Russland meldet Cyberangriffe auf Wahl-Infrastruktur

Während Parlamentswahl:Russland meldet Cyberangriffe auf Wahl-Infrastruktur

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Während der laufenden Parlamentswahl in Russland meldete die Wahlkommission eine Welle von Cyberangriffen. Wer dafür verantwortlich sein soll, ist unklar.

Russland, Podolsk: Eine Wählerin verlässt während der Parlamentswahlen in Podolsk in der Region Moskau eine Wahlkabine

Russland wählt ein neues Parlament. Doch echte Auswahl gibt es kaum. Oppositionelle Parteien dürfen nicht antreten, bei den TV-Debatten fehlen Kandidaten.

19.09.2026 | 2:30 min

Bei der Parlamentswahl in Russland hat es in den vergangenen Tagen nach Angaben der Wahlbehörde massenhaft Cyberattacken gegen die elektronische Wahlinfrastruktur gegeben. Die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, sagte laut Berichten staatlicher Nachrichtenagenturen an diesem Sonntag, die Angriffe seien von "hochprofessionellen, gut koordinierten Gruppen" ausgeführt worden, die KI dafür einsetzten, erklärte Pamfilowa. Wer für die Angriffe verantwortlich war, sagte sie nicht.

In der vergangenen Zeit wurden mehr als 1.000 DDoS-Angriffe auf Infrastruktur in Russland verzeichnet, die speziell mit dem Wahlprozess in Verbindung steht.

Ella Pamfilowa, Leiterin der zentralen Wahlkommission

Unabhängig prüfen lassen sich Pamfilowas Angaben bisher nicht. Andere Informationen dazu liegen nicht vor.

Ein Mitglied einer Wahlkommission (rechts) hilft einer Wählerin bei der Nutzung eines elektronischen Wahlsystems während der Parlamentswahlen in Moskau, Russland, am 19.09.2026.

Ein Mitglied einer Wahlkommission (rechts) hilft einer Wählerin bei der Nutzung eines elektronischen Wahlsystems während der Parlamentswahlen in Moskau.

Quelle: Alexander Zemlianichenko / AP

Bei DDoS-Angriffen wird ein IT-System mit Anfragen überhäuft, so dass es überlastet ist und schlimmstenfalls nicht mehr funktioniert. Bereits am Samstag hatte Pamfilowa einen "massiven Cyberangriff" gemeldet. Der Angriff dauerte demnach den gesamten Tag an, ohne dass die Systeme ausfielen. 

17.08.2026, Russland, Moskau: Nikolai Rybakow, Vorsitzender der Partei Jabloko, nimmt vor dem Obersten Gerichtshof Russlands an einer Berufungsverhandlung zur Klage der kremlnahen außerparlamentarischen und ultranationalistischen Partei Rodina teil. Das Oberste Gericht entscheidet erneut über den Ausschluss der Partei von der Parlamentswahl im September

Russlands Oberstes Gericht hat in einem Berufungsverfahren seine Entscheidung zum Ausschluss der Anti-Kriegs-Partei Jabloko von der Parlamentswahl im September bestätigt.

18.08.2026 | 2:05 min

Sieg von Putin-Partei erwartet

Noch bis Sonntagabend stimmen die Russinnen und Russen über die Besetzung der 450 Sitze in der Staatsduma ab, dem Unterhaus des Parlaments. Daneben finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt.

Ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin gilt als sicher. Neben ihr sind nur andere Kreml-treue Parteien zugelassen. Die Anti-Kriegspartei Jabloko wurde im vergangenen Monat von der Wahl ausgeschlossen.

Exil-Oppositioneller Leonid Wolkow

Die Friedenspartei Jabloko zunächst zuzulassen, habe das Ziel gehabt, den Schein zu wahren, so der Exil-Oppositionelle Leonid Wolkow. Die Partei sei ausgeschlossen worden, als der Zuspruch wuchs.

11.08.2026 | 7:50 min

Es ist die erste Wahl seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022. Auch in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine findet der Urnengang statt.

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Quelle: AFP, ZDF
Über die Parlamentswahl in Russland berichtete das heute journal am 19.09.2026 ab 23:15 Uhr.

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