Hunderte Einsätze in Karlsruhe:Unwetter in Süddeutschland: Radfahrer von Baum erschlagen
Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume: Schwere Unwetter haben in Süddeutschland ihre Spuren hinterlassen. In Karlsruhe wurde ein Radfahrer von einem Baum erschlagen.
Ein Unwetter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen hat in der baden-württembergischen Stadt Karlsruhe große Schäden angerichtet. Ein Radfahrer kam dabei ums Leben.
17.07.2026 | 0:18 minHeftige Gewitter haben am Donnerstagabend in Baden-Württemberg für viele Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. In Karlsruhe wurde ein 60 Jahre alter Radfahrer durch einen umgestürzten Baum getötet, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Zudem wurden drei Menschen nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt - sie waren von Ästen oder umherfliegenden Gegenständen getroffen worden.
Karlsruhe ruft "außergewöhnliche Einsatzlage" aus
Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren in der gesamten Stadt im Einsatz. Die Branddirektion sprach von mehr als 250 witterungsbedingten Einsätzen am Abend und in der Nacht.
Laut einem Polizeisprecher des Präsidiums Karlsruhe kam es zwischen 19 und 23 Uhr zu Überflutungen. Ampeln und Autos wurden beschädigt, mehrere Straßen waren zeitweise nicht passierbar. Die Stadt hatte wegen der anhaltenden Ausnahmesituation eine "außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen, um die vielen Einsätze zentral zu koordinieren.
Die Wettervorhersage aus der 19 Uhr-heute-Sendung
16.07.2026 | 1:18 minVollgelaufene Keller und herabfallende Ziegel
Auch andernorts hatten die Einsatzkräfte viel zu tun: In Pforzheim zählte die Polizei rund 30 Einsätze bis in die Nacht. Im Gebiet des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gab es rund 70 Einsätze, unter anderem wegen heruntergefallener Dachziegel und vollgelaufener Keller.
In Besigheim (Landkreis Ludwigsburg) schlug nach ersten Erkenntnissen ein Blitz in ein Dach ein und löste einen Brand aus; dabei wurden Menschen leicht verletzt.
Im Rems-Murr-Kreis entstand durch umstürzende Bäume auf ein Gebäude ein Schaden von rund 100.000 Euro. Insgesamt gab es etwa 50 Einsätze, die der Polizei bekannt waren. Mancherorts fiel der Strom aus.
Einsätze auch in Bayern - Unfälle durch Aquaplaning
Auf der A8 in Schwaben in Bayern kam es zu einer Unfallserie mit sechs Unfällen durch Aquaplaning. Ein Mensch wurde dabei am Donnerstagabend schwer verletzt, zwei weitere Menschen leicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Unfälle ereigneten sich demnach zwischen den Anschlussstellen Burgau (Landkreis Günzburg) und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart. Wie viele Fahrzeuge beteiligt waren, war laut dem Sprecher unklar.
Schon in den vergangenen Tagen hatte es in Teilen Deutschlands schwere Gewitter gegeben. Besonders betroffen waren Bayern und Thüringen.
15.07.2026 | 3:20 minAuch in Saarbrücken im Saarland sorgten Starkregen, Windböen und ein Blitzeinschlag für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr am Donnerstagabend. Besonders betroffen war demnach der Osten von Saarbrücken mit dem Stadtteil Güdingen. Verletzte gab es offenbar nicht.
Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Freitag mit weiteren Gewittern - Unwetter sind nicht ausgeschlossen.
Im Tagesverlauf seien bis auf den Nordwesten und Westen in weiten Landesteilen vermehrt Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen oder auch Sturmböen möglich, heißt es in der am Morgen aktualisierten Vorhersage.
ZDFheute Infografik
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Vor allem ab den Nachmittagsstunden bis in die Nacht zum Samstag hinein könne es auch zu Unwettern kommen mit Starkregen von mehr als 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Hagel und Sturm seien nicht ausgeschlossen. In der Osthälfte bis in die mittleren Landesteile könnten örtlich auch extreme Unwetter auftreten.
Im Südwesten und Süden seien großer Hagel von über drei Zentimeter Durchmesser und schwere Sturm- bis Orkanböen möglich.
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