Russland beschuldigt Ukraine:Atombehörde prüft Vorwurf zu Angriff auf AKW Saporischschja
Russland lastet der Ukraine einen Drohnenangriff auf das AKW Saporischschja an - Kiew bestreitet die Vorwürfe. Die internationale Atombehörde fordert Zugang zu dem Kernkraftwerk.
Bereits in der Nacht zu Freitag hatte die russische Armee Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine fortgesetzt. Dabei wurden 232 Drohnen abgefeuert. Betroffen auch die Städte Saporischschja und Beresiwka im Süden des Landes.
29.05.2026 | 0:41 minDie Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat besorgt auf einen möglichen Drohneneinschlag in einem Maschinengebäude des russisch besetzten Atomkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine reagiert.
IAEA-Experten vor Ort hätten um Zugang zum betroffenen Kraftwerksgebäude gebeten, teilte die Organisation auf der Plattform X mit. Demnach wäre es der erste Drohnenangriff seit April 2024 auf das Kraftwerksgelände.
X-Post der IAEA
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Russland beschuldigt Ukraine - Kiew dementiert
Zuvor hatten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, über einen Drohnenangriff auf den Maschinensaal des Reaktors sechs informiert. Sie lasteten den Vorfall dem ukrainischen Militär an. Dabei soll eine über ein Glasfaserkabel ferngesteuerte Drohne eingesetzt worden sein. Belege wurden nicht vorgelegt.
Die ukrainische Armee wies die Vorwürfe zurück und schrieb in einer in sozialen Netzwerken verbreiteten Stellungnahme von einem Versuch der "atomaren Erpressung" durch Russland.
"Die EU will den Druck auf Russland aufrechterhalten", sagte ZDF-Korrespondentin Schaefers am Donnerstag zum EU-Außenministertreffen in Zypern. Dadurch soll Russland zu Friedensgesprächen gedrängt werden.
28.05.2026 | 1:11 minGrößtes Atomkraftwerk Europas in russischer Kontrolle
Das AKW Saporischschja ist mit einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das größte Atomkraftwerk in Europa.
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 geriet das Kraftwerk im Monat darauf unter russische Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle sechs Reaktoren abgeschaltet. Der nahe Fluss Dnipro trennt in der Gegend russische und ukrainische Truppen.
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