Wetter im Liveticker: Glätte, Flugausfälle, viele Schulen zu

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Winterwetter sorgt für Glatteis-Gefahr:Tief "Gunda": Glatte Straßen, Flugausfälle, viele Schulen zu

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Schulschließungen, Flugausfälle und Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr: Nach Sturmtief "Elli" bringt "Gunda" gefährliche Glätte in Teilen Deutschlands. Die Lage im Ticker.

Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, zuletzt in der heute ab 17 und heute ab 19 Uhr.

12.01.2026, Bayern, Neubanz: Eine Schneeschaufel lehnt an einem historischen Treppengeländer, während ein Räumfahrzeug Salz auf einem Weg im Innenhof von Kloster Banz streut.

Quelle: dpa
Wichtige Meldungen

Eisregen führt im Norden zu zahlreichen Unfällen

Eisregen hat in Norddeutschland zu spiegelglatten Straßen und etlichen Unfällen geführt. Rettungsfahrzeuge hatten Probleme, auf den spiegelglatten Straßen zu den Unfallstellen zu gelangen, hieß es.  

Allein auf der Autobahn A7 kam es wegen einsetzender Glätte zwischen Henstedt-Ulzburg und Hamburg gleich zu mehreren Verkehrsunfällen, wie die Polizei mitteilte. "Meistens blieb es bei Blechschäden", sagte ein Sprecher. Die Autobahn musste zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn in Richtung Hamburg zeitweise komplett gesperrt werden. Auch auf der A210 kam es am Nachmittag zu Glätteunfällen. Die Autobahn wurde laut Polizei in Höhe des Autobahnkreuzes Rendsburg (Schleswig-Holstein) in beide Richtungen voll gesperrt. 


"Spiegelglatte" Fahrbahn: Massenkarambolage mit 13 Verletzten in Oberfranken

13 Verletzte und viel Blechschaden - das ist das Ergebnis einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels in Oberfranken. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrbahn sei "spiegelglatt" gewesen. In die Massenkarambolage seien 16 Autos und ein Lastwagen verwickelt gewesen. In der Folge hätten sich mehrere kleinere Unfälle mit Blechschaden ereignet. Die Bundesstraße wurde im Unfallbereich vorübergehend komplett gesperrt.


So wird das Wetter am Dienstag

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Müllfahrzeug verunfallt auf eisiger Straße

Auf eisiger Straße hat der Fahrer eines Müllfahrzeugs in Fulda einen Unfall gebaut und ist dabei leicht verletzt worden. Wie die Polizei Osthessen mitteilte, hatte der 51-Jährige versucht, mit dem Entsorgungsfahrzeug in einer Wendeschleife zu drehen. Dabei sei er auf einen abschüssigen Verbindungsweg gekommen, der nicht vom Eis befreit war, und somit ins Schlittern geraten. Daraufhin sei das Fahrzeug einen Abhang hinabgerutscht und gekippt.

Der 51-jährige Fahrer erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Müllwagen musste von einem Bergungsunternehmen abtransportiert werden, an dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 75.000 Euro.


Winterchaos in Deutschland

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Wichtige Meldung

Defekt: Zug mit 116 Passagieren evakuiert

Ein dänischer Zug von Hamburg nach Kopenhagen ist wegen eines technischen Defekts evakuiert worden. 116 Passagiere mussten am Nachmittag zwischen Flensburg und Harrislee in einen anderen Zug wechseln, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Zuvor hatte «Flensborg Avis» berichtet. Der defekte Zug konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen.

«Der Zugverkehr kam vorübergehend zum Erliegen in Richtung Dänemark», sagte der Sprecher. Der Vorfall habe sich gegen 14.30 Uhr ereignet. Feuerwehrleute hätten den Reisenden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Behelfstreppen beim Umstieg geholfen, hieß es.

