Waldbrände wüten in Südeuropa und Türkei: Die Lage im Überblick

Frankreich, Spanien, Griechenland, Türkei:Waldbrände wüten in mehreren Ländern: Die Lage im Überblick

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In Südeuropa wüten Waldbrände. Einige Feuer können eingegrenzt werden, doch andere brechen aus: in Frankreich, Spanien, Griechenland und in der Türkei. Die aktuelle Lage.

Einsatzkräfte, die in Frankreich einen Waldbrand bekämpfen

Frankreich, Spanien, Griechenland und die Türkei: Tausende müssen vor den Feuern fliehen. Auch in Deutschland besteht Waldbrandgefahr. Wie Europa gegen die Flammen kämpft - ZDFheute live.

30.07.2026 | 26:27 min

Von einer Hitzewelle und kräftigem Wind angefachte Brände greifen in Südeuropa um sich und treiben zahlreiche Menschen aus ihren Häusern.

In Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei sind neue Brände aufgeflammt, Tausende mussten sich in Sicherheit bringen. Dort, wo es gelang, die Flammen einzugrenzen, konnten die Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Lage in den betroffenen Ländern im Überblick:

Frankreich

In mehreren Regionen Frankreichs brachen erneut Waldbrände aus. Betroffen ist im südfranzösischen Departement Var der Bereich der Kleinstadt Brignoles. Dort mussten 600 bis 700 Menschen ihre Häuser verlassen. Ein erneutes Feuer wurde auch aus dem Wald von Fontainebleau südlich von Paris gemeldet. Ein größerer Brand brach im Burgund in Couchey in der Nähe der Großstadt Dijon aus. Wegen des gesundheitsgefährdenden Rauchs wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich möglichst nicht draußen aufzuhalten und Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Waldbrände in Frankreich

Die Waldbrände bei Bordeaux haben schwere Schäden angerichtet. In Biscarrosse wurden mehrere Häuser zerstört. Starker Wind facht die Feuer weiter an und erhöht die Gefahr neuer Brände.

30.07.2026 | 2:30 min

An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo auf einer Fläche von 42.000 Hektar die bislang massivsten Brände der Saison in Frankreich gewütet hatten, konnte die Feuerwehr ein erneutes Ausbreiten mit einem Großaufgebot verhindern. Weitere 84.000 Menschen konnten in ihre Häuser zurückkehren. Wie Präfektin Sophie Brocas am Morgen entschied, können die Bewohner von neun vorsorglich evakuierten Orten nach Hause. Insgesamt 224.000 Menschen hatten die Region verlassen müssen.

Spanien

In Spanien ist nun in einem Nationalpark an der Grenze zu Portugal ein großes Feuer ausgebrochen. Wegen erheblicher Risiken für die Anwohner seien zwölf Ortschaften rund um die Gemeinde Fermoselle innerhalb des Parque Nacional Arribes del Duero evakuiert worden, teilte die Regionalregierung der Gemeinschaft Kastilien und León mit. Rund 950 Menschen wurden in der betroffenen Region im Nordwesten Spaniens laut Medienberichten in Sicherheit gebracht.

Angesichts der kommenden Hitzewelle wächst die Sorge um eine erneute Ausbreitung der Waldbrände. Auch in Deutschland wird es bis zu 40 Grad heiß.

Wie wird sich die kommende Hitzewelle auf die Waldbrände in Spanien und Frankreich und auch auf Deutschland auswirken? ZDF-Meteorologe Özden Terli mit einer Einschätzung.

28.07.2026 | 1:24 min

In einigen Gebieten Spaniens entspannte sich die Lage derweil langsam. Regierungschef Pedro Sánchez hob nach Erfolgen bei der Brandbekämpfung am Donnerstag den Nationalen Notstand wieder auf. Die Behörden hatten mitgeteilt, im Waldbrandgebiet nahe der Hauptstadt Madrid gebe es "kaum noch Flammen", ein weiteres Feuer in der Region Avila sei stabilisiert.

Griechenland

Mehrere Waldbrände wüten derzeit in Griechenland, der schlimmste im Süden der Insel Kreta. Dort kamen zwei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten ums Leben - sie hatten in ihrem Fahrzeug im dichten Rauch die Orientierung verloren. Ein weiterer starb auf der Halbinsel Peloponnes.

Feuerwehrleute setzen kontrollierte Brandlegung ein, um einen Waldbrand einzudämmen, der sich in der Nähe der spanischen Gemeinde Cerebros ausbreitet.

Seit Tagen wüten in Frankreich und Spanien verheerende Waldbrände. Die Feuerwehr erzielt an einigen Stellen Erfolge, doch die kommende Hitzewelle könnte die Brände wieder verstärken.

28.07.2026 | 1:44 min

Der Wind wehte so stark, dass Löschhubschrauber und -flugzeuge wieder abdrehen und landen mussten. Am Mittwochabend war zusätzlich zu mehreren Bergdörfern auch der bei Urlaubern beliebte Küstenort Agia Galini evakuiert worden - rund 6.000 Touristen seien betroffen, berichteten griechische Medien. Etwas weiter westlich im Küstenort Agios Pavlos wurden 29 Menschen von der Küstenwache über das Meer in Sicherheit gebracht. Später teilte der Bürgermeister mit, die Ferienanlagen seien wieder geöffnet und die Besucher dürften zurückkehren.

Der nationale Wetterdienst in Athen erklärte, durch die starken Winde habe sich eine Feuerfront von mehr als zwölf Kilometern gebildet. Er warnte, dass der Wind im Süden Kretas den ganzen Tag über "sehr stark" bleiben könnte. Mehr als 200 Feuerwehrleute und 53 Löschfahrzeuge wurden eingesetzt. Wegen des Windes war ein Einsatz aus der Luft nicht möglich.

Waldbrandrisiko in Deutschland

ZDFheute Infografik

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Türkei

Auch im südtürkischen Antalya bekämpft die Feuerwehr seit Dienstag mehrere Brände in der Touristenregion, von denen ein Großteil gelöscht werden konnte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Weil die Brände Wohngebiete erreichten, wurden vorsorglich einige Gebäude evakuiert. Der Gouverneur von Antalya, Hulusi Sahin, nannte als Gründe für die Brände extreme Hitze, starke Winde und trockene Luft.

Außerdem wurden Brände in den Provinzen Balikesir, Kütahya, Canakkale und Yalova gemeldet, die im Westen der Türkei südlich von Istanbul liegen. Ein weiterer Brand in der Provinz Mugla im Südwesten der Türkei wird derzeit ebenfalls bekämpft.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem ZDFheute live am 30.07.2026 ab 13:15 Uhr.

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