Proteste im Iran: Trump droht Staatsführung - "Sind bereit"

Gewalt gegen Demonstranten:"Sind bereit": Trump droht iranischer Staatsführung

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Seit Tagen gehen die Menschen im Iran wegen der angespannten Wirtschaftslage auf die Straße. Trump sichert den Demonstranten nun US-Unterstützung zu - und droht der Staatsführung.

US-Präsident Donald Trump zeigt auf einen Reporter, der ihm eine Frage stellt.

Angesichts anhaltender Proteste im Iran hat Donald Trump der iranischen Führung mit einem Eingriff gedroht, falls Demonstranten angegriffen werden.

02.01.2026 | 1:47 min

US-Präsident Donald Trump hat den Teilnehmern der Proteste gegen die autoritäre Staatsführung im Iran seine Unterstützung zugesagt.

Wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, "werden die USA ihnen zu Hilfe kommen", schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Und: "Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind bereit." Was er konkret vorhat, ließ der US-Präsident offen.

Iran reagiert harsch auf Trumps Drohung

Eine Reaktion aus dem Iran folgte prompt. "Trump sollte wissen, dass eine Einmischung der USA in diese innere Angelegenheit die gesamte Region destabilisieren würde", schrieb Ali Laridschani, Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, auf der Plattform X.

Ali Schamchani, ein ranghoher Berater der Staatsführung, warnte ebenfalls auf X mit drastischen Worten: Jede eingreifende Hand, die sich unter dem Vorwand der Sicherheit nähere, werde abgeschnitten.

Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Im Iran halten die Proteste wegen der Wirtschaftskrise an. Laut iranischen Medien wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sechs Menschen getötet.

01.01.2026 | 0:18 min

Die USA gelten seit der Islamischen Revolution von 1979 als Erzfeind der iranischen Staatsführung. Diplomatische Beziehungen unterhalten beide Länder nicht. Im Juni 2025 hatte sich das US-Militär Israels Krieg gegen den Iran angeschlossen und dort zentrale Atomanlagen bombardiert.

Proteste erfassen Teile des Irans

Ausgelöst wurden die aktuellen Proteste im Iran durch einen plötzlichen Einbruch der Devisenkurse am vergangenen Sonntag. Spontan gingen vor allem Händler in der Hauptstadt Teheran auf die Straße.

Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Wegen der schlechten Wirtschaftslage und massiv steigender Preise gehen in Iran landesweit seit Tagen Menschen gegen die Regierung auf die Straße.

31.12.2025 | 1:33 min

Inzwischen erfassen die Proteste auch andere Landesteile und Bevölkerungsschichten. Im Westen des Landes gab es am Donnerstag schwere Ausschreitungen. Mehrere Menschen kamen bei Konfrontationen mit den Sicherheitskräften ums Leben.

Unklar, wie es im Iran weitergeht

Wie sich die Proteste weiterentwickeln, ist Beobachtern zufolge weitgehend unklar. "Unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung ist es keiner der Oppositionsfraktionen bislang gelungen, schlagkräftige Organisationen oder dauerhafte Netzwerke aufzubauen, die die Proteste lenken könnten", schreibt der Historiker Arash Azizi in einem Gastbeitrag für das US-Magazin "The Atlantic".

Ohne eine solche Ausrichtung dürften die aktuellen Proteste an Schwung verlieren und im Sande verlaufen.

Arash Azizi, Historiker in einem Gastbeitrag für "The Atlantic"

Sollten sie jedoch anhalten, sei es deutlich wahrscheinlicher, "dass Akteure aus den Reihen des Regimes selbst die Initiative ergreifen" und dem obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei die Macht entreißen, schreibt Azizi.

Das Staatsoberhaupt der islamischen Republik Iran, Ali Hosseini Khamenei, spricht in einem braunen Gewand. Neben ihm ist ein großes Fragezeichen zu sehen.

Ajatollah Ali Chamenei ist ein Mann mit einem klaren Plan für sein Land. Irans allmächtiger Staatschef und Revolutionär ist gewillt, ihn mit brutaler Härte durchzusetzen.

02.06.2023 | 15:39 min

Die aktuellen Unruhen seien "wie Feuer unter der Asche", sagt ein iranischer Professor, der anonym bleiben möchte. "Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie ausbrechen." Seiner Ansicht nach handelt es sich längst nicht mehr um reine Wirtschaftsproteste. Es gehe um eine grundlegende Kritik an der Politik der Staatsführung und deren außenpolitischen Entscheidungen. "Daher ist es nur natürlich, dass die Proteste schnell politisch werden."

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem heute Xpress am 02.01.2026 ab 12:10 Uhr.

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