Verkehrseinschränkungen erwartet:Glätte, Schnee, Eis: So turbulent wird das Wetter ab heute
Ab heute ist in vielen Regionen Deutschlands mit Sturm, Schnee sowie Glätte zu rechnen. Auch die Bahn befürchtet Behinderungen und hebt die Zugbindung auf.
Deutschland erwartet ein Schneechaos. Es wird mit Glatteis und starken Schneeverwehungen gerechnet.
08.01.2026 | 2:36 minWeite Teile Deutschlands liegen unter Schnee, und der Winter zeigt wohl auch in den nächsten Tagen, was er kann: Deutschland steht ab Donnerstagabend eine turbulente Wetterlage bevor. Grund ist ein Sturmtief, das Schnee und Glatteis mit sich bringt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. DWD-Meteorologe Adrian Leyser Sturm warnte:
Sturmtief 'Elli' übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi.
Adrian Leyser Sturm, DWD-Meteorologe
Die Wettervorhersage für Donnerstag: Von Süd- und Nordwesten ziehen Niederschläge ins Land, die zu Glätte führen können. Im Nordosten bleibt es zunächst beim sonnigen Dauerfrost. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen plus 6 und minus 6 Grad.
08.01.2026 | 2:29 minKonkret erwarten Meteorologen:
- Am Donnerstag am frühen Abend Regen im Südwesten, der zu mäßiger Glätte führen kann. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Südosten Deutschlands fällt dann ab dem späten Abend überwiegend Schnee. Vor allem im Südosten bleibt es noch kalt. In München kann es zu Eisregen kommen.
- Am Freitag in der Nacht beziehungsweise den frühen Morgenstunden weiteren Schnee und Eisregen in Bayern sowie Schneefälle vom Emsland über Sachsen-Anhalt bis ins östliche Bayern. Im Südwesten wird es zunehmend stürmischer, jedoch auch milder, sodass die Schneefallgrenze deutlich ansteigt und der Niederschlag in tieferen Lagen als Regen fällt. Im Norden und Osten wird es zwar vor allem an der Küste auch stürmischer, jedoch kommt der Wind aus Osten und bringt daher weiterhin kalte Luft und die Niederschläge werden als teils mäßige Schneefälle fallen.
- Für Samstag wird aktuell in der Mitte und im Südwesten mit kräftigem Schneefall in mittleren Lagen ab 300 Metern gerechnet.
- Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Wetterberuhigung. In der Nacht fallen die Temperaturen aber rapide. Durch die fehlende dämpfende Wirkung der Wolken sinken die Temperaturen oft in den zweistelligen Minusbereich.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Ruhe vor dem Sturm
Tagsüber soll es im Nordosten am Donnerstag noch trocken sein und sogar etwas die Sonne scheinen, stellenweise soll es schneien. Zum Nachmittag und Abend hin wird es laut DWD besonders im Süden und Westen zu mehr Niederschlägen kommen. Anfangs Schnee, später soll es im Südwesten gefrierenden Regen geben.
Im Norden und Osten sagt der DWD eine größtenteils trockene Nacht auf den Freitag voraus. In Richtung Nordosten hingegen kann es zu kräftigen Niederschlägen kommen.
Der Winterdienst in Deutschland bereitet sich auf Blitzeis, Schnee und Sturm vor. Diese extremen Wetterbedingungen werden am Freitag erwartet.
08.01.2026 | 1:26 minNeuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis
Vor allem am Freitag kann der kräftige Wind die lockere Schneedecke laut den Prognosen verwehen und vor allem im Norden und Osten zu größeren Behinderungen auf Straßen und Wegen führen. Ähnliche Schneemengen seien in den Mittelgebirgen möglich.
Im Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn oder regional bis zu zwanzig Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Adrian Leyser Sturm, DWD-Meteorologe
Milder ist es dagegen im Süden und Westen, wo Sturmtief "Elli" vorübergehend milde Atlantikluft bringt, sodass die Niederschläge mitunter bis in höhere Lagen in Regen übergehen und zu Tauwetter führen. Dort warnt der DWD vor gefrierendem Regen und Glatteis.
