Proteste im Iran: Zahl der Toten steigt weiter - 1.200 Festnahmen

Demonstrationen gegen Regime:Aktivistengruppe: Mindestens 29 Tote bei Protesten im Iran

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Bei den anhaltenden Protesten im Iran sind laut Aktivisten weitere Menschen getötet worden. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA berichtet von mehr als 1.200 Festnahmen.

Eine Person hält eine iranische Flagge in die Luft

Die Zahl der Toten bei den Protesten im Iran steigt weiter. Aktivisten zählen zudem mehr als 1.200 Festnahmen. Auslöser der Proteste war die Wirtschaftskrise im Land.

06.01.2026 | 0:26 min

Im Zuge der landesweiten Demonstrationen gegen die autoritäre Staatsführung im Iran sind nach Angaben von Aktivisten inzwischen mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mehr als 1.200 Menschen festgenommen worden, berichtete das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA.

Unter den Toten sollen sich vier Kinder, 29 Demonstranten und zwei Mitglieder der iranischen Sicherheitskräfte befinden. Die Gruppe stützt sich für ihre Berichte auf ein Netzwerk von Aktivisten innerhalb des Irans und hatte in der Vergangenheit bei Unruhen genaue Informationen geliefert.

 Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Im Iran halten die Proteste gegen das Regime wegen zu hoher Lebenshaltungskosten und der Wirtschaftslage an. Der oberste Führer Chamenei fordert strenge Maßnahmen gegen die "Unruhestifter".

03.01.2026 | 0:24 min

Proteste weiten sich aus – Hunderte verletzte Polizisten

Die halboffizielle Nachrichtenagentur Fars, die als eng mit der paramilitärischen Revolutionsgarde Irans verbunden gilt, berichtete am späten Montagabend, dass etwa 250 Polizisten und 45 Mitglieder der Freiwilligeneinheit Basidsch der paramilitärischen Revolutionsgarde bei den Demonstrationen verletzt worden seien.

Den Aktivisten zufolge gab es in den vergangenen Tagen in mindestens 88 Städten Protestkundgebungen. Demonstrationen wurden demnach landesweit aus 27 der 31 Provinzen gemeldet. Nachdem Sicherheitskräfte vor allem in ländlichen Gebieten gewaltsam dagegen vorgegangen waren, erreichten die Demonstrationen erneut auch Metropolen wie Teheran und Maschhad.

US-Präsident Donald Trump zeigt auf einen Reporter, der ihm eine Frage stellt.

Die Proteste der Bevölkerung gegen die autoritäre Staatsführung im Iran dauern an. US-Präsident Donald Trump hat den Teilnehmern seine Unterstützung zugesagt.

02.01.2026 | 2:43 min

Iranische Justiz kündigt hartes Vorgehen an

Auslöser der Proteste war vor mehr als einer Woche ein Schock am iranischen Devisenmarkt, der in Teheran wütende Händler spontan auf die Straße trieb. Die Demonstrationen schlugen jedoch rasch in politischen Protest um, der - wie in der Vergangenheit – mit Härte von der Staatsmacht verfolgt wird. Am Montag kündigte die Justiz der Islamischen Republik an, ohne Nachsicht vorzugehen.

Laut HRANA haben sich Studierende den Protesten an landesweit mindestens 17 Universitäten angeschlossen. An der Hochschule in Birdschand, Hauptstadt der Provinz Süd-Chorasan, gab es am Montagabend gewaltsame Festnahmen auf dem Campus, wie die bekannte Hochschulzeitung Amir-Kabir berichtete.

Demonstranten marschieren in der Innenstadt von Teheran bei einem Protest gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen.

Im Iran halten die Proteste wegen der Wirtschaftskrise an. Laut iranischen Medien wurden bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sechs Menschen getötet.

01.01.2026 | 0:18 min

Quelle: dpa, AP
Über das Thema berichtetenam 06.01.2026 mehrere Sendungen, unter anderem heute Xpress ab 07:30 Uhr sowie das ZDF-Morgenmagazin ab 05.30 Uhr.
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