Angriff auf Iran: So reagieren Deutschland und die Welt

Angriff auf Iran:Eskalation in Nahost: So reagieren Deutschland und die Welt

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Mit Luftangriffen auf Iran haben die USA und Israel die Lage in Nahost eskaliert. Teheran reagiert mit Angriffen auf Israel. Regierungen rund um die Welt zeigen sich alarmiert.

Angriffe auf Teheran

Luftschläge treffen Teheran und weitere Städte. Man wolle mit den Schlägen eine Bedrohung beseitigen, die von Iran ausgehe, heißt es von israelischer und US-amerikansicher Seite.

28.02.2026 | 3:09 min

Israel und die USA haben Angriffe auf Iran begonnen und den Nahen Osten damit abermals in eine militärische Konfrontation gestürzt. US-Präsident Donald Trump kündigte an, das Raketenarsenal Teherans zu zerstören und die Entwicklung einer Atomwaffe zu verhindern. Wie die Welt auf die Entwicklungen reagiert - ein Überblick:

Merz, Macron und Starmer geben Erklärung ab

In einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Regierungschef Keir Starmer hieß es:

Wir waren nicht an den Militärschlägen beteiligt, stehen aber in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, inklusive den Vereinigten Staaten, Israel und Partnern in der Region.

Gemeinsame Erklärung von Merz, Macron und Starmer

Weiter verurteilten sie die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region "auf das Schärfste": "Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen." Zugleich riefen sie Iran zu einer Rückkehr an den Verhandlungstisch auf und forderten, Teheran müsse "eine Verhandlungslösung finden".

Schaltgespräch mit ZDF-Korrespondent Wulf Schmiese und Moderation

Wie die Bundesregierung auf die Angriffe auf Iran reagiert, darüber berichtet ZDF-Hauptstadtkorrespondent Wulf Schmiese.

28.02.2026 | 2:03 min

Am Abend kommt der UN-Sicherheitsrat auf Antrag Frankreichs zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Das Gremium werde um 22 Uhr (MEZ) tagen, um über die Lage in Iran und im Nahen Osten zu beraten, teilte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot mit.

Angriff auf Iran - So reagiert die deutsche Politik:






UN-Menschenrechtskommissar verurteilt Angriffe durch USA und Israel

Auch UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte alle Parteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Ich verurteile die Militärschläge Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika heute Morgen im gesamten Iran sowie die anschließenden Vergeltungsangriffe des Iran", erklärte Türk in Genf. Die Angriffe würden lediglich zu "Tod, Zerstörung und menschlichem Elend" führen.

Wie immer in jedem bewaffneten Konflikt sind es die Zivilisten, die letztlich den höchsten Preis zahlen.

Volker Türk, UN-Menschenrechtskommissar

Donald Trump gibt vor einem Pult eine Presseerklärung.

Israel und die USA greifen Iran an. Sehen Sie hier das Statement von Präsident Donald Trump im englischen Originalton und in voller Länge.

28.02.2026 | 7:59 min

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Entwicklung als "äußerst besorgniserregend". Die Nato teilte unterdessen mit: "Die Nato verfolgt die Entwicklungen im Iran und in der Region aufmerksam", sagte Sprecherin Allison Hart.

Katar, Saudi-Arabien und Oman fordern Ende der Kämpfe

Der Emir von Katar und Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman forderten in einem Telefonat "eine sofortige Beendigung jeglicher Eskalation", wie das Büro des katarischen Herrschers Scheich Tamim bin Hamad al-Thani mitteilte.

Claudia Bates berichtet aus Washington

Welche Ziele die US-Regierung verfolgt, darüber berichtet ZDF-Korrespondentin Claudia Bates aus Washington.

28.02.2026 | 0:58 min

Der Oman hatte bei den jüngsten indirekten Atomgesprächen zwischen den USA und Iran als Vermittler fungiert. Das Außenministerium in Maskat äußerte nun sein "tiefes Bedauern über die von Israel und den Vereinigten Staaten gegen die Islamische Republik Iran eingeleiteten Militäreinsätze" und warnte vor "einer Eskalation des Konflikts mit schwerwiegenden Folgen für die Region".

