"Remigration und Rückeroberung":In Rom protestieren Tausende für harte Abschiebungen
In Rom sind tausende Menschen für eine schärfere Einwanderungspolitik auf die Straße gegangen. Rechtsextreme Gruppen nutzten den Protest für radikale Parolen.
Mehrere tausend Menschen haben in Rom für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert. Sie zogen unter dem Motto "Remigration und Rückeroberung" durch die Straßen.
14.06.2026 | 0:18 minIn Italien haben am Samstag mehrere tausend Menschen für eine Verschärfung der Migrationspolitik demonstriert. Etwa 3.000 Menschen, die aus ganz Italien angereist waren, marschierten mit einem Banner mit der Aufschrift "Remigration und Rückeroberung" durch die Hauptstadt Rom und forderten damit eine erzwungene Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer.
An der Kundgebung beteiligten sich auch rechtsextreme und neofaschistische Gruppen wie Casapound. "Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, weil sie nicht hier sein sollten", sagte Casapound-Sprecher Luca Marsella. "Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, dass wir auch die legalen Einwanderer, die sich offensichtlich nicht angepasst oder integriert haben, nach Hause schicken wollen."
Seit dieser Woche gilt das gemeinsame europäische Asylsystem, kurz GEAS. So will die EU irreguläre Migration stoppen und Asylverfahren an den Außengrenzen beschleunigen.
12.06.2026 | 1:37 minGründung einer neuen Rechtspartei
Zeitgleich fand in Rom der Gründungsparteitag der neuen rechten Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) statt, die von dem Ex-General und Europaabgeordneten Roberto Vannacci gegründet wurde.
Wenn es nach mir ginge, sollte niemand nach Italien einreisen dürfen.
Roberto Vannacci, Gründer der Partei Futuro Nazionale
Vannacci ist ein ehemaliges Mitglied der migrationsfeindlichen Lega-Partei von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini.
Die gescheiterte Abstimmung zur Justizreform, Geldwäsche- und Korruptionsvorwürfe sowie Fehltritte von Justizvertretern haben Giorgia Melonis Macht geschwächt, es gibt Demos gegen die Regierung.
31.03.2026 | 2:09 minBei der Parlamentswahl im kommenden Jahr bekommen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der ultrarechten Partei Fratelli d'Italia und ihre Koalitionspartner damit weitere Konkurrenz aus dem eigenen Lager.
Umfragen zufolge könnte Vannaccis Partei 4,5 Prozent der Stimmen erhalten, die meisten von bisherigen Lega-Wählern. Im Parlament ist sie bereits mit acht Parlamentariern vertreten, die die Seiten gewechselt haben.
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