Iran: Chamenei fordert hartes Vorgehen gegen "Unruhestifter"

Anhaltende Proteste :Irans Führung fordert hartes Vorgehen gegen "Unruhestifter"

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Seit Tagen demonstrieren Menschen im Iran gegen ihre autoritäre Führung. Nun spricht erstmals der oberste Führer Chamenei über die anhaltenden Unruhen - und ruft zu Härte auf.

 Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Im Iran halten die Proteste gegen das Regime wegen zu hoher Lebenshaltungskosten und der Wirtschaftslage an. Der oberste Führer Chamenei fordert strenge Maßnahmen gegen die "Unruhestifter".

03.01.2026 | 0:24 min

Irans oberster Führer hat erstmals auf die politischen Unruhen der vergangenen Woche reagiert und strenge Maßnahmen gegen "Unruhestifter" gefordert.

Ajatollah Ali Chamenei sagte im Staatsfernsehen, dies sei eine Verschwörung der in- und ausländischen Feinde Irans und müsse konsequent unterbunden werden.

Chamenei: "Unruhestifter in Schranken weisen"

"Die Proteste der Händler im Basar über den Wertverlust der nationalen Währung und die instabilen Devisenkurse sind berechtigt, aber die Unruhestifter müssen in ihre Schranken gewiesen werden", sagte er. Es sei inakzeptabel, zivile Proteste auszunutzen, um politische Unruhen zu schüren.

US-Präsident Donald Trump zeigt auf einen Reporter, der ihm eine Frage stellt.

Proteste der Bevölkerung gegen die autoritäre Staatsführung im Iran: US-Präsident Trump hat den Teilnehmern Unterstützung zugesagt.

02.01.2026 | 2:43 min

Die Proteste gegen die iranische Staatsführung dauern inzwischen sieben Tage. Im südlichen Stadtviertel Teherans Nasi Abad kam es zu Ausschreitungen, wie Aktivisten und Nutzer in den sozialen Medien zuvor berichteten.

Demonstranten werfen Chamenei wirtschaftliches Versagen vor

Die Demonstranten werfen Chamenei vor, das Land mit seiner kompromisslosen Politik in die internationale Isolation und damit in die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte geführt zu haben. Zudem beschuldigen sie ihn, die finanziellen Ressourcen des Landes eher dem Kampf gegen Israel als der eigenen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Im Iran halten die Proteste wegen der Wirtschaftskrise an. Laut iranischen Medien wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mehrere Menschen getötet.

01.01.2026 | 0:18 min

Die Polizei spricht im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Staatsführung von drohenden "bewaffneten Aufständen" - und deutet damit eine härtere Gangart gegen Demonstranten an. Die Proteste würden immer gewaltsamer, argumentierte die Polizei.

"Wir werden nicht zulassen, dass die Feinde dieses Landes zivile Proteste in Unruhen und bewaffnete Aufstände verwandeln und werden bis zum letzten Atemzug Land und Volk schützen", zitiert die staatsnahe Nachrichtenagentur Fars einen Polizeisprecher.

Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Wegen der schlechten Wirtschaftslage und massiv steigender Preise gehen in Iran landesweit seit Tagen Menschen gegen die Regierung auf die Straße.

31.12.2025 | 1:33 min

Proteste in Iran halten an

In anderen Landesteilen gingen die Proteste Berichten zufolge weiter. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete über Demonstrationen unter anderem in Ghom, Marwdascht, Maschhad und Hamedan.

Zuletzt war es vor allem auf dem Land zu heftigen Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Mindestens zehn Menschen kamen laut Menschenrechtsaktivisten bisher ums Leben.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 03.01.2026 um 12:50 Uhr und über anhaltenden Proteste im Iran berichtete u.a. das ZDF heute journal am 02.01.2026 ab 22:40 Uhr.
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