Tödliche Attacke auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft

Urteil des Landgerichts Zweibrücken:Tödliche Attacke auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft

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Die tödliche Attacke auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz sorgte bundesweit für Entsetzen. Jetzt verurteilte das Landgericht Zweibrücken den Täter zu zehn Jahren Haft.

Archiv: Der Angeklagte kommt in den Verhandlungssaal des Landgerichts in Zweibrücken

Der Angeklagte im Verhandlungssaal des Landgerichts in Zweibrücken (Archivbild).

Quelle: dpa

Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist der Angeklagte zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den 26-Jährigen nach der Tat vor fünf Monaten wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig.

Der Verurteilte soll dem Schaffner bei einer Ticketkontrolle nahe Landstuhl mit den Fäusten so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser später im Krankenhaus starb. Er hatte keinen Fahrschein und wollte sich nicht ausweisen.

Daraufhin forderte ihn der Zugbegleiter auf, den Regionalexpress zu verlassen: Der Angeklagte rastete aus und schlug mit voller Wucht mehrfach zu, bis sein Opfer bewusstlos wurde. Der 36 Jahre alte Serkan Calar starb an einer Hirnblutung. Der Alleinerziehende aus Ludwigshafen hinterlässt zwei minderjährige Söhne.

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Am Landgericht Zweibrücken begann im Juni der Prozess.

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Staatsanwalt: "Ein völlig sinnfreier Ausraster"

Der Angeklagte hatte die Tat eingeräumt, einen Tötungsvorsatz aber bestritten und die Angehörigen um Verzeihung gebeten. Die Vertreter der Nebenklage wiesen die Einlassung jedoch im Namen der Opferfamilie als "unaufrichtig" zurück.

Der Täter habe den Tod des Zugbegleiters zumindest billigend in Kauf genommen, hatte Anwalt Yalcin Tekinoglu gesagt. Die Verteidigung sprach sich für eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge als minderschweren Fall aus, "der sich am unteren Bereich des Strafrahmens orientiert".

Hingegen hatte Staatsanwalt Christian Horras für den zuletzt in Luxemburg lebenden Ioanni V. zwölf Jahre Haft gefordert: Die Tat sei "ein völlig sinnfreier Ausraster" aus einem nichtigen Grund gewesen. Das Gericht blieb bei seinem Strafmaß unter der Forderung.

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Überwachungskameras filmen brutale Tat

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Auf einem tonlosen Video sind schnelle und harte Faustschläge an Kinn, Brust und Kopf von Serkan Calar zu sehen. Es dauert nur kurz, dann sackt der Mann in Uniform bewusstlos zusammen.

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Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 25.06.2026 ab 15:00 Uhr.

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