Sachsen: Schulen entscheiden selbst, ob sie schließen
Im Erzgebirge werden heute schwere Sturmböen mit knapp 90 km/h sowie Schneeverwehungen erwartet. Den Schulen in Sachsen bleibt selbst überlassen, ob sie schließen.
Das Unwetter sorgt für schwierige Bedingungen im Norden und Süden Deutschlands: Mehrere Flüge werden gestrichen, ICE-Verbindungen müssen verlangsamt werden.
Über dieses Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa bei heute am 08.01.2026 ab 19:00 Uhr, im heute journal am 08.01.2026 ab 21:45 sowie bei hallo Deutschland am 08.01.2026 ab 17:15 Uhr.
Die ersten starken Schneefälle gab es schon im Norden - doch das war nur ein Vorgeschmack. Der Deutsche Wetterdienst warnt, die Bahn rät von Reisen ab.
08.01.2026 | 1:36 minIm Erzgebirge werden heute schwere Sturmböen mit knapp 90 km/h sowie Schneeverwehungen erwartet. Den Schulen in Sachsen bleibt selbst überlassen, ob sie schließen.
Entwarnung für Berlin und Brandenburg: Der angekündigte Schneefall bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in weiten Teilen Brandenburgs und Berlin nun aus. Es werde in der Nordhälfte Brandenburgs und in Berlin deutlich weniger Schnee herunterkommen als vorhergesagt, sagte ein DWD-Sprecher. Die Unwetterwarnung vor starkem Schneefall sei für Berlin und Brandenburg aufgehoben.
Kalt werde es aber weiterhin. Bei teils starken Böen könne die gefühlte Temperatur bei Minus 20 Grad liegen. Der Süden Brandenburgs soll wie angekündigt mehrere Zentimeter Neuschnee bekommen.
Heute gibt es Schneefrei, zumindest für manche Schüler: In Hamburg, Niedersachsen, Bremen und in Teilen Schleswig-Holsteins fällt der reguläre Schulbetrieb flächendeckend aus. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es teilweise Distanzunterricht und Notbetreuung für jüngere Kinder. Grund für die Schließung ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewährleistet werden kann.
Auch in Regionen in Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin fällt teils der Präsenzunterricht aus oder Eltern können ihre Kinder vom Unterricht entschuldigen. Mancherorts sind auch Kitas und Kindergärten betroffen.
In Hamburg frischt der Wind aktuell auf, die ersten Schneeflocken fallen und die Straßen und Busse sind leer, berichtet Britta Hilpert aus dem ZDF-Landesstudio. Sie spricht im Bus der Linie 6 zum Hauptbahnhof mit dem Fahrer Ahmed. Er sagt: "Normalerweise ist es jetzt brechend voll, da krieg' ich manchmal die Türen nicht zu. Jetzt ist es sowas von leer! Ich nehme mal an, das ist dem Wetter geschuldet."
Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst heute für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. An den Seiten der Berge, die dem Wind zugewandt sind, können 20 Zentimeter Neuschnee fallen, wie die Meteorologen in Offenbach prognostizieren.
Ansonsten fallen laut Vorhersage bis zum frühen Nachmittag zwischen 5 und 10 Zentimetern, "regional um die 15 Zentimeter in einem Streifen von Ostbayern über die Mitte und die Norddeutsche Tiefebene bis zum Emsland". Ein Großteil des Schnees falle innerhalb von drei bis sechs Stunden. Am Nachmittag und Abend sollen die Schneefälle dann allmählich nachlassen. Doch weil es in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands stürmt, kann es regional zu unwetterartigen Schneeverwehungen kommen.
Etwa zwei Dutzend Lastwagen haben sich auf der schneebedeckten Autobahn 7 im Landkreis Bad Kissingen in Bayern festgefahren. Wie ein Polizeisprecher sagt, rückte in der Nacht unter anderem das Technische Hilfswerk (THW) aus. Mit der Hilfe vom THW wurden die Lastkraftwagen angezogen - bis sie von selbst aus weiterfahren konnten.
Grund für den Einsatz bei Oberthulba sei Neuschnee gewesen, heißt es. Die Autobahnmeisterei sei gekommen und habe den Schnee geräumt. Dafür sei die A7 zeitweise gesperrt worden. Aktuell ist die Fahrbahn wieder frei.

In weiten Teilen Bayerns ist der Schneefall in der Nacht zum Freitag bei steigenden Temperaturen in Regen übergegangen, wie hier in München. Die trügerische Gefahr: Das Thermometer im Auto zeigt Plusgrade für die Lufttemperatur an, die Straßen aber sind noch gefroren und vielerorts spiegelglatt.
Experten rechnen mit starken Einschränkungen im Berufsverkehr. In einigen Schulen in Bayern fällt der Unterricht aus.