Chaos durch Eis und Schnee

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Bremer Schüler müssen wieder zur Schule

Die Bremer Schüler und Schülerinnen müssen nach zwei Tagen ohne Präsenzunterricht am Dienstag wieder zur Schule. Am Freitag und Montag durften sie wegen der extremen Schnee- und Eislage zu Hause bleiben. Da diese gravierenden Einschränkungen nicht mehr bestünden, könne zum Regelbetrieb zurückgekehrt werden, teilte das Bildungsressort mit. Auch die Schülerbeförderung stehe wieder planmäßig zur Verfügung.


Leiche von Eisbader gefunden - und laufende Kamera

Bei der Suche nach einem verunglückten Eisbader haben Einsatzkräfte in einem vereisten Teich in Wismar die Leiche eines Mannes gefunden. Laut Polizei handelt es sich um einen 40-Jährigen. Ein Zeuge hatte demnach am Montagmorgen einen Mann beim Eisbaden gesehen - dieser sei dann nicht wieder aufgetaucht. Danach habe der Zeuge die Einsatzkräfte verständigt. 

Einsatzkräfte fanden zwei Löcher im Eis und eine Kamera. "Die lief noch", sagte ein Sprecher der Stadt Wismar in Mecklenburg. Demnach zeigte das Video, "wie einer da reinspringt und nicht wieder rauskommt". 


Eisbrecher auf der Elbe im Einsatz

Zehn Eisbrecher sind derzeit auf der Elbe im Bereich Geesthacht und Lauenburg im Einsatz. Dort seien etwa 70 bis 100 Prozent durch Treibeis bedeckt, teilweise gebe es sogenannten Eisstand, sagte ein Sprecher des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes der Deutschen Presse-Agentur. "Das Eis ist aber nicht dick."

Der für die Schifffahrt wichtige Bereich der Elbe zwischen Lauenburg und Geesthacht sei derzeit und voraussichtlich bis Freitag gesperrt. "Wir werden noch ein paar Tage im Einsatz bleiben müssen", sagte der Sprecher. Unter anderem sind in dem Bereich der Elbe derzeit die Eisbrecher "Wisent", "Büffel" und "Eber".


Wichtige Meldung

Präsenzpflicht an Berliner Schulen nicht aufgehoben

Mögliche neue Wetterkapriolen mit Glätte haben zunächst keine Folgen für den Schulbetrieb in Berlin. Anders als im Land Brandenburg findet der Unterricht am Dienstag nach derzeitigem Stand regulär statt, wie die Bildungsverwaltung mitteilte.

Jugendlicher stirbt nach Stromschlag

Beim Versuch, eine Stromleitung von Schneemassen zu befreien, ist ein Jugendlicher in Oberbayern gestorben. Er habe die durchhängende Leitung am Freitag auf einem Hof in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) bemerkt, teilte die Polizei mit. Beim Versuch, den Schnee mit einer Teleskop-Astschere aus Metall von der Leitung zu entfernen, habe er einen Stromschlag erlitten. 

Der Jugendliche sei schwer verletzt per Hubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Dort starb er laut Polizei am Sonntag an seinen schweren Verletzungen. Nach ersten Ermittlungen gehen die Beamten von einem tödlichen Unfall aus. Die Polizei warnte in diesem Zusammenhang davor, sich in die Nähe durchhängender Stromleitungen zu begeben.


Wichtige Meldung

Meteorologen warnen vor hoher Glättegefahr

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ab dem frühen Abend. Ab 17 Uhr besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen, wie der DWD in einer amtlichen Unwetterwarnung mitteilte. Die Warnung gilt bis 

Wichtige Meldung

Regionalbahn entgleist in Glashütte – Strecke im Osterzgebirge gesperrt

In Glashütte im Osterzgebirge entgleiste am Morgen eine Regionalbahn. Die 25 Fahrgäste an Bord seien unverletzt geblieben, teilte die Bundespolizei mit. Die Strecke ist gesperrt. Die Polizei ermittelt zur Unglücksursache.

