Fast alle Stimmen ausgezählt:Portugal: Seguro vor klarem Sieg bei Präsidentschaftswahl
Bei der Präsidentschaftswahl in Portugal zeichnet sich ein klarer Sieger ab. Der Sozialist António José Seguro liegt nach Auszählung fast aller Stimmen deutlich vorn.
Schon in Umfragen hatte Seguro deutlich vor Ventura gelegen.
Quelle: epa | JOSE COELHODer gemäßigte Sozialist António José Seguro hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Portugal ersten Ergebnissen zufolge deutlich vor dem Rechtspopulisten André Ventura gewonnen.
Seguro kam nach Auszählung fast aller Stimmzettel am Sonntagabend auf 66 Prozent der Stimmen, Ventura auf 34 Prozent. Damit dürfte Seguro im März die Nachfolge des seit zehn Jahren amtierenden konservativen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa antreten.
In der zweiten Runde wurden Ventura schon im Vorfeld kaum Chancen eingeräumt - Seguro lag bereits in den Umfragen mit 67 Prozent klar vorn.
Bei der Stichwahl der Präsidentschaftswahl in Portugal trifft der Rechtspopulist André Ventura auf den Sozialisten António José Seguro. Unwetter im Land hatten den Wahlkampf dominiert.
08.02.2026 | 0:23 minSeguro gewann auch schon die erste Wahlrunde
Der 63-jährige Seguro hatte auch schon die erste Wahlrunde am 18. Januar mit 31,1 Prozent gewonnen. Von 2011 bis 2014 war er Generalsekretär der Sozialistischen Partei (PS), dessen gemäßigten Flügel er vertritt.
Der 43-jährige Ventura, der die rechtsaußen stehende Chega-Partei gegründet hat und leitet, erreichte in der ersten Runde 23,5 Prozent. Im vergangenen Jahr wurde Chega zur zweitstärksten Kraft im Parlament, überholte die Sozialisten und landete hinter der Mitte-Rechts-Regierungsallianz, die 31,2 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.
Venturas Ergebnis zeigt wachsenden Einfluss der Rechten in Portugal
Trotz seiner Niederlage am Sonntag kann der 43-jährige Ventura, ein ehemaliger TV-Sportkommentator, nun eine gestiegene Unterstützung vorweisen, was den wachsenden Einfluss der extremen Rechten in Portugal und weiten Teilen Europas widerspiegelt.
Seit 1986 war in Portugal keine Stichwahl zur Wahl des Staatsoberhauptes mehr nötig gewesen. Das Amt des Präsidenten ist in Portugal weitgehend zeremoniell, verfügt jedoch über einige wichtige Befugnisse, darunter unter bestimmten Umständen die Auflösung des Parlaments, die Einberufung von vorgezogenen Parlamentswahlen und das Veto gegen Gesetze.
Die Wahl verlief trotz der Probleme durch die heftigen Winterstürme weitgehend störungsfrei. Nur in drei Gemeinden mit insgesamt 37.000 Wahlberechtigten wurde die Wahl wegen der Sturmfolgen um eine Woche auf den 15. Februar verschoben.
Nach mehreren Winterstürmen stehen in Portugal und Südspanien ganze Landstriche unter Wasser. Es drohen Erdrutsche, Tausende wurden aus den betroffenen Gebieten evakuiert.
08.02.2026 | 0:38 minAktuelle Nachrichten
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