentantenhaus will nun diese Woche einen parteiübergreifenden Antrag verabschieden, um die Regierung zur Veröffentlichung aller Epstein-Akten zu bringen. Der Vorsitzende der Kongresskammer, der Republikaner Mike Johnson, hat zugesagt, eine solche Abstimmung abzuhalten.

SGS Sauer Goekdemir

Während die Abgeordneten über das Ende des US-Shutdowns abstimmten, brachten neu veröffentlichte Epstein-Mails "Trump unter Druck", so ZDF-Korrespondent David Sauer.

13.11.2025 | 2:17 min

Eigentlich haben die Republikaner eine Mehrheit in der Kammer. Doch es gibt in der Partei Trumps vereinzelt Abgeordnete, die sich dem Willen des US-Präsidenten klar widersetzten und das Vorhaben gemeinsam mit Demokraten vorantrieben.

Sollte das Repräsentantenhaus für die Offenlegung stimmen, müsste dann noch die andere Kammer im US-Kongress - der Senat - zustimmen. Anschließend müsste der Präsident noch unterschreiben. Ob es so weit kommt, ist unklar.

US-Präsident Donald Trump spricht am 9. September 2025 vor dem Restaurant Joe’s Seafood, Prime Steak & Stone Crab in Washington, D.C. mit Reportern.

Nach der Veröffentlichung eines Geburtstagsbriefes an Epstein hat Trump bestritten, dass dieser von ihm stamme. "Das ist Unsinn", so der US-Präsident.

10.09.2025 | 0:57 min

Worum geht es beim Epstein-Fall?

Der einflussreiche US-Multimillionär Epstein hatte über viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Dabei verging er sich auch selbst an seinen Opfern. Nach seiner Verurteilung als Straftäter wurde der Fall Jahre später nochmals aufgerollt und Epstein erneut festgenommen - der Finanzier aus New York starb 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

Viele US-Bürger und rechtsgerichtete Influencer mutmaßen, der frühere Finanzinvestor sei ermordet worden, um ihn daran zu hindern, gegen prominente Mittäter auszupacken. Zu dem Fall gibt es umfangreiche Akten, aus denen bislang nur Auszüge bekannt sind.

Trump selbst bestreitet engere Beziehungen zu dem Sexualstraftäter. Jüngst veröffentlichte E-Mails und Dokumente legen allerdings das Gegenteil nahe. Zudem zeigen zahlreiche Videos und Fotos aus früheren Jahren die beiden Millionäre zusammen.

ZDF-Korrespondentin Hilke Petersen

Trumps Besuch in Großbritannien im September wurde von der Epstein-Affäre überschattet.

17.09.2025 | 10:17 min

Quelle: dpa, AP, AFP

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