Israel: Herzog will Eisenkot mit Regierungsbildung beauftragen

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Nach Wahl in Israel:Herzog will Eisenkot mit Regierungsbildung beauftragen

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In Israel soll Gadi Eisenkot mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt werden - der schärfste Rivale Benjamin Netanjahus. Das kündigte Präsident Isaac Herzog an.

Gadi Eisenkot spricht am 28. Oktober in Tel Aviv.

Gadi Eisenkot

Quelle: Imago / Kir Neidar

Israels Präsident Isaac Herzog hat nach Abschluss der Konsultationen angekündigt, Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Der Rivale von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde von Herzog in den Amtssitz des Präsidenten eingeladen; dort wird ihm am Sonntagnachmittag offiziell der Auftrag zur Regierungsbildung erteilt. Der Politiker hat dann zunächst 28 Tage Zeit, eine Regierung zu bilden.

Der ehemalige Generalstabschef und Vorsitzende der Yashar-Partei, Gadi Eisenkot, nimmt an einer Wahlkundgebung vor den israelischen Parlamentswahlen teil.

Israel wählt ein neues Parlament: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kämpft um seine Macht, der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot hat laut Umfragen gute Chancen zu gewinnen.

26.10.2026 | 1:49 min

Bei den jüngsten Wahlen am 27. Oktober war es zu eine Patt-Situation gekommen, bei der weder Eisenkot noch Netanjahu einen klaren Weg zur Regierungsbildung vor sich hatte.

Eisenkots Partei Jaschar forderte Netanjahus Likud-Partei am Samstagabend im Onlinedienst X auf, in eine gemeinsame Regierung einzutreten. Neue Koalitionsmöglichkeiten eröffnet aber auch eine Annäherung des Oppositionsbündnisses an die bisher mit Netanjahu verbündeten ultraorthodoxen Parteien. Zusammen kämen sie auf die erforderlichen 61 der 120 Parlamentssitze. Streitpunkt ist vor allem die Wehrpflicht für ultraorthodoxe Religionsschüler.

Der israelische Präsident Isaac Herzog (rechts) spricht, nachdem er vom Vorsitzenden des Zentralkomitees die offiziellen Ergebnisse der Wahlen zur 26. Knesset erhalten hat.

Der israelische Präsident Herzog hat Konsultationen zur Regierungsbildung aufgenommen und alle Parteien in seine Residenz eingeladen. Bei der Wahl hatte kein Lager eine klare Mehrheit erzielt.

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Netanjahu kämpft um seinen Verbleib im Amt, nachdem seine religiös-nationalistische Koalition ihre Mehrheit verloren hatte, aber als stärkste Fraktion im Parlament hervorging.

Ehud Olmert im Gespräch mit Christian Sievers

"Ich bin mir sicher, die arabischen Parteien sind dazu bereit, wenn gesagt wird: Kommt doch zu uns und seid Teil der israelischen Regierung", so Ehud Olmert.

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Ein Anti-Netanjahu-Block unter der Führung Eisenkots hat sich geweigert, sich mit arabischen Parteien zusammenzuschließen, die ihm eine Mehrheit verschaffen könnten. Doch arabische Politiker, verärgert über die Politik Netanjahus und seiner rechtsextremen Verbündeten, nominierten Eisenkot dennoch nach Gesprächen mit Herzog.

Quelle: Reuters, ZDF
Über die Wahl in Israel berichtet das ZDF fortlaufend, zuletzt in der ZDFheute Xpress am 05.11.2026 um 13:48 Uhr in "Israel: Konsultationen zur Regierungsbildung".

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