Iran widerspricht Trump: Exekutionen nicht gestoppt

Nach Protesten gegen Regime:Exekutionen gestoppt? Iran widerspricht Trump

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Irans Justiz dementiert Aussagen von US-Präsident Trump zu angeblich gestoppten Exekutionen von Demonstranten. International wächst die Sorge vor einer militärischen Eskalation.

Dieses Foto, das während einer Tour für ausländische Medien aufgenommen wurde, zeigt eine iranische Nationalflagge, die auf der Beheshti-Moschee angebracht wurde, die während der jüngsten öffentlichen Proteste beschädigt wurde, in Teheran am 21.01.2026.

Die Beheshti-Moschee im iranischen Teheran, die während der jüngsten öffentlichen Proteste beschädigt wurde.

Quelle: AFP

Irans Justiz hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump dementiert, wonach die Exekution von 800 Demonstranten gestoppt worden sei. Der staatliche Rundfunk zitierte Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad:

Diese Behauptung ist völlig falsch. Weder existiert eine solche Zahl noch hat die Justiz eine derartige Entscheidung getroffen.

Mohammed Mowahedi-Asad, Generalstaatsanwalt

Trump hatte vor einer Woche gesagt, ein Militärangriff auf die Führung der Islamischen Republik sei ausgeblieben, weil die Behörden die Hinrichtung von 800 Menschen abgesagt hätten. Während der Protestwelle gegen die autoritäre Regierung hatte er den Demonstranten wiederholt seine Unterstützung zugesichert und rote Linien für die Führung in Teheran gezogen - bisher ohne Konsequenzen.

USS Abraham Lincoln im Perischen Golf, aus der Luft aufgenommen

Nach Berichten über die Verlegung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" in den Nahen Osten betont Washington, man beobachte Iran genau - auch wegen des harten Vorgehens gegen Demonstrierende.

23.01.2026 | 0:35 min

Trump: "Riesige Flotte" auf dem Weg Richtung Iran

Unterdessen steigt wieder die Sorge vor einem Krieg: Trump teilte am Donnerstag mit, eine "riesige Flotte" sei auf dem Weg in die Gewässer nahe Iran. Zuvor hatten US-Medien über die Verlegung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" und begleitender Schiffe berichtet.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, warnte daraufhin vor einem Angriff: Die Streitkräfte stünden bereit "mit dem Finger am Abzug".

 Ajatollah Ali Chamenei vor dem türkisen Hintergrund

Wie fest sitzt das Mullah-Regime in Iran noch im Sattel? Die Demonstranten scheinen nach den unerbittlichen Gewaltexzessen der Sicherheitskräfte eingeschüchtert. Die Verunsicherung ist groß.

21.01.2026 | 13:03 min

Türk warnt vor militärischer Eskalation

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf warnte der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, vor einer militärischen Eskalation.

Aggressive Rhetorik und Drohungen sind äußerst kontraproduktiv.

Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte

Dass jemand für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werde, könne nicht "durch militärische Gewalt aus dem Iran oder von außerhalb" erreicht werden, sagte er.

Iranische Journalisten kritisieren Internetsperre

Seit mehr als zwei Wochen ist die Bevölkerung in Iran weitgehend vom Internet abgeschnitten. Am Donnerstag und Freitag konnten einige Nutzer erstmals wieder Nachrichten über Messenger verschicken. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Freitag weiterhin nur minimalen Datenverkehr im iranischen Internet. Einwohner der Hauptstadt Teheran berichteten telefonisch von der weit verbreiteten Sorge vor neuen Angriffen - sei es durch Israel oder die USA.

fathollah-nejad-iran

Bei den Protesten gegen das iranische Regime reichen die Schätzungen der Todesopfer bis zu 17.000. "Es ist ein point of no return", sagt Fathollah‑Nejad, Direktor des Center for Middle East and Global Order (CMEG).

19.01.2026 | 7:04 min

Aktivisten verifizieren mindestens 5.000 Tote bei Protesten

Die Proteste in Iran wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik.

Iranische Menschen bei einem Protest am 09.01.2026 in Teheran, Iran.

Iranische Menschen bei einem der jüngsten Proteste in Teheran.

Quelle: AP

Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor und schlug sie nieder. Inzwischen sind die Demonstrationen völlig verstummt.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA verifizierte nach eigenen Angaben inzwischen 5.002 Tote, darunter 4.714 Demonstranten, 207 Staatskräfte, 42 Minderjährige und 39 Unbeteiligte. Weitere 9.787 Todesfälle würden untersucht. Zudem seien rund 26.800 Menschen festgenommen worden, hieß es in dem Bericht bei HRANA. Nach offizieller staatlicher Darstellung gab es bei den Aufständen 3.117 Tote.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, etwa ZDFheute Xpress am 23.01.2026 in dem Beitrag "USA verstärken Militärpräsenz" um 14:10 Uhr, das auslandsjournal am 21.01.2026 ab 22:15 Uhr sowie das ZDF-Morgenmagazin am 19.01.2026 ab 05:30 Uhr.

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  1. ohann Wadephul (M, CDU), Außenminister, und Faisal bin Farhan (r), Außenminister von Saudi-Arabien, sprechen im Außenministerium vor einem Treffen mit Mitarbeitern des saudischen Außenministeriums.

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