Erst zum Sonntag soll sich das Wetter langsam wieder beruhigen.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Schulausfall in Teilen Niedersachsens, Hamburg und Bremen
Bereits am Donnerstag fiel wegen des Wetters in einigen Regionen Niedersachsens der reguläre Unterricht an Schulen aus. Stattdessen wird meist auf Distanzunterricht umgestellt.
Am Freitag bleiben dann in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie erneut in Teilen Niedersachsens die Schulen geschlossen. Laut Behörden gibt es aber Notbetreuungen und teilweise Distanzunterricht. Hunderttausende Schüler sind davon betroffen. Auch in anderen Bundesländern könnten Schulen je nach Lage schließen.
Wachsende Belastung der Krankenhäuser
Unfälle durch Eis und Schnee sorgen bereits für eine wachsende Belastung der Krankenhäuser. "Die aktuelle Wetterlage führt zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen", sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Der Paritätische Gesamtverband warnt wegen der anhaltenden Kälte vor dem Kältetod von Obdachlosen. Kommunen und Länder müssten warme Räume als Notunterkünfte stellen.
08.01.2026 | 0:20 minDeutsche Bahn warnt vor Einschränkungen
Bei der Deutschen Bahn wirkt sich das Winterwetter stark auf den Verkehr vor allem im Norden und Nordosten aus. Ab Donnerstagnachmittag gelten daher Einschränkungen unter anderem bei den Fernverkehrsverbindungen nach Norddeich-Mole, Kiel, Westerland/Sylt, Rostock, Binz/Rügen und Kopenhagen.
Zudem seien Fernzüge auf einigen Schnellfahrstrecken vorsorglich langsamer unterwegs als gewohnt - zwischen Wolfsburg und Berlin, Hannover und Würzburg sowie Frankfurt und Köln müssten Fahrgäste daher mit Verspätungen und verpassten Anschlüssen rechnen, teilte die Bahn mit.
Wer sich bereits ein Bahn-Ticket für Donnerstag, Freitag oder Samstag gekauft hat, kann dies auch an einem späteren Tag verwenden. Die Zugbindung ist aufgehoben, reservierte Sitzplätze können zudem kostenfrei storniert werden.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Streik in Mecklenburg-Vorpommern: Landesamt warnt vor glatten Straßen
Wegen möglichen Personalausfalls aufgrund eines Streikaufrufs warnen die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern vor glatten Straßen am Donnerstag. Die Arbeitnehmervertretung habe die Bediensteten der Straßenbauverwaltung zum Streik aufgerufen. Betroffen sind demnach auch die Straßenbauämter und Straßenmeistereien. Der Ausfall des eigenen Personals werde so gut wie möglich mit Fremdfirmen kompensiert.
Schnee, Eis und Glätte: Teile von Westeuropa versinken im Weiß. Im Bahn- und Flugverkehr kommt es zu Verspätungen und Ausfällen, auf den Straßen zu Staus.
07.01.2026 | 0:33 minStreusalz in Baumärkten teils ausverkauft
Streusalz und andere Taumittel sind bundesweit in zahlreichen Baumärkten vorübergehend ausverkauft. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Baumarktketten.
Regional haben wir teilweise eine stark erhöhte Nachfrage nach Streugut. Je nach Schnee- und Glättesituation ist derzeit kein Streugut mehr in einzelnen Märkten verfügbar.
Hornbach-Sprecher
Die Liefersituation sei jedoch gut. Nachschub komme je nach Markt und Region entweder noch am selben Tag oder innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage.
Weitere Wetter-Nachrichten
Rund 1.000 Kilometer Staus um Paris:Winterwetter legt Teile Europas lahm
Deutscher Wetterdienst:Warnung vor starkem Frost: Eisige Kälte in Deutschland
mit Video0:29Ostküste betroffen:Schneestürme legen Teile der USA lahm
mit Video0:20Wetterbilanz des DWD:Kein Jahr der Rekorde, dafür Sonnenschein satt
mit Video1:50