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Der Brand im belgischen Hohen Venn nähert sich Deutschland. Die Behörden haben zur sofortigen Evakuierung von Teilen der Stadt Monschau aufgefordert. Alle News im Ticker.
Ein niederländisches Flugzeug versucht aus der Luft, das Feuer einzudämmen.
Quelle: AFPVielen Dank für Ihr Interesse an diesem Liveblog. Auch morgen werden wir Sie zu den Waldbränden auf dem Laufenden halten. Verfolgen Sie die Entwicklungen des Montags hier live im Blog Waldbrände im Hohen Venn und der Eifel.
Das Feuer rückt immer näher an die deutsche Grenze heran. Das Bundesamt für Katastrophenschutz ruft dazu auf, Teile der Stadt Monschau sofort zu evakuieren.
Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn, so der Aufruf, erfordere eine sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof und Geisberg. "Es besteht Lebensgefahr, verlassen Sie das Haus innerhalb von 10 Minuten. Eine Notunterkunft wurde in der Sekundarschule in Simmerath, Walter-Bachmann-Straße 40, eingerichtet".
Im Hohen Venn kämpfen Feuerwehrleute, Löschflugzeuge und Landwirte weiter gegen den größten Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. "Wir halten durch, weil jeder will, dass es aufhört", sagte der Feuerwehrmann Grégory Mélotte, der am Sonntag seine dritte Schicht im Einsatz gegen die Flammen absolvierte.
"Wenn wir das Feuer nicht eingrenzen können, könnte es Deutschland erreichen, wir sind nur noch 25 Kilometer von der Grenze entfernt", sagte der örtliche Feuerwehrchef Luc Burette am Sonntagnachmittag.
Vier Feuerwehrleute sind verletzt worden, als sie im Westerwald einen Waldbrand eingedämmt und Schlimmeres verhindert haben. Rund 300 Einsatzkräfte hatten bei der Gemeinde Gebhardshain gegen die Flammen gekämpft. Auch Landwirte unterstützten mit Wasserfässern. Zwei Hubschrauber waren im Einsatz, ein Dritter wurde angefordert. Das Feuer, das den ersten Häusern bedrohlich nahe gekommen war, ist unter Kontrolle.
Gebhardshain liegt etwa 60 Kilometer östlich von Bonn in einer waldreichen Mittelgebirgsregion in Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Verdiente Pause: Erschöpfte Feuerleute in Eupen (Belgien).
Quelle: ZDF, Ina BaltesDie Bewohner der Ortschaft Gey danken den Rettungskräften für den Einsatz im Waldbrandgebiet im Hürtgenwald. Auf Transparenten, die vor Wohnhäusern und auf dem Weg ins Einsatzgebiet angebracht sind, stehen Botschaften wie "Wir sagen Danke für alles" sowie "Danke! An alle Helfer ihr seid Helden".



Der Waldbrand im rheinland-pfälzischen Westerwald bedroht nicht mehr unmittelbar Wohngebäude. "Durch unsere Maßnahmen konnte eine Ausbreitung Richtung Bebauung verhindert werden", sagte Björn Jestrimsky, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Altenkirchen, der dpa. Zuvor waren Anwohner einer Straße aufgefordert worden, ihre Häuser sofort zu verlassen.
Jestrimsky sprach jedoch auch davon, dass sich der Waldbrand weiter in Richtung Wald ausbreite. "Wir haben uns gewisse Ziele gesetzt, wo wir das Feuer letzten Endes abfangen werden. Bis dahin lassen wir es derzeit kontrolliert brennen", so der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur.
Was können die Einsatzkräfte tun, um ein mögliches Übergreifen der Flammen zu verhindern? ZDF-Reporterin Ina Baltes berichtet von vor Ort in der Nähe der deutsch-belgischen Grenze.
Das Naturschutzgebiet Hohe Venn liegt keine zwei Kilometer von der Eifel-Stadt Monschau entfernt. Noch ist das Feuer nicht unter Kontrolle, das ganze Gebiet in Rauch gehüllt.
Die belgischen Behörden fordern zur Bekämpfung des größten Waldbrands in der Geschichte Belgiens Einsatzkräfte aus Deutschland an. Die Unterstützung sei bereits angelaufen, teilt die Städteregion Aachen mit. Die Einsatzkräfte sollen bei Küchelscheid eingesetzt werden, einem belgischen Nachbarort Monschaus, wie ein Sprecher Monschaus sagte.
Der Kampf gegen die Waldbrände in Belgien bleibt herausfordernd. "Aktuell überspringt das Feuer eine Stopplinie nach der anderen", berichtet Francis Cloth, Kommandant der Hilfeleistungszone DG (Ostbelgien).
