Iran warnt USA vor Einsatz von Bodentruppen

Bericht über konkrete Planung:Iran warnt USA vor Einsatz von Bodentruppen

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Irans Führung warnt die Vereinigten Staaten vor einer Bodenoffensive und kündigt Widerstand an. Gleichzeitig laufen internationale Vermittlungsbemühungen in Pakistan.

Die Außenminister Pakistans, Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei trafen sich heute zu Gesprächen über den Irankrieg. Pakistan dient als Vermittler zwischen den USA und Iran.

Während Iran erneut Golfstaaten angreift, verlegen die USA weitere Soldaten in den Nahen Osten. Pakistan versucht zu vermitteln.

29.03.2026 | 1:09 min

Iran hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. "Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Iran sei sich sicher, dass es die USA bestrafen und zur Reue bewegen könne, sodass diese es nicht mehr wagen würden, das Land anzugreifen. Man befinde sich in einem "großen Weltkrieg", so Ghalibaf.

Solange die Amerikaner die Kapitulation des Irans anstreben, lautet unsere Antwort, dass wir niemals eine Demütigung akzeptieren werden.

Mohammed Bagher Ghalibaf, iranischer Parlamentspräsident

Er äußerte sich zudem skeptisch zu Vermittlungsversuchen. Die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft, planten aber heimlich eine Bodenoffensive, so Ghalibaf. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte sagte dem Staatssender Irib zufolge, eine Bodenoffensive oder Besetzung eines Teils des iranischen Territoriums sei ein "Wunschtraum", man warte nur auf solch eine Aktion.

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Revolutionsgarden mit scharfer Warnung an Trump

In deutlich schärferem Ton äußerten sich die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zu einer möglichen Bodenoffensive. Im Staatssender Irib erklärten sie:

Trump würde mit einer solchen Aktion die amerikanischen Truppen den Haien im Persischen Golf zum Fraß vorwerfen.

Erklärung der iranischen Revolutionsgarden

US-Präsident Trump sei eine "verlogene Person ohne psychisches Gleichgewicht" und direkt verantwortlich für die aktuelle Misere und die daraus entstehenden Schäden, so die IRGC weiter.

Bericht: Pentagon bereitet wochelange Bodenoperation vor

Das US-Militär hatte mitgeteilt, dass Tausende Marineinfanteristen in den Nahen Osten verlegt würden. Ein erstes Kontingent sei am Freitag an Bord eines Schiffs für amphibische Angriffe eingetroffen.

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Einem Bericht der "Washington Post" zufolge bereitet sich das US-Verteidigungsministerium auf wochenlange Bodenoperationen im Iran vor, womöglich unter Einsatz von Spezialkräften und konventionellen Infanterietruppen. Es bleibe jedoch ungewiss, ob Trump Pläne für den Einsatz von Bodentruppen genehmigen werde. US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass die USA ihre Ziele ohne Bodentruppen erreichen könnten. Die Streitkräfte würden in die Region verlegt, um Trump maximale Flexibilität zu geben.

Vermittlungsbemühungen in Pakistan

In Pakistan trieben potenzielle Vermittlerstaaten unterdessen die Bemühungen um eine diplomatische Lösung voran. Außenminister Ishaq Dar führte Einzelgespräche mit seinen Kollegen aus der Türkei und Ägypten vor einer geplanten gemeinsamen Viererrunde mit dem Außenminister aus Saudi-Arabien. Der pakistanische Armeechef Asim Munir stand zudem in regelmäßigem Austausch mit US-Vizepräsident JD Vance, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus informierten Kreisen erfuhr.

Die Türkei arbeitete mit anderen Staaten an einem Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus, sagte ein weiterer Insider zu Reuters. Es gehe Ankara vor allem um eine Feuerpause. Die weitgehende Sperrung der Meerenge hat zu massiven Störungen der weltweiten Energieversorgung geführt und die Ölpreise drastisch steigen lassen.

Quelle: dpa, Reuters
Über die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg berichteten mehrere Sendungen, etwa die heute-Nachrichten am 29.03.2026 ab 19:00 Uhr.
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