Bei einem Unfall auf einer schneeglatten Bundesstraße in der Nähe von Holzhausen an der Haide (Rhein-Lahn-Kreis) sind zwei Menschen leicht verletzt worden. Ein 24 Jahre alter Autofahrer verlor in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und stieß mit dem Auto einer entgegenkommenden 39-Jährigen zusammen, teilt die Polizei mit. Beide wurden demnach nicht in ein Krankenhaus gebracht.
Auf einer Landstraße bei Ebhausen (Kreis Claw) ist ein Linienbus auf schneeglatter Straße in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und rund fünf Meter einen Abhang hinuntergerutscht. Der 29 Jahre alte Fahrer und die beiden Insassen im Alter von 25 und 32 Jahren wurden dabei laut Polizei leicht verletzt.
Es sei noch unklar, wie schnell der Bus unterwegs gewesen sei, erklärt die Polizei. Allerdings könne bei den aktuellen Witterungsbedingungen auch schon Schrittgeschwindigkeit zu schnell sein.
Ein Lkw ist auf der A1 auf Höhe Ahrensburg (Kreis Stormarn) umgekippt. In Richtung Norden war die Fahrbahn bis kurz nach ein Uhr gesperrt, wie ein Polizeisprecher sagt. Der Fahrer wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Die Ursache für den Unfall war nach Polizeiangaben vermutlich die schneeglatte Fahrbahn.
In Berlin und Brandenburg wappnen sich alle für das angekündigte Sturmtief. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Die Warnung ist von Freitagmorgen 7 Uhr bis Mitternacht gültig. Neben der Gefahr starker Schneeverwehungen sei damit zu rechnen, dass es vielerorts glatt werde.
Aufgrund hoher Schneedecken, blockierter Verkehrswege und stark eingeschränkten Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilen die Wetterexperten mit. Es müsse mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden.
Das Wintertief Elli bringt am Wochenende Schnee, Sturm und Glätte nach Nordrhein-Westfalen.

Schnee und eisige Kälte machen vor allem Menschen zu schaffen, die auf der Straße leben. Ein Kältebus-Koordinator erklärt, womit jeder Obdachlosen helfen kann.
Die Wetterbedingungen drohen für Verspätungen und Flugausfälle am Frankfurter Flughafen zu sorgen. Man bereite sich auf Sturmtief Elli vor und bitte abfliegende Passagierinnen und Passagiere um "eine frühzeitige Anreise zum Airport", heißt es auf der Webseite des Flughafens. Fluggäste sollten sich am Freitag und Samstag bereits drei Stunden vor Abflug im Terminal einfinden. Man rechne mit "vereinzelten Flugausfällen". Reisende werden außerdem gebeten, vor Anreise an den Flughafen den Flugstatus zu prüfen.
Gefrierender Regen vor allem in Bayern wird eine der "größeren Gefahren" sein in den Frühstunden am Freitag, so ZDF-Wetterexperte Özden Terli. "Im Norden sind es vor allem die Schneewehen, der Wind", so der Experte. So werde Schnee dort angehäuft, wo Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer den Schnee nicht erwarteten.
Sturmtief Elli sorgt in der Basketball-Bundesliga für eine Absage: Die Eigentümer der Inselpark Arena setzten die Partie in der BBL zwischen den Veolia Towers Hamburg und den Vet-Concept Gladiators Trier ab. Das Spiel sollte am Samstag ausgetragen werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.
Wegen drohender Eisglätte hebt Hannover das Verbot von Tausalz vorübergehend auf. "Durch die Kombination aus dem bereits vorhandenen Schnee und Eis und dem bevorstehenden extremen Frost entsteht eine außergewöhnliche Glättegefahr, der mit rein mechanischen Mitteln nicht mehr sicher begegnet werden kann", teilt die Landeshauptstadt zur Begründung mit.
Das Verbot von Tausalz diene zwar dem wichtigen Umweltschutz, in der aktuellen Extremsituation überwiege aber der Schutz von Verkehrsteilnehmenden, heißt es weiter.
Wegen des Winterwetters mit viel Schnee und eisigen Temperaturen sind die beiden Konzerte der Band Unheilig in Hamburg abgesagt worden. Witterungsbedingt sei der Betrieb der Arena untersagt, teilt die Inselparkarena mit. An diesem Donnerstag und Freitag waren Auftritte in der Halle in Hamburg-Wilhelmsburg geplant gewesen. Erst vor rund einem Monat hatte Unheilig dort gespielt.
"Es tut mir von Herzen Leid", sagte der Graf, Sänger von Unheilig, in einem Video auf Instagram: "Unser Wunsch ist, dass die Konzerte nachgeholt werden"
Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Instagram nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Instagram übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von Instagram informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Das Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt hat Eltern von Schulkindern darum gebeten, die Wetterlage im Blick zu behalten. Da sich die Wetterlage dynamisch entwickle, seien weitere kurzfristige Einschränkungen und Änderungen möglich, betonte das Ministerium. Im Laufe des Tages könne auch entschieden werden, dass der Unterricht witterungsbedingt vorzeitig beendet wird. Die Sicherheit für Schüler und schulisches Personal soll gewährleistet und gleichzeitig der Schulbetrieb dort aufrechterhalten werden, wo es möglich ist, teilte das Ministerium mit.
Mit Blick auf das Winterwetter rät die Deutsche Bahn für den Norden, auf nicht unbedingt nötige Fahrten zu verzichten. Wie das Unternehmen mitteilte, verkehren Züge des Nah- und Fernverkehrs in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen aber weiterhin. Das gelte auch für die S-Bahn Hamburg und die Linienbusse von DB Regio.
Fahrgäste müssten sich aber auf einen ausgedünnten Takt, eine verringerte Wagenanzahl und ein eingeschränktes Platzangebot einstellen. In Norddeutschland komme es zudem regional witterungsbedingt zu Ausfällen und Verspätungen. Je nach Wetterlage müssten einzelne Linien ganz eingestellt werden, teilt die Bahn auf ihrer Homepage mit.