Kampf gegen Malaria: WHO optimistisch, sieht aber Probleme

Appell an Weltgemeinschaft:WHO sieht "reale Möglichkeit", Malaria zu besiegen

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Die WHO sieht neue Möglichkeiten im Kampf gegen Malaria und die Chance auf eine Welt ohne die tödliche Krankheit. Dafür brauche es aber noch viel Geld, mahnt die Organisation.

Symbolbild:  Eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens zeigt ein Fläschchen mit dem Malaria-Impfstoff R21/Matrix-M, bevor sie ihn einem Kind im umfassenden Gesundheitszentrum in Agudama-Epie verabreicht.

Die Impfstoffallianz "Gavi" meldet weniger schwere Malariafälle in Afrika. Es fehle jedoch durch die Kürzungen der Entwicklungshilfe an Geld, um die Erfolge zu sichern, warnt die WHO.

24.04.2026 | 0:27 min

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist im Kampf gegen die Krankheit Malaria optimistisch, sieht aber noch Probleme. "Zum ersten Mal ist es eine reale Möglichkeit, Malaria noch zu unseren Lebzeiten zu besiegen", berichtet sie.

Die Chancen standen noch nie so gut.

WHO-Bericht zum Kampf gegen Malaria

Allerdings fehle nach der drastischen Kürzung von Entwicklungshilfe noch viel Geld, um das Ziel zu erreichen. Die USA und andere Länder haben zuletzt zunehmend Ausgaben für die internationale Gesundheit gekürzt.

50 Millionen Impfungen in Afrika seit 2024

Es stünden immer mehr Lösungen zur Verfügung, heißt es von der WHO. Dazu gehörten etwa neue Impfstoffe, neue Behandlungsmethoden und bahnbrechende Technologien wie die genetische Veränderung von Mücken. Zum Weltmalariatag (25. April) startet die WHO eine neue Kampagne. Sie drängt die Weltgemeinschaft, die Chance auf eine malariafreie Welt zu packen.

Symbolbild: Mutter mit ihrem Kind unter Moskitonetz

Rund 600.000 Menschen starben 2024 an Malaria. Die Weltgesundheitsorganisation WHO registrierte 2024 einen Anstieg der Fallzahlen. Besonders Afrika ist betroffen.

04.12.2025 | 0:43 min

Die Impfstoff-Allianz Gavi meldete am Freitag ebenfalls Erfolge: Seit 2024 seien mehr als 50 Millionen Dosen Impfstoff gegen Malaria in 25 Ländern Afrikas verabreicht worden. Erste Berichte aus Ländern wie Kenia, Malawi, Ghana und Kamerun zeigten einen deutlichen Rückgang der Zahl schwerer Krankheitsfälle und Hospitaleinweisungen

Jährlich Hunderttausende Tote durch Malaria

95 Prozent aller Malariaerkrankungen und -todesfälle gibt es in Afrika. 2024 wurden dort 265 Millionen Erkrankungen gemeldet und 579.000 Todesfälle. Kinder unter fünf Jahren machten 75 Prozent der Todesfälle aus. Inzwischen werden aber Millionen Kinder unter fünf Jahren gegen Malaria geimpft oder erhalten in der Mückensaison vorbeugende Medikamente.

Malaria ist eine lebensbedrohliche Krankheit, wenn sie nicht behandelt wird, wie die WHO berichtet. Sie wird durch bestimmte Mückenarten auf Menschen übertragen. Auslöser ist ein Parasit. Milde Symptome sind Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Es kann aber auch zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Atembeschwerden führen.

Ein Gesundheitsmitarbeiter verabreicht einem Kind den Malaria-Impfstoff R21/Matrix-M.

Der Norden Ugandas ist ein Hotspot für Malaria-Infektionen.

30.04.2025 | 1:34 min

WHO: 14 Millionen Todesfälle seit 2000 verhindert

Der Einsatz von Moskitonetzen, die Vermeidung von Moskitobrutplätzen in bewohnten Gebieten und Impfungen haben nach WHO-Schätzung seit 2000 rund 2,3 Milliarden Erkrankungen und 14 Millionen Todesfälle verhindert. Die Zahl der Länder, in denen Malaria endemisch ist, fiel von 108 auf 80.

Neue Herausforderungen sind wachsende Resistenzen des Malaria-Erregers gegen Medikamente und die Ausbreitung der Malaria-Mücke "Anopheles stephensi" aus Indien in Afrika.

Quelle: dpa, epd
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 24.04.2026 ab 9:00 Uhr.

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