"Ich bin bestürzt. Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben", erklärte der omanische Außenminister Badr Albusaidi, der bei den indirekten Atomgesprächen in Genf dabei gewesen war, im Onlinedienst X.

Ich fordere die Vereinigten Staaten dringend dazu auf, sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht Ihr Krieg.

Badr Albusaidi, omanischer Außenminister

Ali Chamenei bei einer Veranstaltung am Tag der Berufung in Teheran

Stürzt Irans Regime, stellt sich die Frage: Was kommt danach? Aus dem US-Exil meldet sich immer häufiger Reza Pahlavi, der Sohn des gestürzten Schahs.

28.02.2026 | 3:31 min

Russland: USA und Israel haben "gefährliches Abenteuer gestartet"

Das russische Außenministerium erklärte: "Washington und Tel Aviv haben wieder einmal ein gefährliches Abenteuer gestartet, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und - das kann nicht ausgeschlossen werden - radiologischen Katastrophe bringt."

Die Absichten der Aggressoren sind eindeutig und wurden offen vorgetragen: Die verfassungsmäßige Ordnung und die Regierung eines Landes zu zerstören, das für sie unerwünscht ist und das sich weigert, sich ihrem Diktat der Gewalt und des Hegemonismus zu unterwerfen.

Mitteilung des russischen Außenministeriums

Aus Chinas Außenministerium hieß es: "Irans Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität sollten respektiert werden."

Schaltgespräch mit Sievers Bates Reichart

Welche Pläne verfolgen die USA und Israel mit den Angriffen auf Iran? ZDF-Korrespondenten Thomas Reichart aus Tel Aviv und Claudia Bates aus Washington ordnen ein.

28.02.2026 | 5:29 min

Libanon will nicht in Konflikt hineingezogen werden

Der Libanon erklärte derweil, das Land wolle nicht in den Konflikt hineingezogen werden. Regierungschef Nawaf Salam erklärte im Onlinedienst X:

Ich wiederhole, dass wir nicht akzeptieren werden, dass jemand das Land in Abenteuer hineinzieht, welche seine Sicherheit und Einheit gefährden.

Nawaf Salam, libanesischer Regierungschef

Ben Hodges

US-Generalleutnant a.D. Ben Hodges wirft der US-Regierung vor, sie habe keinen Plan für Iran nach einem Regimewechsel. Das iranische Raketenprogramm sei keine Bedrohung für die USA.

28.02.2026 | 5:56 min

Angesichts der "ernsten Entwicklungen in der Region" rief Salam sein Volk dazu auf, "mit Weisheit und Patriotismus zu handeln und die Interessen des Libanon und des libanesischen Volkes über alle anderen Erwägungen zu stellen". Behörden befürchten, dass die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon sich in den Konflikt einschalten könnte.

Unmittelbar vor Beginn der israelischen Angriffe auf Iran hatte Israel nach eigenen Angaben Angriffe auf Einrichtungen der Hisbollah im Libanon ausgeführt. Die staatliche Nachrichtenagentur des Landes berichtete, dass die israelischen Angriffe eine Bergregion trafen, in der die Hisbollah stark vertreten ist.

Aktuelle Meldungen zu den Entwicklungen in Nahost finden Sie in unserem Liveblog:

Aktuelle Entwicklungen der Eskalation
:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog

Nach dem US-israelischen Angriff auf Iran gilt derzeit eine wacklige Waffenruhe. Die für den Handel wichtige Straße von Hormus ist weitgehend blockiert. Alle Entwicklungen live.
Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat
Liveblog
Quelle: Reuters, AFP, dpa, ZDF
Über dieses Thema berichteten am 28.02.2026 mehrere Sendungen, unter anderem heute spezial ab 15:13 Uhr und heute Xpress ab 14:12 Uhr.

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