Angaben von Ermittlern:Explosion in Moskau: Russischer General getötet
Bei der Explosion einer Autobombe in Moskau ist Behördenangaben zufolge ein russischer General ums Leben gekommen. Eine der Spuren deute demnach auf Verbindungen zur Ukraine hin.
Nach einer Explosion in einem Moskauer Wohngebiet ist ein hochrangiger russischer General tot. Ermittler vermuten einen gezielten Anschlag im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg.
22.12.2025 | 2:27 minBei der Explosion einer Autobombe in Moskau ist nach Angaben der Ermittler ein hochrangiges Mitglied des russischen Generalstabs getötet worden.
Eine Untersuchung wegen des "Mordes" an Generalleutnant Fanil Sarwarow sei eingeleitet worden, erklärte der russische Ermittlungsausschuss für schwere Straftaten. Eine der untersuchten Spuren deute auf Verbindungen zu "ukrainischen Spezialeinheiten" hin. Sprecherin Swetlana Petrenko schrieb auf Telegram:
Die Ermittler prüfen verschiedene Versionen des Mordes. Eine davon ist die Version, dass das Verbrechen von den ukrainischen Geheimdiensten organisiert wurde.
Swetlana Petrenko, Sprecherin des staatlichen Ermittlungskomitees
Kiew äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.
Nach dem tödlichen Anschlag auf einen ranghohen General haben die russischen Behörden Ermittlungen eingeleitet. ZDF-Korrespondent Armin Coerper mit Einzelheiten.
22.12.2025 | 1:18 minBehörden: Sprengsatz unter Auto von General angebracht
Generalleutnant Sarwarow (56) hatte zuletzt als Abteilungsleiter im russischen Generalstab gedient. Er sei bei dem Anschlag im Süden Moskaus getroffen worden und "erlag seinen Verletzungen", erklärten die russischen Behörden.
Ort der Autobomben-Explosion in der Jasenewaja-Straße im Süden Moskaus, Russland.
Quelle: action pressDer Sprengsatz sei unter dem Fahrzeug angebracht gewesen. Ort der Explosion war ein Wohnviertel im Süden der russischen Hauptstadt. Der Kreml teilte mit, dass Präsident Wladimir Putin über den Anschlag unterrichtet worden sei.
Sarwarow war an mehreren Kriegseinsätzen der russischen Armee beteiligt. In den 1990er- und 2000er-Jahren nahm er laut seiner offiziellen Biographie auf der Website des russischen Verteidigungsministeriums an den Kriegen in Tschetschenien teil. Von 2015 bis 2016 kommandierte er die russischen Streitkräfte in Syrien. Ab 2022 kämpfte der General in der Ukraine.
Mehrere Anschläge seit Beginn des Ukraine-Kriegs
Seit Beginn des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere mit dem Militäreinsatz in Verbindung stehende Russen bei Sprengstoffanschlägen in Russland getötet.
- Nach Attentat auf Kirillow: Anschläge, die auf Kiews Konto gehen
- Im April starb General Jaroslaw Moskalik bei einer Autoexplosion in der Nähe von Moskau.
- Im Dezember 2024 wurde der hochrangige russische Armeevertreter Igor Kirillow in der russischen Hauptstadt bei der Explosion eines Rollers tödlich getroffen.
- Im Oktober 2024 starb Andriy Korotkyy, der von Russland eingesetzte Sicherheitschef des AKW in Saporischschja, durch eine Autobombe.
- Im Dezember 2023 wurde Ilja Kywa in Moskau tot aufgefunden. Der ukrainische Politiker war zuvor nach Russland übergelaufen.
- Im November 2023 starb Michail Filiponenko bei einer Autobomben-Explosion. Er war Abgeordneter Russlands in der annektierten Region Luhansk und ehemaliger Leiter einer von Moskau unterstützten Separatistenmiliz.
- Im August 2022 starb Daria Dugina bei einer Autobombenexplosion. Sie war Tochter des Kreml-Propagandisten Alexander Dugin. Bis heute ist unklar, ob der Anschlag ihr oder ihrem Vater galt.
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