Mehr Luftunterstützung sei kaum möglich: "Man könnte jetzt meinen, wir könnten mehr Luftmittel holen, aber die Fläche ist dafür sehr klein." Die Hubschrauber müssten sich zudem koordinieren - "mehr macht keinen Sinn". Auch zusätzliche Feuerwehrleute helfen wenig: "Der Wind wechselt von Stunde zu Stunde. Wir müssen die Kräfte immer wieder verschieben." Dabei sei immer der mögliche Rückzug mitzudenken.
Besonders die Nacht bereite Sorgen. "Die Nacht ist ein Problem", so Cloth. "Da versuchen wir unsere Linien nur zu halten."
Ein Waldbrand kommt der Ortschaft Gebhardshain im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz bedrohlich nahe. Anwohner der Straße "Im Eckewieschen" wurden deswegen aufgefordert, ihre Häuser sofort zu verlassen.
Betroffen von der Evakuierung seien 20 Familien, teilt eine Sprecherin der Verbandsgemeindeverwaltung Betzdorf-Gebhardshain mit. Weitere Evakuierungen seien zunächst nicht vorgesehen, heißt es am Abend.
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Nicht nur in der Eifel halten Waldbrände die Feuerwehr in Atem. In insgesamt sechs Bundesländern sind Feuer gemeldet. Einige sind bereits eingedämmt. Anderswo wird noch mit den Flammen gekämpft. Ein Überblick:
Der Waldbrand im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald ist unter Kontrolle. Das sagt Landrat Ralf Nolten (CDU). Schon zuvor hatten Einsatzkräfte vorsichtige Entwarnung signalisiert.
Wegen eines Waldbrands ist ein Teil der Gemeinde Gebhardshain im Landkreis Altenkirchen evakuiert worden. Bewohnerinnen und Bewohner der Straße Im Eckewieschen seien aufgefordert, ihre Wohnungen und Häuser sofort zu verlassen, teilt die Verbandsgemeinde Betzdorf Gebhardshain auf Instagram mit.
Der Brand erstrecke sich über eine Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern, "Tendenz steigend". Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr seien zur Brandbekämpfung vor Ort. Auch Landwirte unterstützen mit Wasserfässern bei der Wasserversorgung, heißt es.
Der Brand im Hohen Venn in Belgien breitet sich weiter aus. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen seit mehreren Tagen gegen die Flammen und den Wind. Landwirte aus der Umgebung stellen Wasservorräte.
Auch wenn es an der Feuerfront nahe der deutschen Grenze Fortschritte gibt, sind die Waldbrände im Naturschutzgebiet Hohes Venn nach Angaben des belgischen Innenministers Bernard Quintin insgesamt noch nicht unter Kontrolle. Grund sei der Wind, der sich ständig in alle Richtungen drehe, sagte Quintin gegenüber dem ZDF.
Das Feuer müsse an den Grenzen eingedämmt werden. Das gehe nur aus der Luft, da man mit Fahrzeugen nicht an die Brände herankomme. Zur Unterstützung seien zwei schwedische Wasserflugzeuge unterwegs. Auf X hatte Quintin zuvor von Fortschritten bei den in Richtung Jalhay und Monschau vorrückenden Brandfronten berichtet.
Rund 3,5 Hektar Waldfläche brennen im Landkreis Neunkirchen im Saarland. Der Brand zwischen den Illinger Ortsteilen Wustweiler, Hirzweiler und Hüttigweiler breite sich aktuell weiter aus, teilt die Feuerwehr mit. Die Feuerwehr sei mit mehreren Löschbezirken und den Fachzügen Wasserförderung und Waldbrandbekämpfung des Landkreises Neunkirchen im Einsatz.
Die Rauchwolke des Brandes sei weithin sichtbar, heißt es. Der Wald sei gesperrt. "Wir bitten die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden und die Zufahrten für anrückende Rettungskräfte freizuhalten", so die Feuerwehr.
Die Feuerwehr von Monschau macht sich im nahegelegenen Waldbrandgebiet im belgischen Hohen Venn ein Bild von der Situation. Vertreter der Feuerwehr seien vor einigen Stunden dorthin gefahren, um die Lage genauer einschätzen zu können, teilt eine Sprecherin der Eifelstadt auf dpa-Anfrage mit.
Nach deren Rückkehr solle es voraussichtlich am späten Nachmittag eine weitere Lagebesprechung in der grenznahen Stadt Monschau geben.
Im Kampf gegen den Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn hat die Feuerwehr eine Feuerfront in der Nähe der deutschen Grenze eingedämmt. Die Flammen in anderthalb Kilometern Entfernung zur Stadt Monschau seien "unter Kontrolle", teilt Belgiens Innenminister Bernard Quintin mit. Auch eine zweite Front im Norden bei der Ortschaft Jalhay sei "unter Kontrolle".
"Auch am dritten Tag der Brandbekämpfung sind weiterhin alle Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz", schreibt Quintin auf X. Und weiter: "Wir können auch auf die Solidarität unserer europäischen Partner zählen. Neben unseren Polizeihubschraubern sind zwei niederländische Chinook-Hubschrauber im Einsatz."
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