Laut Bundespolizei sprang der Triebwagen komplett aus den Gleisen. Auch die erste Achse des zweiten Wagens sei entgleist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschten winterliche Bedingungen mit Eis und Schnee. Der Verkehrsverbund VVO sprach von einer "witterungsbedingten Entgleisung", wie die dpa berichtet. Der Zugverkehr zwischen Altenberg und Heidenau ist unterbrochen. Es handelt sich nach Angaben der Bundespolizei um eine eingleisige Strecke. Der Verkehrsverbund teilte im Internet mit, dass ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden soll.

Quelle: dpa/Robert Michael

CDU-Umweltsenatorin fordert Ausnahmen für Streusalz-Verbot

Bei starker Glatteisgefahr sollte der Einsatz von Streusalz in Berlin nach Meinung von Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) ausnahmsweise erlaubt werden. Bonde forderte das Abgeordnetenhaus angesichts der aktuellen Glättewarnungen auf, so schnell wie möglich das Naturschutzgesetz zu ändern, damit "wir in Fällen von extremer Glätte ausnahmsweise die Verwendung von Tausalz ermöglichen können".


Reporter: "Insgesamt nicht das befürchtete Chaos"

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Wichtige Meldung

DWD: Glatteis-Gefahr verlagert sich in den Osten Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet damit, dass sich die Glatteis-Situation entspannt. Am Montag hält der Dauerfrost im Osten und Südosten noch an. "Im Südosten besteht daher voraussichtlich noch bis in die Frühstunden des Dienstags erhöhte Gefahr von gefrierendem Regen und Glatteis", sagt DWD-Meteorologin Sabine Krüger der dpa.

Im Osten und Nordosten fällt bis zum Abend eher Schnee. Im Laufe der Nacht geht - mit Ausnahme der unmittelbaren Oder-Neiße-Region - auch dort der Regen in gefrierenden Regen über. "Daher muss dort ab heute Abend mit Glatteis gerechnet werden." Dort entspannt sich die Lage spätestens am Dienstagvormittag. "Im weiteren Wochenverlauf bleibt es leicht wechselhaft mit gelegentlichem Regen", sagt der DWD. Ab Mitte der Woche bleibt das Wetter wechselhaft, insgesamt aber mild

Winter-Chaos: Blitzeis in Deutschland

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Eltern in NRW fordern bessere Infos zu Schulschließungen

Die Landeselternschaft der Grundschulen fordert frühere Informationen über drohende Schulschließungen. Wenn die Schulen bereits am Freitag auf ein solches Szenario für Montag hingewiesen worden seien, wäre es sinnvoll gewesen, auch die Eltern dabei einzubinden, sagte Vorsitzende Josephine Behrens der Deutschen Presse-Agentur.

Dann hätten Eltern die Möglichkeit gehabt, schon über einen Plan B für die Betreuung der Kinder nachzudenken. So sei die Information über den landesweiten Distanzunterricht erst mit der Entscheidung der Landesregierung am Sonntagnachmittag erfolgt. Das sei gerade für berufstätige Eltern zu spät. Künftig sollte es einen besseren Informationsfluss geben.


Fußgänger-Verband: Unfälle auf Gehwegen erfassen

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.) hat die statistische Erfassung von Unfällen auf Gehwegen gefordert. Bislang werde amtlich nicht erfasst, wie viele Menschen in diesen Tagen auf glatten Gehwegen ausrutschen, sich verletzen oder sterben, teilte der FUSS e.V. mit. Deshalb müsse das Unfallstatistik-Gesetz geändert werden.

"Als statistikwürdiger Verkehrsunfall gilt nur etwas, worin mindestens ein Fahrzeug verwickelt ist", heißt es weiter. Alleinunfälle mit Auto, Fahrrad oder Motorrad würden erfasst, Alleinunfälle zu Fuß aber nicht. Der Fußgänger-Verband fordert, dass auch Fußgänger-Unfälle gezählt und statistisch ausgewiesen werden. "Nur so entsteht der nötige Druck, um künftig auch Gehwege im Winter von Eis und Schnee zu befreien", schreibt der Verband.


Quelle: ZDF, dpa, AFP, Reuters, KNA, epd, AP
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, zuletzt in der heute ab 17 und heute ab 19 Uhr.